Die eigene Altersvorsorge ein Fall für den Staat? Die Jugend wird sich noch umschauen!

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Liebe Leser,

„Warum sparen Sie nicht?“, wurden in einer Jugendstudie in diesem Jahr die Teilnehmer gefragt. Ihre Antworten waren eine schallende Ohrfeige für all diejenigen, die geglaubt haben oder immer noch glauben, die heutige Jugend sei gut gebildet und nehme ihre Zukunft selbst in die Hand.

Der am häufigsten genannte Grund für die eigene Untätigkeit war das eigene Unwissen. Stolze 71 Prozent der Befragten gaben an, sich schlecht bis sehr schlecht mit jenen Fragen auszukennen, auf die es bei der eigenen Altersvorsorge ankommt.

Nur etwas seltener hörte man die Antwort, dass der gesamte Verdienst bereits zum Leben benötigt würde. Eine Chance zu sparen und langfristige Reserven für das eigene Alter anzulegen, sahen deshalb 70 Prozent aller Umfrageteilnehmer nicht.

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Fehlendes Wissen kann man sich aneignen. Gewiss, es kostet Mühe und Zeit, aber wo ein Wille ist, da findet sich bekanntlich auch ein Weg. Und wenn das Geld heute schon nur knapp zum Leben reicht, wie will man dann erst als 67-jähriger dastehen, wenn vom einen auf den anderen Monat plötzlich nur noch 45 Prozent des ursprünglichen Einkommens als Rente ausgezahlt werden?

Diese Ignoranz wird in die Altersarmut führen

Warum auch an dieser Stelle nichts getan wird und sich weder fehlendes Wissen in eigener Regie angeeignet wird, noch auf einen Teil des persönlichen Konsums bewusst verzichtet wird, um später im Alter nicht vollkommen mittellos dazustehen, belegen jene Antworten, die immerhin noch von jedem Zweiten genannt wurden:

Für die Altersvorsorge ist der Staat zuständig, meinen immerhin 56 Prozent der Jugendlichen. Wobei mit dem Staat im Zweifelsfall immer nur die Anderen gemeint sein können. Das man selbst als Bürger ein tragender Teil eben dieses Staates ist, wird gerne übersehen.

54 Prozent der Umfrageteilnehmer betonten zudem, dass sie im Hier und Heute leben. Was die Zukunft bringt, wisse ohnehin niemand, womit sich die Frage nach der eigenen Zukunft für diese Herrschaften offenbar bereits erledigt hat.

Zum Glück sind die Befragten noch jung und haben damit allen anderen etwas wichtiges voraus: Zeit zum Aufwachen.

Wohl denen, die frühzeitig aufwachen

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Mit Blick auf den Zinseszinseffekt und seine enormen Auswirkungen bei früh begonnenen Sparanstrengungen für das eigene Alter, sollte sich die heutige Jugend in ihrem ureigenen Interesse mit dem Aufwachen aber nicht allzu viel Zeit lassen.

Ansonsten könnte das eigene Alter leicht ein sehr bitterer und enthaltsamer Lebensabschnitt werden. Das krasse Gegenteil von all dem Konsum, den man als junger Mensch noch kennengelernt hat.

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