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E.ON-Aktie: Wasserstoff-Boost – ausgerechnet mit Skandal-Firma Nikola!

E.ON will bei der Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs helfen. Im Mittelpunkt: Nikola, Wasserstoff und die Brennstoffzellen.

Auf einen Blick:
  • Brennstoffzellen gelten gerade im Schwerlastverkehr als Alternative
  • Jetzt hat E.ON mit Nikola hierzu eine Kooperation geschlossen
  • Für die Skandal-Firma Nikola ist das ein wichtiger Vertrauensbeweis

Neue Kooperation für E.ON: Wie der deutsche Energiekonzern kürzlich bekannt gab, werde man mit dem US-Unternehmen Nikola zusammenarbeiten, um die Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs voranzubringen.

E.ON und Nikola wollen Wasserstoff-Infrastruktur für Brennstoffzellen forcieren

Demnach planen die Partner die Gründung eines Joint-Ventures, das Kunden eine integrierte Mobilitätslösung bieten soll. Im Mittelpunkt: die Nutzung von Wasserstoff. Ziel sei es, die Vorteile von Brennstoffzellen zu fördern – und zwar zu einem Preis, der in Bezug auf die Gesamtbetriebskosten nicht höher sei als der von Diesel. So wollen E.ON und Nikola Wasserstoff an stationären und mobilen Betankungsstellen verfügbar machen.

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„Unsere Partnerschaft mit Nikola und die geplante Gründung des Joint Ventures sind dafür hervorragende Beispiele. Wir können unser Knowhow im Wasserstoffbereich einbringen und dazu beitragen, dass viele Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Nikola ist für uns ein idealer Partner, teilen wir doch die gleiche Vision: Innovative, wegweisende Lösungen zu entwickeln, um eine grünere, nachhaltige Umwelt für unsere Kunden und die Gesellschaft zu schaffen“, betonte E.ON-Manager Patrick Lammers.

Schwere Trucks: Brennstoffzelle vs. Batterieantrieb

Tatsächlich gilt der Wasserstoffantrieb gerade im Schwerlastverkehr als eine gangbare Alternative zu einem reinen Batterieantrieb. Der Grund: Brennstoffzellen-LKWs haben das Potenzial, eine größere Reichweite zu erzielen, ohne dass sich deren Gewicht wesentlich erhöht.

Bei reinen E-Trucks müssen für weite Strecken entweder mehr Tankstopps eingelegt werden oder noch größere, sehr schwere Batterien eingebaut werden, die die Nutzlast der Fahrzeuge für den Warentransport verringern.

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Nikola-Skandal: E.ON-Kooperation ist wichtiger Vertrauensbeweis

Zur Einordnung: Der neue E.ON-Partner Nikola stand in den letzten Jahren erheblich unter Druck. Inzwischen muss sich der ehemalige Firmenchef und Gründer Trevor Milton in den USA vor einem Gericht verantworten. Offenbar hatte Milton die Nikola-Aktionäre mit irreführenden Aussagen und falschen Daten geködert und so manipuliert, dass der Aktienkurs in die Höhe schoss.

Mittlerweile gibt sich das Management von Nikola deutlich zurückhaltender und will verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Dass ein Großkonzern wie E.ON nun auf Nikola setzt, dürfte für die US-Amerikaner deshalb umso wichtiger sein.

EON Aktie Chart
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