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ETF: Mit einem ETF in Rohstoffe investieren!

Ein börsengehandelter Indexfonds bietet Anlegern die Möglichkeit, diversifiziert in Rohstoffe zu investieren. Das geschieht auf direktem oder indirektem Weg.

Auf einen Blick:
  • Rohstoffpreise unterliegen großen Schwankungen
  • Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis
  • Mit einem ETF haben Anleger die Möglichkeit diversifiziert in Rohstoffe zu investieren

Rohstoffe stellen für Anleger aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften seit jeher eine sehr beliebte Anlageklasse dar. Das globale Wirtschafswachstum und der technologische Fortschritt machen Rohstoffe zu einem begehrten und stark nachgefragten Gut, das nur in begrenztem Umfang zur Verfügung steht.

Rohstoffe korrelieren nur geringfügig mit anderen Anlageklassen und stellen daher genau wie Immobilien und Private Equity alternative Anlageformen neben klassischen Aktien und Anleihen dar. In einem gut diversifizierten Portfolio sollten Rohstoffe daher nicht fehlen.

Angebot und Nachfrage bestimmen Rohstoffpreis

Der Wert von Rohstoffen wird anders ermittelt als dies bei Aktien, Anleihen oder auch Immobilien geschieht. Dort betrachtet man in der Regel den zukünftigen Cashflow, den ein Unternehmen erwirtschaftet und führt eine Diskontierung durch, um den Gegenwartswert zu bestimmen. Bei physischen Rohstoffen ist dies jedoch nicht möglich, der Preis ergibt sich unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren, entscheidend sind jedoch Angebot und Nachfrage.

Diese Bewertungsgrundlage sorgt dafür, dass Rohstoffe oftmals hohen Schwankungen unterliegen. Das ist auch in diesem Jahr mehr als deutlich geworden. Der Krieg in der Ukraine sorgte zunächst dafür, dass Rohstoffe wie Öl und Gas, aber auch Agrarerzeugnisse und Industriemetalle im Preis deutlich anstiegen, da der Markt Lieferschwierigkeiten und Angebots-Engpässe antizipierte.

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Rezessionsängste sorgt für fallende Rohstoffpreise

Im Laufe des zweiten Quartals kehrte sich diese Entwicklung in Anbetracht wachsender Rezessionsängste aber wieder um und sorgte bei den meisten Rohstoffen für starke Preiskorrekturen. Die Preise für Kupfer, Eisenerz, Aluminium gaben deutlich nach, teils dauerten die Korrekturen bis zum Ende des dritten Quartals.

Gleiches gilt für Agrarerzeugnisse wie Weizen und Mais, die von ihren Höchstständen in diesem Jahr deutlich zurückgekommen sind. Ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurden Edelmetalle wie Gold und Silber, die eigentlich als sicherer Hafen in Krisenzeiten gelten, in diesem Jahr aber den starken Dollar zu spüren bekamen.

Covid-Ausbrüche in China bremsen die Wirtschaft aus

Neben den Sorgen vor einem globalen wirtschaftlichen Konjunktureinbruch litten die Rohstoffe auch unter den wiederkehrenden Covid-Ausbrüchen in China, die die Wirtschaft aufgrund der strengen Lockdown-Regeln ausbremsen. Mit der Folge, dass die Nachfrage nach Industriemetallen, aber auch nach Basisrohstoffen wie Öl und Gas gesunken ist.

Trotzdem dürfte das Bruttoinlandsprodukt in der Volksrepublik in diesem Jahr um rund drei Prozent zum Vorjahr steigen. Die Weltbank prognostiziert ein Wachstum von 2,8 Prozent. Damit würde China das im März ausgegebene Ziel eines Wirtschaftswachstums um 5,5 Prozent deutlich verfehlen.

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OECD-Bericht zeichnet für Deutschland ein düsteres Bild

Nach Schätzungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD könnte der Wachstumsmotor im kommenden Jahr aber wieder anspringen. Hier prognostiziert die Organisation ein Plus von 4,6 Prozent, während die Aussichten für andere Länder wie Deutschland und Großbritannien sehr viel düsterer aussehen.

Für Deutschland rechnet die OECD mit einem Rückgang des BIP um 0,3 Prozent, für Großbritannien mit einem Rückgang um 0,4 Prozent. Das globale Wirtschaftswachstum soll im kommenden Jahr bei 2,2 Prozent liegen und damit deutlich geringer ausfallen als vor dem Krieg prognostiziert.

Die Wirtschaftsflaute in China und drohende Rezessionen in vielen westlichen Volkswirtschaften bergen für diverse Rohstoffe einige Risiken. Allerdings könnte dies bereits in den Korrekturen eingepreist worden sein. Und der nächste Wachstumszyklus kommt bestimmt.

Rohstoffe physisch erwerben oder über ein ETF

Wer in Rohstoffe investieren möchte, hat mehrere Optionen. Zunächst gibt es die Möglichkeit, den entsprechenden Rohstoff zum Spotpreis zu erwerben. Für die meisten Anleger dürfte es sich jedoch teuer und unpraktisch sein, Rohstoffe physisch zu lagern.  Deutlich günstiger ist der Kauf eines Rohstoff-ETFs.

Mit börsengehandelten Indexfonds,  kurz ETFs, können Anleger entweder indirekt in Rohstoffe investieren oder eine direkte Investition über Rohstoff-Futures tätigen. Bei der indirekten Variante wird in Unternehmen investiert, die sich in der Exploration, dem Abbau, der Verarbeitung und der Raffination von Rohstoffen betätigen. Der Haupterlös dieser Firmen beruht in der Regel auf Einnahmen aus dem Verkauf von Rohstoffen. Daher korreliert die Performance der Aktien auch stark mit der Preisentwicklung der zugrundeliegenden Rohstoffe.

So profitieren Unternehmen, die in der Kupferproduktion tätig sind, auch von steigenden Kupferpreisen, da es hierdurch Zuwächse auf der Einnahmenseite gibt und die Margen verbessert werden können. Konsequenterweise steigen bei höheren Rohstoffpreisen auch die Aktienkurse der entsprechenden Unternehmen. Für den umgekehrten Fall gilt, dass sinkende Rohstoffpreise in der Regel auch zu fallenden Aktienkursen führen.

Mit ETFs in Rohstoff-Futures investieren

Mit dem Invesco Bloomberg Commodity UCITS ETF tätigen Anleger ein diversifiziertes Rohstoffinvestment über den Kauf von Rohstoff-Futures. Es enthält bis zu 24 Einzelrohstoffe aus den Bereichen Energie, Getreide, Agrarrohstoffe, Lebendvieh, Edelmetalle und Industriemetalle. Der ETF wurde im Jahr 2018 in Irland aufgelegt und hat eine jährliche Gesamtkostenquote (TER) von 0,24 Prozent. Erträge werden nicht ausgeschüttet, sondern in den ETF reinvestiert. Im laufenden Jahr erreicht der ETF eine positive Performance von fast 16 Prozent.

L+G-L+G ALL COMMODITIES Chart
1T
1W
3M
6M.
1J
5J
max

Noch besser schneidet der L&G All Commodities UCITS ETF ab, der ebenfalls aus Irland stammt, mit 0,15 Prozent p.a. aber noch eine geringere Gesamtkostenquote (TER) aufweist. Der Index bietet Anlegern Zugang zu 20 Rohstoff-Futures und erreicht im laufenden Jahr eine sehr starke Performance von mehr als 30 Prozent. Auch hier werden Erträge thesauriert.

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