Die große Inflations-Lüge

Liebe Leser,

die Inflation kommt. Jüngst habe ich Daten erhalten, die zeigen sollen, dass die Inflationsrate noch immer nicht zu hoch ist. Die Ziele in den USA und in der Euro-Zone liegen bei etwa 2 % Inflationsrate pro Jahr. Tatsächlich liegt die Inflationsrate schon heute höher. Sie sollten sich darauf vorbereiten.

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Ziele: Reiner Populismus

Wie kommen die Zentralbanken eigentlich auf Inflationsziele von 2 %? Das erklärt sich aus den Produktionsniveaus. Die Wirtschaft wächst – relativ grob betrachtet – jährlich auch um 1 % bis 2 % (in Normaljahren). Das heißt, es gibt etwas mehr Waren und Dienstleistungen, die gehandelt werden. Dementsprechend kann sich auch die Geldmenge etwas weiter ausdehnen, denn die Geldmenge ist im Grunde die tatsächliche „Inflation“. Hohe Preissteigerungen sind zumindest populären Theorien nach nur das Ergebnis steigender Geldmengen in bestimmten Märkten. „Geld“ an sich ist aus dieser Sicht neutral und eigentlich reines Tauschmittel, das die steigende Produktionsmenge abbilden müsste.

Dementsprechend ist eine Inflationsrate von 2 % aus Sicht der Zentralbanken „normal“. Tatsächlich aber gibt es in den USA einen Dienstleister, „Shadowstats.com“, der regelmäßig andere Inflationsraten meldet. Der Dienstleister misst zwei verschiedene Varianten: In der ersten Variante nimmt er die Daten mit einer Methode aus dem Jahr 1990 an und vergleicht die Preisentwicklung bis jetzt – und aktuell bis Mai 2019. Die zweite Variante misst die Preisentwicklung auf Basis der Methoden der Messung aus dem Jahr 1980. Die offiziellen Statistiken gleichen die Daten im Vergleich dazu immer wieder an und verfälschen das Ergebnis.

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Wer die reine Preisentwicklung beobachten möchte, ist mit diesen Daten daher besser aufgehoben. In der ersten Variante jedenfalls beträgt die Inflationsrate inzwischen satte fast 6 %(!). In der zweiten Variante, auf Basis der Erhebungsmethode von 1980, beträgt die jährliche Preissteigerung fast genau 10 %(!). Das heißt, wenn die Methoden nicht willkürlich angepasst werden, steigen die Preise in einem sehr viel schnelleren Tempo.

Nehmen wir die 10%ige Rate: Das bedeutet umgekehrt, dass Ihnen – bei gleichem Einkommen, das glücklicherweise altersbedingt im Laufe der Zeit etwas gestiegen sein dürfte -, jährlich 10 % weniger Nettokaufkraft zur Verfügung stehen würden. Damit verliert Ihr Vermögen Jahr für Jahr in unglaublichem Ausmaß an Wert.

Da die Raten derzeit bei fast 6 % bzw. fast 10 % liegen und niemand darüber berichten wird, sollten Sie selbst aktiv werden – schützen Sie sich vor der galoppierenden Entwertung. Kaufen Sie so viel Substanz wie möglich. Gold, etwas Silber, Immobilien, die nicht zu groß sind für die Selbstnutzung, und Aktien von Marktführern zählen dazu. Ansonsten schmilzt Ihr Vermögen aktuell (!) wie Schnee in der Sonne. Das nehmen Sie derzeit noch nicht wahr, da viele Produkte noch so günstig sind. Unter dem Strich aber steht jetzt schon, dass Sie sich für Ihr aktuelles Vermögen wohl selten weniger Immobilien und weniger Aktien leisten konnten. So, wie es an diesen Märkten aussieht, dürfte es schon recht bald auch für Wasser, für Öl (oder Gas) bis hin zu wichtigen Lebensmitteln aussehen. Erhalten Sie daher Ihre Kaufkraft.

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