Die Weltwirtschaft versinkt in einem Meer von Schulden

Wenn die Schulden immer weiter steigen, wird die unbegrenzte Geldmengenvermehrung die Folge sein. Physisches Gold und Silber sind eine Möglichkeit, sich gegen den Geldwertschwund zu versichern.

SCHULDENPYRAMIDE WÄCHST

Die weltweiten Schulden haben nach Einschätzung des Institute of International
Finance (IIF) im dritten Quartal 2020 die Marke von 272 Billionen US-Dollar überstiegen – ein Anstieg um 15 Billionen US-Dollar gegenüber dem Vorjahr; für das
Gesamtjahr 2020 wird mit einem Anschwellen der Schulden auf 277 Billionen
US-Dollar gerechnet. Die globale Verschuldung beliefe sich dann auf etwa 365
Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Man kann sich dem Eindruck nicht
erwehren, dass die Weltwirtschaft in einem Meer von Schulden versinkt. Was
treibt diese Entwicklung an?

Alle Volkswirtschaften der Welt haben sich auf ein ungedecktes Geldsystem
(auch: Fiat-Geldsystem) eingelassen. Staatliche Zentralbanken in enger Kooperation mit Geschäftsbanken weiten die Geldmenge per Kreditvergabe aus; es handelt sich hierbei sprichwörtlich um Geldschaffen aus dem Nichts. Eine Folge des ungedeckten Geldes ist, dass die Verschuldung schneller anwächst, als die Wirtschaftsleistung zunimmt. Der Weg in immer mehr Schulden, in die Überschuldung, ist damit quasi vorgezeichnet.

Eine weitere Folge des ungedeckten Geldes sind Finanz- und Wirtschaftskrisen.
Sie werden regelmäßig „bekämpft“, und zwar indem die Zentralbanken dafür
sorgen, dass noch mehr Kredit und Geld in Umlauf gebracht wird – indem sie
zum Beispiel die Zinsen drastisch absenken und Schuldpapiere im Markt aufkaufen. Die Phasen, in denen Produktion und Beschäftigung einbrechen, beschleunigen daher den Weg in die Überschuldung. Das lässt sich im Zuge der politisch diktierten Lockdown-Krise gut beobachten.

Als Reaktion auf die Verbreitung des Coronavirus haben viele Regierungen die
Volkswirtschaften stark abgebremst, zeitweise sogar fast zum Stillstand gebracht. Das hätte dem ungedeckten Geldsystem den Todesstoß versetzen können. Die Schuldenpyramide wäre angesichts schwindender Wirtschaftsleistung zusammengebrochen, hätten die Zentralbanken nicht drohende Zahlungsausfälle auf breiter Front abgewehrt.

Die durch die politisch diktierte Lockdown-Krise verursachten Einkommens- und
Umsatzverluste werden nun durch neue Staatsschulden beziehungsweise neu
geschaffenes Geld bezahlt. Zudem sehen sich viele Unternehmen gezwungen,
ihre Verschuldung zu erhöhen, um ihre Liquidität und Betriebstätigkeit durch
die Krisenphase hindurch zu erhalten. Neben steigender Kreditaufnahme trägt
vor allem auch die gesunkene Wirtschaftsleistung zu einer steigenden Verschuldungsquote der Volkswirtschaften bei.

KONJUNKTUR ERHOLT SICH

Weltweit zeigen die Wirtschaftsdaten eine konjunkturelle Erholung, die ab etwa
Mai des letzten Jahres eingesetzt hat. Die Gefahr ist nun allerdings, dass Regierungen als Reaktion auf die Coronavirus-Verbreitung an der Lockdown-Strategie
festhalten und so die Aufschwungtendenzen abbremsen oder gar wieder zu Fall
bringen.

Die vielfach geäußerte Erwartung, das Jahr 2021 werde einen fulminanten Aufschwung bringen, ist daher mit Vorsicht zu werten; das Enttäuschungspotential ist erheblich. In jedem Fall wird es sich um einen künstlichen Aufschwung handeln, getragen von neuen Staatsschulden und neu geschaffenem Geld. Er wird neuerliche Fehlentwicklungen (wie Überkonsum und Investitionsflops) bringen.

Indem sie die Zinsen auf beziehungsweise unter die Nulllinie drücken, verbilligen
die Zentralbanken nicht nur die Kredite. Sie sorgen auch für Markt- und Preisverzerrungen. Beispielsweise blähen sich die Preise für Vermögen (Aktien, Häuser Grundstücke etc.) auf und ermuntern zu auf Pump finanzierten Konsum und Investitionsausgaben, die bei ungestörten Zinsverhältnissen so nicht stattfinden würden. Auf diese Weise wird ein „Scheinboom“ in Gang gesetzt, dessen Fortführung an der Beibehaltung der gedrückten Zinsen hängt.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Zentralbanken – auch wenn die Konjunkturen sich im laufenden Jahr erholen sollten – die Zinsen extrem niedrig halten und zudem jede Störung in den Kreditmärkten vehement bekämpfen werden.

Das wiederum erfordert es, immer mehr Geld bereitzustellen. Ein Ausstieg aus
dieser problematischen Dynamik ist nicht absehbar. Das Problem: Die Volkswirtschaften gewöhnen sich an extrem niedrige Zinsen und eine anschwellende Geldmenge, so dass ein Ausstieg aus dieser Politik immer schwieriger wird.

Eine konjunkturelle Verbesserung der Weltwirtschaft sollte nicht die Sicht verstellen auf ein „Damoklesschwert, das über den längerfristigen Entwicklungsperspektiven der Volkswirtschaften hängt: Es ist nicht gesichert, ob das Fundament, das den Wohlstand des Westens in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat, erhalten bleibt, ob es nicht der Renaissance kollektivistischersozialistischer Ideologien zum Opfer fällt; ob das Wenige, was noch von der freien Marktwirtschaft übrig geblieben ist, nicht auch noch unter die Räder
kommt. (Siehe dazu auch den nachstehenden Kasten.)

PREISINFLATION WIRD STEIGEN

Abb. 3 zeigt die Entwicklung der Geldmenge und der Konsumgüterpreise in der
OECD von Anfang 1980 bis Ende 2019. Wie zu erkennen ist, bestand zwischen
beiden Serien ein positiver und recht enger Zusammenhang. So gesehen lässt
die bereits erfolgte massive Ausweitung der Geldmenge im Zuge der Lockdown Krise einen (künftigen) Güterpreisauftrieb erwarten – der sich in steigenden Konsum- und/oder Vermögenspreisen zeigt. Der Kaufkraftverlust von US-Dollar, Euro und Co wird demnach an Fahrt gewinnen. Warum aber ist bislang noch kein stärkerer Güterpreisauftrieb zu beobachten?

In der Lockdown-Krise ist die gesamte Nachfrage eingebrochen, die Arbeitslosigkeit ist drastisch angestiegen, und Unternehmen haben Investitionen aufgeschoben. In diesem Umfeld ist die Sparquote gestiegen, das neu geschaffene Geld wird zu großen Teilen auf den Konten gehalten, nicht verausgabt (im Fachjargon sagt man: Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes nimmt ab). Es zeigt sich daher noch keine Beschleunigung der Konsumgüterinflation. Das aber ist kein Grund zur Entwarnung. Zum einen sorgt der „Geldmengenüberhang“ bereits für Vermögenspreisinflation.

Zum anderen wird die verbesserte Konjunkturlage früher oder später die Menschen zu einer Verringerung ihrer Kassenhaltung veranlassen. Das ist der Zeitpunkt, an dem der „Geldmengenüberhang“ nachfragewirksam und damit auch preiswirksam auf der Konsumgüter- und/oder Produktionsgüterebene wird.

Weiterhin ist zu beachten: Nicht alle Menschen kommen in den Genuss der
„großen Geldmengenausweitung“. Am Ende werden vielmehr einige wenige
viel neues Geld auf ihren Konten haben, und viele werden wenig haben oder
leer ausgehen.

Die große Geldmengenausweitung, für die die Zentralbanken sorgen, ist nicht
für alle gleichermaßen vorteilhaft. Im Grunde wirbelt sie die Einkommensverhältnisse der Gesellschaften durcheinander, schafft dabei Gewinner und Verlierer. Das ist ein großes gesellschaftliches Problem, denn es ist damit zu rechnen, dass die Zentralbanken die Geldmengen weiter kräftig ausweiten werden, insbesondere um die öffentlichen Haushaltsdefizite zu finanzieren. Der Aufwärtsdruck auf die Konsum- und/oder Vermögenspreise ist dabei ein politisch durchaus erwünschter Nebeneffekt.

Denn schwindet die Kaufkraft des Geldes, entschuldet sich der Staat auf Kosten
der Sparer und Kreditgeber. Allerdings ist diese Politik der Inflationierung nicht
ungefährlich, weil sie sich nur schwer oder gar nicht dosieren lässt.

Die Sache kann leicht aus dem Ruder geraten – und zwar dann, wenn die Menschen das
Vertrauen in das Geld verlieren und beginnen, aus dem Geld zu fliehen. Es kann
dann – im Extremfall – zu einer Hoch- oder Hyperinflation kommen, die zu einer
drastischen Entwertung oder gar Zerstörung des ungedeckten Geldes führt.

Man sollte allerdings die Beharrungskräfte des ungedeckten Geldsystems nicht
unterschätzen. Das gilt insbesondere auch für die List und Tücke der Zentralbankräte, wenn es gilt, neue Maßnahmen zu ersinnen, um das System über Wasser zu halten. Das ungedeckte Geldsystem ist zweifelsohne eine üble Sache, bei der bis auf weiteres aber ein Schrecken ohne Ende vermutlich doch wahrscheinlicher ist als ein Ende mit Schrecken. Die Preisinflation müsste schon extrem hoch ausfallen, dass die Menschen das ungedeckte Geld fallen lassen.

AUF GOLDGELD SETZEN

Bevor wir einen Blick nach vorn werfen, sei noch ein kurzer Blick zurück gestattet. In der Zeit 1970 bis 2020 ist der Goldpreis (USD/oz) um jahresdurchschnittlich 9,9 Prozent gestiegen, in der Zeit 2000 bis 2020 um 10 Prozent. Das ist eine langfristige Renditeentwicklung, die sich sehen lassen kann: Der US-Aktienmarkt (Kurse plus Reinvestition der Dividenden) ist in diesem Zeitraum um jahresdurchschnittlich etwa 11 Prozent gestiegen (vor Steuern). Natürlich waren die Goldpreissteigerungsraten durchaus wechselhaft, aber in der langen Frist lag der Goldpreiszuwachs deutlich über der allgemeinen Teuerungsrate.

Gold wird – allen anders lautenden Einschätzungen zum Trotz – nach wie vor „geldnah“ gehandelt, gerade auch als Versicherung gegen die Weltwährung US-Dollar. Im aktuellen Umfeld der Null- und Negativzinsen und der stark wachsenden Geldmengen weist Gold ein attraktives Risiko-Ertragsverhältnis für langfristig orientierte Anleger auf. Denn der Goldpreis scheint derzeit – bei einem Niveau von etwa 1.850 USD/oz – nicht zu teuer zu sein.

Berücksichtigt man die weltweite Geldmengenausweitung, das Zinsniveau und
die Aufschläge in den Kreditmärkten, so wäre derzeit ein Goldpreis von etwa
2.200 USD/oz (mit einer Bandbreite von k 2.500 USD/oz (oben) und 1.900
USD/oz (unten)) gerechtfertigt. So gesehen ist der aktuelle Goldpreis derzeit eher „billig“. Es sei jedoch betont, dass diese Schätzung nur ein grober Anhaltspunkt sein kann über den „richtigen“ Goldpreis, und zwar unter Annahme, dass die Beziehungen, die in der Vergangenheit zwischen dem Goldpreis und den ihn bestimmenden Faktoren stabil geblieben sind.

Ein Wort zur Vorsicht an dieser Stelle: Mittels der hier angewandten Modellrechnung lässt sich zwar die „Lücke“ zwischen geschätzten und tatsächlichem
Preis bestimmen (unter beträchtlicher Unsicherheit sei angemerkt). Was sich auf
diese Weise jedoch nicht ableiten lässt, ist, in welchem Zeitraum die „Lücke“
geschlossen wird.

In jedem Falle ist wichtig für den Anleger, dass er Gold (das gleiche gilt auch für Aktien und Immobilien) nicht zu teuer kauft; und bei der Beantwortung dieser Bewertungsfrage kann es hilfreich sein, unsere Modellberechnung in die Entscheidungsfindung mit einzubeziehen.

Für eine Einschätzung des Goldpreises in der Zukunft ist eine Schätzung der ihn
bestimmenden Faktoren notwendig. Dadurch ergeben sich natürlich neue Unsicherheiten. Unter der Annahme, dass die Geldmenge auch in 2021 mit außergewöhnlich hohen Raten ausgeweitet wird, und dass auch die Zinsen und Kreditprämien in den Märkten niedrig bleiben, hat der Goldpreis gute Chancen, knapp 2.500 USD/oz gegen Ende des Jahres zu erreichen; sehen Sie hierzu bitte auch die Tabelle auf S. 15. Ausgehend von aktuellen Preisen, hat das Gold damit ein erhebliches Steigerungspotential.

Auch wenn die Weltwirtschaft im laufenden Jahr wahrscheinlich wieder anzieht,
so nehmen jedoch die Risiken für das ungedeckte Papiergeldsystem weiter zu:
Die Schuldpyramide wird zusehends fragiler, gerade auch im Hinblick auf ein
längerfristiges Absinken des Potentialwachstums in vielen Volkswirtschaften.

Bis auf weiteres ist absehbar, dass die Zentralbanken immer mehr Kredit und Geld
in Umlauf bringen und immer unverhohlener in das Marktgeschehen eingreifen,
sollte es neue Störungen im Kreditmarkt geben. Ein zentrales Risiko für den Anleger ist daher die Kaufkraftentwertung von US-Dollar, Euro und Co.

SILBER, PLATIN, PALLADIUM

Die positive Preisperspektive für das Gold zeichnet einen Trendverlauf vor, der
auch für die anderen Edelmetallpreise maßgeblich sein dürfte:

■ Silber: Der Silberpreis wird im Jahr 2021 von einer Reihe von Faktoren
profitieren. Zunächst einmal wird er von einem weiter steigenden Goldpreis profitieren:

Die Erfahrung zeigt, dass der Silberpreis über kurz oder lang richtungsmäßig dem Goldpreis folgt. Zudem spricht die Verbesserung der industriellen Nachfrage, begleitet von einer eingeschränkten Angebotsseite, ebenfalls für höhere Silberpreise. Darüber hinaus hat der Silberpreis in den letzten zwei Jahren davon profitiert, dass die Anleger ihr
Silberengagement zunehmend über Exchange Traded Products (ETPs) ausgebaut haben.

Dieser Trend wird sich wahrscheinlich fortsetzen – insbesondere im Niedrigzinsumfeld bieten Silber ETPs institutionellen Anlegern Rendite- und Diversifizierungsmöglichkeiten. Und nicht zuletzt dürfte auch die Nachfrage nach physischem Silber in Form von Barren und Münzen anziehen – ein Trend, der voraussichtlich an Dynamik gewinnen wird, sobald Sparer die Kombination aus extrem niedrigen Zinssätzen und steigenden Güterpreisen zu spüren bekommen.

■ Platin: Die Aussichten einer sich erholenden Weltwirtschaft sollten sich
positiv auf Platin auswirken, das hauptsächlich für Autokatalysatoren und industrielle Zwecke verwendet wird.

Die anhaltende Coronapandemie in Südafrika stellt neben Schachtschließungen und Stromknappheit ein erhebliches Risiko für die Platinangebotsseite dar. Zudem ist zu beachten, dass Palladium seit 2016 einen drastischen Preisanstieg verzeichnen konnte, während der Platinpreis dahinter zurückblieb. Das legt die Vermutung nahe, dass Platin gegenüber Palladium unterbewertet ist, insbesondere im Hinblick auf sein Potential, Palladium in einigen Autokatalysatoranwendungen zu ersetzen.

Darüber hinaus ist zu erwarten, dass der Platinpreis von einer sich erholenden Nachfrage
nach Platinschmuck und einer steigenden Nachfrage nach börsengehandelten Platinprodukten (ETPs) profitieren wird.

■ Palladium: Der Preis für Palladium ist seit Anfang 2016 stark angestiegen,
insbesondere im Vergleich zum Platinpreis. Der steigende Palladiumpreis war hauptsächlich auf den zunehmenden Einsatz von Palladium in Benzinfahrzeugen in Europa und China zurückzuführen. Während die Nachfrage nach industriellem Palladium in 2020 unter der politisch diktierten Lockdown-Krise litt, wird die zyklische Erholung der Weltwirtschaft in 2021 wahrscheinlich die Nachfrage nach Palladium über ihrem Angebot halten, und
das spricht für höhere Palladiumpreise.

Angesichts der steigenden „Preislücke“ zwischen Palladium und Platin dürfte jedoch irgendwann ein „Substitutionseffekt“ eintreten, der die Aufwärtsbewegung des Palladiumpreises einschränkt. Insbesondere angesichts der Preisschwäche von Platin in den letzten Jahren dürfte die Nachfrage der Anleger nach Palladium-ETPs begrenzt bleiben. Unwahrscheinlich ist es, dass Palladium seine „Outperformance“ in 2021 fortsetzt.

INVESTIERT BLEIBEN

Es stellt sich letztlich die grundsätzliche Frage: Soll man überhaupt noch im Finanzmarkt investiert sein? Diese Frage ist zweifelsohne berechtigt angesichts
der immer weiter anschwellenden globalen Verschuldung und der damit einhergehenden Konsequenzen.

Nicht wenige Marktbeobachter befürchten ein baldiges Zusammenbruchszenario („Crash“). Das ist zwar in der Tat nicht auszuschließen. Aber es ist nicht das einzig denkbare Szenario. Und angesichts des immer weiter vordringenden Staates ist die Wahrscheinlichkeit für einen unmittelbar bevorstehenden Crash vermutlich geringer als man meinen könnte.

Es gibt eine beträchtliche Wahrscheinlichkeit dafür, dass den Regierenden und
Regierten letztlich kein Preis zu hoch sein wird, einen drohenden Papiergeldund Systemkollaps abzuwenden durch einen unbegrenzten „Bail Out“.

Er wird vollzogen, indem zum Beispiel die Daumenschrauben der finanziellen Repression
noch stärker angezogen werden (Stichwort: Negativzins); man gibt Helikoptergeld aus, spült der Bevölkerung neues Geld (zum Beispiel als bedingungsloses
Grundeinkommen) auf ihre Konten, lässt sie damit teilhaben an der  Geldmengenvermehrung und verringert dadurch auch den Widerstand gegen diese Politik; und bedrängten Banken verbreicht man Finanzspritzen.

Finanziert wird das alles mit neuen Staatsschulden, für die die Zentralbanken
neu geschaffenes Geld bereitstellen. Das wird früher oder später die Güterpreisinflation in die Höhe treiben – in Form von Konsumgüterpreisinflation oder
Vermögenspreisinflation, vermutlich einer Kombination aus beiden. Und sollte die Güterpreisinflation zu stark ansteigen, führt man Preiskontrollen oder Preisstopps ein – für zum Beispiel Lebensmittel, Mieten und Löhne (so wurde beispielsweise in den USA Anfang der 1970er Jahre vorgegangen).

Wenn das der Fall ist, dann transformiert die Politik gegen den Kollaps des Papiergeldsystems die Volkswirtschaft in eine Art Lenkungs- oder Befehlswirtschaft: Das Eigentum an den Produktionsmitteln blieb zwar formal erhalten, doch der Staat – durch Gesetze, Regulierungen und Vorgaben – lenkt Produktion und Verteilung zusehends nach seinem Willen. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein solches Vorgehen der Politik eine ganze Zeit lang Bestand haben kann, und dass dadurch der befürchtete System-Crash weiter in die Zukunft verschoben wird.

Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen wäre für den Anleger ein sofortiger
Ausstieg aus den Finanzmärkten alles andere als risikolos. Es wäre zwar die richtige Entscheidung, wenn zum Beispiel die Aktien- und Immobilienpreise bald einbrechen.
Wenn es aber nicht dazu kommt und die Kurse weiter steigen, entgehen dem Anleger möglicherweise ganz beträchtliche Erträge, die er nachfolgend kaum oder gar nicht aufholen kann. Eine Strategie wäre demnach ein diversifiziertes Portfolio zu halten – im einfachsten Fall bestehend aus physischem Gold und Silber und einem weltweit breit diversifizierten Aktienmarktindex.

Kaufen, halten oder verkaufen – Ihre Gold-Analyse vom 19.05. liefert die Antwort:

Wie wird sich Gold jetzt weiter entwickeln? Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Anleger lieber verkaufen? Die Antworten auf diese Fragen und warum Sie jetzt handeln müssen, erfahren Sie in der aktuellen Gold-Analyse.

Kaufen, halten oder verkaufen – Ihre Gold-Analyse vom 19.05.2022 liefert die Antwort

Sichern Sie sich jetzt die aktuelle Analyse zu Gold. Nur heute als kostenlosen Sofort-Download!

Gold Analyse
  • Konkrete Handlungsempfehlung zu Gold
  • Risiko-Analyse: So sicher ist Ihr Investment
  • Fordern Sie jetzt Ihre kostenlose Gold-Analyse an

Mit der Anmeldung erhalten Sie kostenlosen Newsletter der
Finanztrends GmbH & Co. KG, MSM GmbH & Co. KG oder Gurupress GmbH.
Hinweis zum Datenschutz

Trending Themen

Warum die meisten Aktienhändler scheitern!

Erwartungen: Verstehen Sie Ihr Ziel. Verstehen Sie es wirkli...

Anlagemöglichkeiten: Keine Lust auf Aktien?

Falls Sie sich aufgrund der jüngsten Nachrichten über den ...

Dividenden-Aktien: Diese 6 sollten Sie kennen!

In Phasen der Börsenschwäche können Anleger immer noch Re...

Terra-Kollaps: Vitalik Buterin reagiert!

In einem Tweet am Samstag schlug der Ethereum-Experte Anthon...

Vorsorgetipps für Millennials: Darauf solltet ihr achten!

Nehmen wir an, Du fängst jetzt an, 100 Euro pro Monat zu in...

Wohnungsbau: Steigende Hypothekenzinsen!

Mehr Immobilienkäufer nahmen trotz steigender Zinsen Hypoth...

Inflation: Experten reagieren

Der SPDR S&P 500 ETF Trust SPY ist in den vergangenen Ta...

Tether: Löst sich vom Dollar?!

Der führende Stablecoin Tether verlor nach dem Kollaps von ...

NFT-Markt: Ein toter Markt?

Nachdem NFTs den Markt im Jahr 2021 im Sturm erobert hatten,...
Gold
XC0009655157
1.816,40 EUR
0,07 %

Mehr zum Thema

Gold versus Aktien und US-Dollar
Dr. Thorsten Polleit | Sa

Gold versus Aktien und US-Dollar

Weitere Artikel

DatumAutorLeser
09.05. Gold: Der Goldpreis in 10 Jahren Andreas Opitz 502296
Wo wird der Goldpreis in 10 Jahren stehen? Diese Frage an sich ist nur sehr schwer zu beantworten. Denn die Bewertung und Prognostizierung von Börsenkursen auf so lange Sicht ist äußerst komplex. Gesichert kann ohnehin kaum jemand aussagen, wo der Goldpreis in 10 Jahren stehen wird. Um der Frage an sich überhaupt nachzugehen, bedienen wir uns einer Vereinfachung: Wird der…
28.04. Goldnachfrage in Q1 2022: Starke Belebung am Jahresanfang Dr. Thorsten Polleit 372
Am 28. April 2022 hat das World Gold Council die Goldmarktdaten für das erste Quartal 2022 veröffentlicht. Die Zahlen zeigen einen fulminanten Anstieg der Goldnachfrage zum Jahresanfang. Dies ist umso bemerkenswerter, da der Goldpreis in dieser Phase um rund 5 % höher lag als im Vorjahreszeitraum. Die gesamte Goldnachfrage weltweit stieg um 34 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 1.234,0 Tonnen an (das war der höchste Anstieg…
Anzeige Gold: Kaufen, halten oder verkaufen? Finanztrends 6467
Wie wird sich Gold in den nächsten Tagen und Wochen weiter entwickeln? Sichern Sie sich jetzt die aktuelle Gold-Analyse...
23.04. Gold: Top oder Flop? Lisa Feldmann 140
Liebe Leser, in der letzten Woche haben sich unsere Autoren den Stand der Dinge beim Gold einmal genauer angeschaut. Hier ihr Fazit: Der Stand! Die 2.000-Dollar-Marke konnte der Goldpreis zuletzt nicht überwinden und der Preis fiel um 1,5 Prozent. Kann es wieder aufwärts gehen? Die Entwicklung! Obwohl die anhaltenden Zinssteigerungen und der starke US-Dollar einen hohen Goldpreis nicht gerade unterstützen,…
21.04. Gold: Guter Rat ist teuer! Andreas Göttling-Daxenbichler 304
Die Entwicklung bei den Goldpreisen lässt sich derzeit besonders schwer einschätzen. An und für sich rechnen die meisten Beobachter damit, dass das Edelmetall sich weiter verteuern und in nicht allzu weit entfernter Zukunft neue Höchstmarken erreichen könnte. Schließlich tobt seit nun zwei Monaten ein Krieg im Herzen von Europa. Der bringt einen ganzen Rattenschwanz an Problemen und Unsicherheiten mit sich…

Gold Analyse

Kaufen, halten oder verkaufen – Ihre Gold-Analyse vom 19.05.2022 liefert die Antwort

Gold Analyse

Mit der Anmeldung erhalten Sie kostenlosen Newsletter der
Finanztrends GmbH & Co. KG, MSM GmbH & Co. KG oder Gurupress GmbH.
Hinweis zum Datenschutz