Die Aktie des Tages: Verbio – Horror mit Folgen?

Verbio hat nun zum 2. Mal in diesem Jahr die Jahresprognose erhöht. Doch die Aktie bricht zeitweise um 18 Prozent ein. Hier sind die Hintergründe:

Liebe Leser,

die Verbio-Aktie ist zum Handelsstart um zeitweise 18 Prozent eingebrochen, obwohl der Konzern seine Jahresprognose bereits zum 2. Mal in diesem Jahr angehoben hat. Derzeit pendelt das Papier zwischen 65 und 66 Euro.

Bekanntlich lesen wir in der Aktie des Tages zwischen den Zeilen: Wie ist also der schnelle Einbruch zu rechtfertigen? Ein Grund könnte sein, dass sich die Bundesumweltministerin kürzlich gegen die Verfahren von Bio-Sprit ausgesprochen hat. Steigen wir gleich ein und beleuchten alle Hintergründe zur Verbio-Aktie. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!

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Verbio-Aktie: Vor Zahlen Kursziel angehoben!

Noch vor den finalen Zahlen zum 3. Geschäftsquartal hat sich die Privatbank Hauck & Aufhäuser Lampe erneut mit der Verbio-Aktie beschäftigt und eine neue Analyse am Markt platziert. Dabei wurde das Kursziel von 83 auf 110 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Aus der Analyse von Tim Wunderlich können wir entnehmen, dass der Experte von dem Biosprit-Hersteller ein erneut herausragendes Quartal erwartet.

Demnach bleibe die Preisentwicklung der Produkte weiterhin stark, wobei sich das Unternehmen gegen steigende Materialpreise zu attraktiven Bedingungen abgesichert habe. Insgesamt sei eine Erhöhung der Jahresziele nur eine Frage der Zeit. Jetzt können wir sagen, dass dieser Zeitpunkt bereits eingetreten ist:

Prognose erhöht, Aktie fällt zweistellig!

Zum Start in den heutigen Handelstag notierte die Verbio-Aktie noch bei 82,45 Euro pro Anteilschein. Doch gegen 10 Uhr erreichte eine neue Meldung den Markt. Hier hat der Konzern seine Jahresprognose erneut angeboten. Doch entgegen einer erwarteten Bewegung nehmen Investoren reihenweise ihre Pokerchips vom Tisch und lassen die Aktie um zeitweise 18 Prozent einbrechen. Offenbar haben sich bereits investierte 2 Börsensprichwörter zu Herzen genommen: „Sell on good news“ sowie „Sell in May and go away“, wobei das letztere nur fast zutrifft. Werfen wir nun einen Blick in die Ergebnisse:

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Verbio Ergebnisse: Dies sollten Sie beachten!

Die Zuversicht für den Rest des Geschäftsjahres prallte bei den Aktionären offenbar ab. Denn aktuell treiben die Spekulationen auf eine Einschränkung der Produktion von Bio-Sprit die Aktien in den Keller. Demnach kommentierte ein Börsianer zuletzt und verwies auf die Aussagen von Bundesumweltministerin Steffi Lemke, die sich in einem Interview dafür aussprach, weniger Getreide und Pflanzenöl für Bio-Sprit zu verwenden. Demnach seien „Agrokraftstoffe aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen sind keine sinnvolle Option“.

Hohe Nachfrage!

Bisher war Verbio bis zum Ende des Geschäftsjahres (Juni 22) von einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in Höhe von 300 Millionen Euro ausgegangen. Doch nun soll dieser Wert auf rund 430 Millionen Euro belaufen. Aus einer Mitteilung geht hervor, dass sowohl in Europa als auch den USA die Nachfrage stärker als erwartet gestiegen sei. Insgesamt sei auch das Preisumfeld günstig.

Der Analysten-Konsens unter der Lupe!

Nun betrachten wir noch alle Einschätzungen der führenden Analysten zur Verbio-Aktie. Derzeit wird das Papier von 4 Analysten gedeckt. Dabei sind alle Experten der Meinung, dass Anleger die Verbio-Aktie weiterhin kaufen können. Die Einschätzungen beziehen sich dabei auf einen 12-Monats-Zeitraum und geben einen ersten Überblick über die gesamte Stimmung rund um das Papier. Das durchschnittliche Kursziel der Aktie beläuft sich dabei auf 87,70 Euro pro Anteilschein. Gemessen am aktuellen Kurs bei 66,10 Euro ergibt sich ein weiteres Aufwärtspotenzial in Höhe von 32,68 Prozent.

Fazit des Tages!

Zuletzt hatte Verbio seine Jahresziele im Januar angehoben. Dabei profitiert der Konzern seit Ausbruch der Corona-Pandemie von einem günstigen Marktumfeld. Doch aufgrund der Aussagen der Bundesumweltministerin entstehen ebenso einige Risiken. Denn auch Agrarflächen sind weltweit begrenzt. Hierbei entsteht eine Regulierung-Angst am Markt. Der Ukraine-Konflikt hat nochmals untermauert, dass auch die Versorgung sichergestellt werden muss. Bereits Investierte sollten sich daher Fragen, ob sich der Investment-Case grundlegend verändert hat.

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