Die Aktie des Tages: thyssenkrupp – ohne Gas nichts los?

thyssenkrupp CEO Merz hat sich zuletzt gegen russisches Gas ausgesprochen. Doch was würde bei thyssenkrupp passieren, wenn Russland den Energieimport stoppt?

Liebe Leser,

zuletzt hat sich die thyssenkrupp-Chefin für die Loslösung von russischer Energie ausgesprochen. Allerdings gehe dies nicht von heute auf morgen, sondern müsse strukturiert geplant werden. Zum Start in den heutigen Handelstag kämpft die thyssenkrupp-Aktie mit Abschlägen von rund 6 bis 7 Prozent.

Auch thyssenkrupp ist weiterhin abhängig von der russischen Energie. Aktuell sei ein Mindestbezug unverzichtbar, erklärt thyssenkrupp-CEO Merz. Allerdings gibt es da noch die andere Seite: Was würde also passieren, sollte Russland den Energieimport stoppen? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns in der heutigen Ausgabe der Aktie des Tages!

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thyssenkrupp-Aktie: Aussichten eingetrübt!

Der Analyst Dirk Schlamp aus dem Hause der DZ Bank hat sich in seiner neuen Studie mit der thyssenkrupp-Aktie beschäftigt. Hierbei wurde die Einstufung auf „Kaufen“ belassen und der faire Wert bei 12 Euro. Der Experte ist dabei der Meinung, dass das Interesse der Investoren im Wasserstoff-Sektor in der nächsten Zeit wieder steigen dürfte, angesichts des präferierten Teilbörsengangs von Nucera. Doch unterm Strich hätten sich die Aussichten für diesen Plan zuletzt eingetrübt.

Starkes Kursziel mit 145 Prozent Potenzial!

Ebenso ist die thyssenkrupp-Aktie in den Fokus der Deutschen Bank geraten. Dabei hat der Analyst Bastian Synagowitz die Einstufung auf „Buy“ mit einem Kursziel von 17 Euro belassen. Dies entspricht einem Kurspotenzial von knapp 145 Prozent. Aus der Studie lässt sich entnehmen, dass die Stahlpreise in den USA und Europa sich zuletzt erholt hätten. Die Schwankungen sein auf den Krieg in der Ukraine zurückzuführen. Doch positiv für die thyssenkrupp-Aktie sprächen mögliche Werttreiber sowie die Geschäftstätigkeiten im Zusammenhang mit der Energiewende.

Von russischem Gas abhängig!

In einem Interview mit dem Spiegel hat die Vorstandvorsitzende Martina Merz sich hinter die Linie der Bundesregierung gestellt. Hieraus können wir entnehmen, dass Merz sich so schnell wie möglich von russischem Gas lösen will. Auch, wenn das für große finanzielle Herausforderungen sorgt. Doch im gleichen Zuge hat die thyssenkrupp-Chefin bestätigt, dass ein Mindestbezug aus Russland in den kommenden Monaten unverzichtbar sei.

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Denn sonst würde das passieren!

Ansonsten drohe die Wirtschaft regelrecht zu implodieren, so Merz. Dies würde ebenso bedeuten, dass auch die Finanzierung der grünen Transformation infrage gestellt werde. Und gerade hier will Merz das Tempo beschleunigen! Infolge des Krieges soll die Umstellung auf eine klimaneutrale Produktion mit „grünem“ Wasserstoff vorangetrieben werden. Allerdings muss der gesamte Bund an einem Strang ziehen, um einen Umbruch zu forcieren. Weiter ist aus dem Interview zu entnehmen, dass Merz der Meinung sei, dass die Politik insgesamt schneller reagieren müsse.

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten!

Abschließend blicken wir gemeinsam auf die durchschnittlichen Einschätzungen der Analysten. Zum aktuellen Zeitpunkt wird die thyssenkrupp-Aktie von 12 Analysten der führenden Häuser gedeckt. Dabei sind 9 Experten der Meinung, dass Anleger die Aktie weiterhin kaufen sollten. Darüber hinaus sind 2 „Hold“-Ratings am Markt platziert. Somit ergibt sich 1 „Sell“-Empfehlung der Experten.

Das durchschnittliche Kursziel der thyssenkrupp-Aktie beläuft sich dabei auf 14,12 Euro pro Anteilschein. Gemessen am aktuellen Kurs bei 6,96 Euro ergibt sich ein weiteres Aufwärtspotenzial von 102,87 Prozent auf 12-Monats-Basis.

Fazit des Tages!

Spielen wir es durch: Was würde passieren, wenn Russland selbst die Gaslieferungen, zum Beispiel für thyssenkrupp, stoppen würde. Für thyssenkrupp würde dies bedeuten, dass die Produktionsanlagen geordnet heruntergefahren werden müssen. Denn damit schließt man aus, dass die Anlagen sogar zerstört würden.

Doch warum trennt sich Deutschland nicht einfach von dem russischen Gas? Dafür gibt es gleich 4 Gründe. Erstens: Deutschland würde in eine tiefe Rezession gestürzt werden. Zweitens gäbe es erhebliche Störungen in den Lieferketten. Drittens kann die Menge des gelieferten russischen Gases nicht sofort ersetzt werden. Und zu guter Letzt würde dies uns mehr schaden, als Wladimir Putin selbst.

Dabei stellt sich die Frage, ob die EU durch die massiven Sanktionen den Ukrainekrieg beenden würde. Passend dazu sagte der Post-Chef Frank Appel: „Wenn man sich selbst massiv schwächt, wird man nicht gewinnen“. In Bezug auf die thyssenkrupp-Aktie bedeutet dies nach der Meinung der Analysten, dass Anleger die derzeitigen Probleme durchstehen sollten.

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