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E.ON-Aktie: Wasserstoff und LNG – so wichtig ist der Konzern für Deutschland!

E.ON ist ein Wegbereiter der Energiewende und eine wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft. Das zeigen diese Beispiele mehr als deutlich.

Liebe Leser,

Wasserstoff ist die Zukunft. Daran gibt es aktuell kaum einen Zweifel. Schließlich kann der klimaschonende Energieträger Industrie und Mobilität dekarbonisieren und perspektivisch die Wirtschaftlichkeit aufrechterhalten.

Als Anleger haben Sie etliche Möglichkeiten in den Wasserstoffsektor zu investieren. Heute soll ein Unternehmen im Mittelpunkt stehen, das gemeinhin eher weniger mit diesem Rohstoff in Verbindung gebracht wird. Namentlich: E.ON.

E.ON und EverWind planen Wasserstoffbrücke nach Deutschland

Der deutsche Energiekonzern hat nämlich vor wenigen Tagen eine wegweisende Kooperation in die Wege geleitet, die die deutsche Wirtschaft auf Zukunft trimmt. Im Rahmen der Kanada-Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz hat E.ON mit dem kanadischen Wasserstoffprojektierer EverWind Fuels eine Absichtserklärung (MoU) unterzeichnet.

Demnach wollen die Partner bereits ab 2025 sogenannten „grünen“ Ammoniak im großen Stile per Schiff nach Deutschland liefern. Das Ammoniak soll aus einer Produktionsanlage von EverWind in Point Tupper (Provinz Nova Scotia) stammen. Pro Jahr planen E.ON und EverWind die Lieferung von 500.000 Tonnen an „grünem“ Ammoniak.

„Grüner Ammoniak“: der Wasserstoff-Speicher

Aber was hat das jetzt mit Wasserstoff zu tun? Nun, ganz einfach: Das Ammoniak besteht nämlich aus Stickstoff und Wasserstoff. Wird der dafür nötige Wasserstoff wiederum mittels Elektrolyse aus Erneuerbaren Energien erzeugt, bekommt das Ammoniak das Prädikat „grün“.

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„Grüner“ Ammoniak ist also nichts anderes als ein Wasserstoff-Speicher. Das chemische Gemisch kann dann als Grundchemikalie eingesetzt werden, aber auch als Brennstoff. Bei der Verbrennung etwa setzt aus „grünem“ Wasserstoff synthetisiertes Ammoniak lediglich Stickstoff und Wasser frei. Dieser Ammoniak ist somit klimaneutral.

Klar: Die Umwandlung von Öko-Strom in Wasserstoff und dann zu Ammoniak geht mit erheblichen Verlusten des Wirkungsgrades einher. Trotzdem gilt Ammoniak als Zukunftslösung. Das hat damit zu tun, dass das chemische Gemisch wesentlich einfacher zu handhaben ist als reiner Strom und reiner Wasserstoff.

So lässt sich Ammoniak einfach per Schiff oder Pipeline transportieren. Wegen seiner geringen Entflammbarkeit ist die Explosionsgefahr zudem niedriger als bei Wasserstoff. Und da Ammoniak einen relativ niedrigen Dampfdruck vorweisen kann, sind die Anforderungen zur Speicherung in Lagertanks geringer.

Scholz lobt Projekt von E.ON und EverWind

Nun aber zurück zu E.ON und EverWind: Die Anlage der Kanadier an der Atlantikküste soll nach Inbetriebnahme eine der weltweit ersten sein, die „grünes“ Ammoniak synthetisiert. Das Projekt befindet sich nämlich derzeit bereits in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium.

Bundeskanzler Scholz hatte die Vereinbarung zwischen den beiden Konzernen ausdrücklich gelobt und betont, dass diese die nachhaltige Energieversorgung Deutschlands prägen werde. Tatsächlich bleibt Deutschland auch kaum eine andere Wahl, als im Ausland Wasserstoff einzukaufen.

Der Grund: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien geht hierzulande so schleppend voran, dass Deutschland Unterstützung braucht. Der Wasserstoff bzw. der Ammoniak ist im Prinzip nichts anderes als ein Speicher für Öko-Strom. Über die nun geplante Wasserstoffbrücke soll also unter anderem die Energie des kanadischen Windes nach Deutschland gebracht werden.

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Für E.ON ist das freilich eine hervorragende Chance. Mit Unterstützung der Politik dürfte der Konzern hier ordentliche Umsatzimpulse einfahren und sich gleichzeitig noch unverzichtbarer machen.

E.ON ist auch am LNG-Boom beteiligt

Dabei ist die Kooperation mit den Kanadiern nur ein Teil des Gesamtbildes. Auch beim inzwischen sehr wichtigen Flüssigerdgas (LNG) spielt E.ON eine große Rolle und trägt damit zur Energiesicherheit Deutschlands bei. So hatte der Essener Konzern vor wenigen Tagen eine Partnerschaft mit der Energiefirma Tree Energy Solutions und dem Versorger Engie geschlossen.

Zusammen wollen die Unternehmen die fünfte schwimmende Speicher- und Regasifizierungsanlage (FSRU) in Deutschland entwickeln und realisieren – abermals mit Rückendeckung der Politik.

Bei FSRU handelt es sich um Prinzip um gigantische Tanker, die als kurzfristige Alternative zu stationären LNG-Terminals fungieren. Diese Schiffe werden in der Nähe eines Hafen festgemacht und können Flüssigerdgas aufnehmen, speichern und wieder verdampfen, damit das Gas schließlich in das konventionelle Netz eingespeist werden kann.

Neben den FSRU-Schiffen ist E.ON freilich auch beim Bau der stationären LNG-Standorte beteiligt – zum Beispiel am geplanten Terminal in Wilhelmshaven.

E.ON-Aktie braucht gute Nachrichten

Sie sehen also: E.ON spielt für Deutschlands Wirtschaftszukunft eine zentrale Rolle. Das verschafft der Aktie langfristiges Potenzial. Etwas, das der Titel derzeit allemal gebrauchen kann, wie Sie dem folgenden Chart entnehmen können:

EON Aktie Chart
1T
1W
3M
6M.
1J
5J
max