x
Finanztrends App Icon
Finanztrends App Kostenlos herunterladen! Jetzt bei Google Play

EON-Aktie: Das „riecht“ nach Schnäppchen, oder?

Die EON-Aktie wurde dieses Jahr deutlich abgestraft. Sie sollten die Aktie nicht aus den Augen verlieren. Denn da gibt es eine Gelddruckmaschine bei EON!

Auf einen Blick:
  • EON verkauft nur noch Ökostrom
  • Merit-Order-Prinzip schafft Übergewinne
  • Ökostrom mit gigantischer Marge

Liebe Leserin, lieber Leser,

haben Sie aktuell noch einen laufenden Vertrag mit Ihrem Stromanbieter? Wenn ja, spreche ich Ihnen meinen herzlichen Glückwunsch aus! Denn wenn dieser Vertrag endet, wird es mit hoher Sicherheit sehr unerfreulich. Ich persönlich bin noch in so einem Vertrag, der im September des kommenden Jahres auslaufen wird. Aktuell kann ich mich noch über einen Kilowattstundenpreis von unter 25 Eurocent freuen. Die Begeisterung sinkt aber rapide, wenn ich sehe, dass Neukunden bei meinem Anbieter aktuell 71 Cent berappen müssen. Das ist umso ärgerlicher, weil der Anbieter zu 100% Strom aus regenerativen Quellen liefert.

Deswegen ist auch Öko-Strom so teuer

Bis 1998 war der Strompreis in Deutschland streng reglementiert. Regionale Unternehmen erzeugten den Strom, der dann von den Stadtwerken verteilt wurde. Faktisch waren alle Verbraucher damit Kunden der Stadtwerke. Im gleichen Jahr wurde der Markt geöffnet und führte zu einer Vielzahl von Anbietern, die jeweils die Preise selbst kalkulierten. Die Idee war, dass die Konkurrenz zu besseren Preisen für die Verbraucher führen sollten. Um den Strompreis zu ermitteln, wurde dieser seitdem an der Strombörse gehandelt. Mit dem Aufkommen der regenerativen Energien wurde das „Merit-Order-Prinzip“ eingeführt. Grob gesagt richtet sich der Strompreis seitdem nach dem Preis, den der Anbieter fordert, der die höchsten Kosten bei der Stromerzeugung hat. Das war bis vor wenigen Monaten auch kein großes Problem und machte durchaus Sinn. Denn die Erzeugung mit Hilfe fossiler Energieträger war günstig. Durch den Ukraine-Konflikt jedoch ist Erdgas, das auch in Kraftwerken verfeuert wird, alles andere als preiswert. Und diese Kraftwerke bestimmen weiter den Strompreis. Das hat zur Folge, dass Anbieter von regenerativ erzeugtem Strom ebenso teurer werden, obwohl ihre Produktionskosten nicht gestiegen sind.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei EON?

Regenerative Energien entwickeln sich zur Gelddruckmaschine

So kostet die Gewinnung einer Kilowattstunde Strom durch Windenergie aktuell zwischen rund 4 und 8,3 Eurocent pro Kilowattstunde. Als Verbraucher sehen Sie diese Zahlen natürlich nicht. Sie können nach Ende des alten Vertrages eher mit Kosten um 50 bis 90 Cent rechnen. Dass dieses System in der aktuellen Lage mehr als dumm ist, brauche ich wohl nicht gesondert zu betonen. Aber es hat wenigstens einen Vorteil. Denn Stromproduzenten, die einen nennenswerten Anteil an regenerativen Energien haben, profitieren massiv von den hohen Preisen.

EON: Stark bei Ökostrom

Seit dem 30.11.2021 erhalten Neukunden bei EON ausschließlich Ökostrom aus regenerativen Quellen. Allein von November 2020 bis Ende Februar 2021 wurden bereits 70 Milliarden Kilowattstunden aus regenerativen Quellen ins Netz eingespeist. Mit einem stetig wachsenden Anteil profitiert EON von den aktuell abstrus hohen Strompreisen. Das sollte sich auch mittelfristig in den Bilanzen eindrucksvoll zeigen. Kurzfristig war davon allerdings noch nichts zu sehen.

Sollten Sie die EON-Aktie jetzt kaufen?

EON Aktie Chart
1T
1W
3M
6M.
1J
5J
max