FED feuert aus allen Rohren – Anlegerskepsis wächst

Mit großer Spannung blickten die Anleger letzten Mittwoch auf den FED-Zinsentscheid und die zugehörigen Erläuterungen und Projektionen zur zukünftigen Geldpolitik durch FED-Chef Jerome Powell. Erwartungsgemäß stimmte der die Märkte auf eine noch sehr lange Zeit mit rekordniedrigen Zinsen und unverändert hohen Anleiherückkäufe durch die Notenbanken ein, ungeachtet des jüngsten Renditeanstiegs bei US-Staatsanleihen auf das 14-Monats-Hoch von 1,75 Prozent und zunehmenden Inflationssorgen.

Powell betonte vielmehr, dass die FED alles tun werde, um die US-Konjunktur am Laufen zu halten. Bedenkt man, dass für die US-Wirtschaft für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum in „chinesischen Dimensionen“ von bis zu 5 Prozent erwartet, wird stellt sich dem interessierten Beobachter die Frage, was die FED noch tun kann, sollte die US-Konjunktur tatsächlich mal in die Rezession rutschen.

An den Börsen wurden die Signale der FED zur Wochenmitte dankbar aufgenommen, der Dow Jones sprang auf ein neues Rekordhoch bei 33.227 Punkten, der DAX markierte mit 14.804 Punkten ein neues Allzeithoch und bewegt sich damit weiter Richtung 15.000 Punkte.

Die Party währte aber nur kurz, denn die Anleiherenditen stiegen auch nach dem FED-Statement weiter, zudem trübt das inzwischen sehr ambitionierte Bewertungsniveau an den Aktienmärkten die Laune der Anleger und sorgte für kräftige Abschläge zum Wochenschluss. Auf Wochenbasis reichte es beim DAX lediglich noch zu einem kleinen Plus von 0,8 Prozent auf 14.621 Punkte.

Mögliche Zinswende, Geldpolitik und Corona bestimmen weiter die Richtung

In der neuen Handlungswoche bleiben die zuletzt dominanten Einflussfaktoren weiter bestimmend. Zum einen dürfte die Zinswende in den USA für steigende Finanzierungskosten bei den Unternehmen sorgen, was zulasten künftiger Gewinne geht.

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Besonders kräftig werden Technologieaktien darunter leiden, was die bereits begonnene Sektor-Rotation hin zu zyklischen Value-Aktien beschleunigen und Technologiewerten entsprechende Kursverlust bescheren könnte.

Zum anderen erhöht die anhaltende – bzw. sich weiter beschleunigende – Geldschwemme die Gefahr einer stark anziehenden Inflation, auf die Notenbanken irgendwann mit einer Straffung der Geldpolitik reagieren müssen.

Und nicht zuletzt dürfte die Corona-Krise wieder verstärkt in den Blickpunkt der Anleger rücken. Aktuell droht angesichts wieder stark ansteigender Inzidenzwerte ein erneuter Lockdown inkl. teilweiser Ausgangssperren bis weit in den April, mit unabsehbaren Folgen vor allem für die Tourismusbranche, die Gastronomie oder den Einzelhandel.

Damit könnten sich auch die erhofften Erholungstendenzen für das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal durch die gestarteten Lockerungen schnell wieder in Luft auflösen. Zumal Deutschland beim Impfen weiterhin nicht vorankommt und damit eine dritte Welle kaum noch verhindern kann.

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In Summe sorgen diese Faktoren dafür, dass die Zeichen für die neue Woche eher auf Konsolidierung stehen und beim DAX für stagnierende bzw. leicht rückläufige Kurse sorgen könnten. Einfluss auf die Entwicklung am Aktienmarkt dürften in der nächsten Woche auch zahlreiche Konjunkturdaten haben.

Mit besonderem Augenmerk hinsichtlich der zukünftigen Konjunkturentwicklung sollten Anleger am Mittwoch auf den Einkaufsmanagerindex für die deutsche Wirtschaft sowie die der Eurozone sowie am Freitag auf den ifo-Geschäftsklimaindex blicken. Außerdem stehen in der neuen Woche noch folgende wichtigen Konjunkturdaten auf dem Programm:

Montag –  USA: Verkäufe bestehender Häuser
Dienstag –  USA: Leistungsbilanzsaldo Q4/2020
Mittwoch – DE: Einkaufsmanagerindex 03/2021; EU: Einkaufsmanagerindex 03/2021, USA: Auftragseingang langlebige Wirtschaftsgüter 02/2021
Donnerstag – DE: GfK-Konsumklimaindex 04/2021; USA: BIP Q4/2020, Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Freitag – DE: ifo-Geschäftsklimaindex 03/2021, USA: Persönliche Ausgaben 02/2021, Persönliche Einkommen 02/2021, Deflator privater Konsum 02/2021

Von Unternehmensseite berichten aus dem DAX am Mittwoch E.ON und am Donnerstag die Deutsche Wohnen AG über das letzte Geschäftsjahr. Bei den Nebenwerten legen u.a. Evotec, LPKF Laser, Jenoptik, Nemetschek, Nordex, United Internet und SMA Solar Zahlen vor.

Die charttechnische Lage

Nach dem neuen Rekordhoch in der letzten Woche legte der DAX anschließend den Rückwärtsgang ein. Der erste signifikante Widerstand auf der Oberseite befindet sich damit aktuell exakt auf dem bisherigen Allzeithoch. Kann dieser überwunden werden, befinden sich die nächsten wichtigen Widerstände auf der Oberseite aktuell bei 15.000 und 15.200 Punkten.

Auf der Unterseite liegen wichtige Unterstützungen momentan im Bereich von 14.380/14.400 und 14.190/14.200 Punkten.

Asiatische Börsen verlieren – Vorbörsliche Indikation signalisiert verhaltenen DAX-Start

Keine Unterstützung kommt zum Handelsstart von den asiatischen Börsen: Der Nikkei verliert momentan mit über zwei Prozent auf 29.174 Punkte deutlich, der Hang Seng gibt 1,5 Prozent auf 28.990 Punkte nach und der SHANGHAI A-Index rutscht 1,7 Prozent auf 3.568 Punkte ab.

In den heutigen Montag dürfte der DAX eher verhalten starten: Die aktuelle Indikation für den DAX berechnet die Deutsche Bank rund eine Stunde vor Handelsstart mit 14.630 Punkten rund 0,1 Prozent höher, beim CFD-Broker CMC Markets wird der Germany 30 – Cash aktuell mit 14.605 Punkten gehandelt.

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