Evraz-Aktie: Ein echtes Schnäppchen?

Die Evraz-Aktie trotz dem Marktrend und schießt am Montag nur so in die Höhe. Ob es sich dabei bereits um eine längerfristige Angelegenheit handelt, bleibt abzuwarten.

Der Krieg in der Ukraine und die daraus folgenden Sanktionen des Westens ließen zuletzt sämtliche Aktien in die Tiefe purzeln, die auch nur entfernt mit Russland in Zusammenhang stehen könnten. Die Anleger fürchten, dass weitere Maßnahmen Konzerne an den Rande der Existenz oder auch noch ein Stückchen weiter befördern könnte.

Die Evraz-Aktie war da keine Ausnahme. Zwar ist das Unternehmen in Großbritannien beheimatet, allerdings operativ schwer in Russland zugegen und bei den Eigentümern finden sich einige russische Oligarchen. Dass es da seit Kriegsbeginn mit den Kursen um über 60 Prozent abwärts ging, ist wohl kaum eine Überraschung.

Jetzt wird spekuliert

Allerdings ist die Sache bei Evraz nicht ganz so sonnenklar wie bei vielen anderen Unternehmen. Der Stahlkonzern ist auch in vielen anderen Ländern aktiv, darunter auch die USA und Kanada. Das lässt zumindest vermuten, dass man sich dort mit Sanktionen eher zurückhalten wird. Zumindest ist das eine große Hoffnung der Börsianer.

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Die scheinen auch schon darauf zu spekulieren, dass die jüngsten Verluste wieder aufgeholt werden können. Entsprechend sind derzeit die Schnäppchenjäger unterwegs, welche die Evraz-Aktie heute in einem deprimierenden Marktumfeld um 15,8 Prozent in die Höhe und wieder über die 1-Euro-Marke beförderten.

Die Evraz-Aktie blickt ins Ungewisse

Tatsächlich ist die Aussicht auf eine Gegenbewegung verlockend. Verlassen können Anleger sich aber nicht darauf, dass der Westen ausgerechnet bei Evraz die Füße stillhalten wird. Je länger der Krieg andauert, desto wahrscheinlicher ist es, dass es auch Sanktionen geben wird, die auch in Nordamerika und Europa Spuren hinterlassen werden.

Bereits jetzt wird offen darüber diskutiert, Energieimporte aus Russland einzustellen, was eine deutlich größere Belastung für die hiesige Bevölkerung und Wirtschaft wäre als jegliche nur denkbare Sanktionen gegenüber Evraz. Daher ist auch weiterhin nicht auszuschließen, dass es hier noch zu Maßnahmen kommen wird, auch wenn es darüber zuletzt noch nichts zu hören gab. Die Evraz-Aktie bleibt ein ganz heißes und schwer risikoreiches Eisen.

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