Freeport McMoRan & Co.: Wer produziert wie viel Kupfer? (Teil 1)

Lieber Leser,

die großen Kupferproduzenten wie Freeport McMoRan, Rio Tinto und Glencore haben ihre Ergebnisse sowie Produktionsdaten per viertes Quartal sowie für das Jahr 2017 bereits veröffentlicht. Die weltweite Kupferproduktion ist sehr konzentriert, was so viel heisst, dass der größte Anteil der Produktion von nur einigen wenigen Produzenten bewerkstelligt wird. Daraus ergibt sich auf der einen Seite zwar teilweise Preisgestaltungsmacht, da die jeweilige Produktionskapazität das weltweite Angebot bestimmt.

Kupferangebot unterliegt einem Verknappungsrisiko

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Aber es ergibt sich auch ein Risiko daraus, nämlich das der Angebotsverknappung, was wir in den vergangenen beiden Jahren in einigen Fällen deutlich sehen durften, als die Arbeitsstreiks in den weltweit größten Minen zu einer geringeren Produktion geführt hatten. Aus der Sicht des Kupferpreises mag das zwar für die Produzenten einerseits positiv aussehen, doch die Produktion des jeweiligen Unternehmens kann in diesem Fall soweit rückläufig sein, dass der gestiegene Preis diesen Rückgang nicht mehr kompensieren kann.

  1. Schauen wir auf die Daten per viertes Quartal 2017 der größten Produzenten, so führt Freeport McMoRan die Liste mit einem gesamten Kupfer-Absatz per Q4 2017 von 461.000 Tonnen an. Im dritten Quartal lag der Absatz bei 422.000 Tonnen. Gegenüber dem Vorjahresquartal fiel der Absatz allerdings.
  2. BHP Billiton setzte im zweiten Geschäftsquartal 429.000 Tonnen ab und damit 20,1 % mehr als im Vorjahr.
  3. Glencore rangiert nach Absatz auf dem dritten Platz. Das Unternehmen setzte im vierten Quartal 363.000 Tonnen an eigens produziertem Kupfer ab, was in etwa der gleichen Menge aus dem Vorjahr entspricht. Auf Jahresbasis ist der Absatz jedoch um 8 % gefallen. Wie ich zuvor berichtet hatte, setzt Glencore in Zeiten von steigenden Preisen bewusst auf flexible Produktionskapazitäten, zumal Glencore auch Umsätze aus nicht eigens produziertem Kupfer erzielt.
  4. Southern Copper hat im vierten Quartal 266.000 Tonnen Kupfer verkauft. Ein Rückgang von 0,7 % gegenüber dem Vorjahr.
  5. Antofagasta setzte insgesamt 177.800 Tonnen ab und damit 13,1 % weniger als im Vorjahr.
  6. First Quantum Minerals hat 154.319 Tonnen Kupfer abgesetzt und damit einen neuen Rekord erreicht.
  7. Anglo American hat im vierten Quartal 148.600 Tonnen an Kupfer verschifft, was 1 % über dem des Vorjahres war.
  8. Rio Tinto konnte seinen Absatz im vierten Quartal um mehr als 10 % auf etwa 148.000 Tonnen steigern.

Schauen wir uns nun an, wie die einzelnen Produzenten ihre Produktion für das neu begonnene Jahr sehen.

  1. Glencore will seine Produktion in 2018 in der Mitte der Prognosespanne um 12 % steigern. Sollte die Prognose eintreffen, würde Glencore damit 1,72 Mio. Tonnen Kupfer produzieren, woraus sich eine durchschnittliche Quartalsproduktion von 430.000 Tonnen ergibt.
  2. BHP Billitons Geschäftsjahr endet im Juni. Das Unternehmen musste im vergangenen Geschäftsjahr einen starken Rückgang von 16 % bei der Produktion aufgrund des Arbeitsstreiks in der Escondida-Mine hinnehmen. Auch in diesem Jahr stehen laut Analysten erneut Verhandlungen an, sodass weitere Rückgänge zu erwarten sind.
  3. Freeport will zwar seinen Absatz um 5,4 % gegenüber dem Jahr 2017 steigern. In 2019 wird aber ein Rückgang erwartet, da die Grasberg Mine sich in einem Übergangsprozess vom Über- in den Untertagebau befindet.
  4. Die Produzenten Antofagasta, Southern Copper, First Quantum sowie Rio Tinto erwarten alle einen Produktionsanstieg in 2018.

Schauen wir im nächsten Teil der Reihe auf die Produktionskosten der jeweiligen Produzenten.

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