Discount-Zertifikate: Diese Fakten müssen Sie kennen!

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Liebe Leserin, lieber Leser,

im ersten Teil des Artikels über Discount-Zertifikate habe ich Ihnen die prinzipielle Wirkungsweise dieser Derivate vorgestellt. Dieser erste Teil ist am Ende dieses Artikels nochmals verlinkt.

So bieten die Zertifikate Gewinnchancen bei stagnierenden und sogar leicht fallenden Kursen des Basiswertes. Allerdings ist die Deckelung der Gewinne ebenso ein essentielles Element.

Heute soll es erst einmal um Fallstricke gehen, die Ihnen beim Handeln von Discount-Zertifikaten drohen können.

Laufzeit und Andienung

Beginnen wir mit etwas scheinbar Trivialem. Jedes Discount-Zertifikat weist eine Laufzeit auf. Am Ende folgt der Bewertungstag. Liegt der Kurs des Basispreises oberhalb des Caps des Zertifikates, erfolgt ein Barausgleich. Das ist die für Sie als Anleger einfachste ein von der Rendite her beste Variante.

Das Zertifikat läuft einfach aus und Sie erhalten wenige Tage später das Geld auf dem Konto des Depots gut geschrieben.

Andienung: Plötzlich Aktienbesitzer

Notiert der Basiswert allerdings am Bewertungstag unterhalb des Caps des Discount-Zertifikat, erhalten Sie die entsprechenden Aktien ins Depot eingebucht. Dieser Vorgang ist für Sie in der Regel nicht mit weiteren Handelsgebühren verbunden.

Deswegen sollten Sie Ihr Depot auch beim Handel mit Discount-Zertifikaten regelmäßig kontrollieren. Sollten Sie nämlich kein Interesse daran haben, Ihr Kapital in den entsprechenden Aktien zu binden, sollten Sie das Zertifikat gegen Laufzeitende verkaufen.

Achtung: Das Andienen geschieht in der Regel nur bei Discount-Zertifikaten auf Aktien. Bei einem Discounter auf Indizes und Rohstoffe erfolgt in der Regel am Bewertungstag immer ein Barausgleich.

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Volatilität: Kursbeeinflussung scheinbar aus dem Nichts

Im ersten Teil ging ich auf die Konstruktion eines Discount-Zertifikates ein. Hier spielen Optionen eine entscheidende Rolle. Kurse von Optionen richten sich unter anderem auch nach der Schwankungsbreite des Basiswertes. Konkret: Je stärker ein Basiswert schwankt, desto höher notieren die dazu gehörenden Optionen.

Bei der Konstruktion eines Discount-Zertifikates werden Optionen verkauft. Für Sie als Inhaber des Zertifikates bedeutet das: Steigt die Schwankungsbreite (Volatilität) des Basiswertes an, steigt der Kurs der verkauften Optionen im Gleichschritt.

Da diese ja verkauft wurden, belastet das den Kurs des Zertifikates. So kann es Ihnen passieren, dass das Zertifikat bei einem gleichen Kurs des Basiswertes nach einigen Tagen starker Schwankungen deutlich niedriger notiert.

Sie sollten also keinesfalls Ihren Stopp direkt auf das Zertifikat legen. Richten Sie sich zur Stopp-Auslösung nur nach dem Basiswert. So vermeiden Sie, dass Sie in einer Phase höherer Volatilität „unglücklich“ ausgestoppt werden!

Das Thema „Stopp“ bei dieser Anlageklasse

Und da sind wir schon beim wichtigen „Stopp“. Der eine oder andere Anleger wiegt sich beim Kauf eines Discount-Zertifikates in trügerischer Sicherheit.

Auch wenn diese Zertifikate einen eingebauten Sicherheitspuffer haben, schützen Sie nur mangelhaft, wenn der Basiswert massiv fällt.

Ein treffendes Beispiel aus der nahen Vergangenheit ist der Skandal um Wirecard. Hier kam es zum faktischen Totalverlust bei den Aktien und ebenso bei den Discount-Zertifikaten. Deswegen mein dringender Rat:

Stopp-Setzung: Clever vorgehen

Aus dem oben beschriebenen Einfluss der Volatilität auf den Kurs des Zertifikates sollten Sie Ihren Stopp direkt am Basiswert ermitteln.

Viele Broker bieten mittlerweile die „Conditional-Order“ an. Mit diesem Ordertyp können Sie festlegen, dass das Zertifikat verkauft wird, wenn der Basispreis eine von Ihnen festgelegte Schwelle, den Stopp, erreicht.

Sollte Ihr Broker, diese Orderart nicht anbieten, ist das auch kein Drama. Sie sollten hier jeden Tag nach Börsenschluss einen Blick auf den Schlusskurs des Basiswertes werfen. Liegt dieser unter dem von Ihnen festgelegten Stopp, können Sie das Zertifikat für den kommenden Tag zum Verkauf stellen.

Mein Fazit zum Thema Stopp: Auch wenn Discount-Zertifikate einen gewissen Sicherheitspuffer im Tausch gegen einen Teil der möglichen Rendite bieten, sollten Sie immer mit einem Stopp beim Basiswert arbeiten!

Die Volatilität bestimmt den Kaufzeitpunkt mit!

Ich muss noch einmal auf die Volatilität zu sprechen kommen. Zur Erinnerung: Liegt eine hohe Schwankungsbreite des Basiswertes vor, wird das Discount-Zertifikat günstiger.

Kaufen nach dem Rücksetzer

So bietet es sich an, den Chart des ausgewählten Basiswertes genau zu beobachten. Hat zum Beispiel eine Aktie einen Rücksetzer hinter sich, der aber keine wichtigen Unterstützungen „gerissen“ hat, bietet das in der Regel einen guten Kaufzeitpunkt.

Die Volatilität ist hoch und damit der Kurs des Zertifikates niedrig. Wenn Sie nun kaufen und sich die Aktie stabilisiert und zumindest seitwärts läuft, sinkt die Volatilität. Das Zertifikat gewinnt dadurch direkt an Wert.

Nicht kaufen beim „Raketenstart“

Geht allerdings der Basiswert gerade durch die Decke, sollten Sie kein Discount-Zertifikat kaufen. Denn schnelle und kräftige Kursanstiege in Form einer „Kursrakete“ führen zu einem Absinken der Volatilität.

Und das wiederum lässt den Kurs des Discount-Zertifikates ansteigen. Sie kaufen also in diesem Moment schlichtweg zu teuer.

Beim ersten Rücksetzer der Aktie, der nach einem solchen Sturmlauf zwangsläufig kommt, wird das Discount-Zertifikat im schlechtesten Fall mehr als die Aktie selber verlieren.

Ich hoffe, ich konnte Sie an dieser Stelle neugierig auf Discount-Zertifikate machen. Gerade für den konservativeren Investor ohne Zugang zum Terminmarkt bieten diese eine sinnvolle Alternative zum Direktkauf der Aktien. Allerdings noch eine Tatsache, die für den einen oder anderen Investor entscheidend sein kann:

Die Dividenden der Aktien gehen in die Preisberechnung des Zertifikates ein. Als Besitzer eines Discount-Zertifikates sind Sie nicht direkt dividendenberechtigt!

Wenn Sie den ersten Teil des Artikels zu Discount-Zertifikaten noch einmal nachlesen möchten, finden Sie ihn unter:

Discount-Zertifikate: Mehr verdienen bei begrenztem Gewinn!

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Herzlichst

Ihr Jörg Mahnert

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Thyron77  @Deja-vu Gestern
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