Die Aktie des Tages: Tesla – es sieht nicht gut aus!

Tesla hat derzeit mit negativer Presse zu kämpfen. Hier sind alle wichtigen Hintergründe:

Liebe Leser,

Tesla kämpft derzeit mit einigen negativen Presseberichten. Zum Beispiel ist nun geplant, dass rund 10 Prozent der Mitarbeiter der neuen Werke in Grünheide und Texas entlassen werden sollen. Der Hintergrund: Das Unternehmen verbrennt aktuell Milliarden. Im gleichen Zuge haben sich auch die führenden Analysten erneut mit der Tesla-Aktie beschäftigt, wobei die Kursziele nach unten angepasst wurden. Gemeinsam blicken wir auf alle Faktoren, welche die Tesla-Aktie zurzeit belasten. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Tesla-Aktie: Kursziel gesenkt!

Zum Abschluss der jüngst abgelaufenen Handelswoche ist die Tesla-Aktie erneut in den Fokus der Schweizer Bank Credit Suisse geraten. Dabei wurde das Kursziel von 1.125 auf 1.000 Dollar gesenkt, aber die Einstufung auf „Outperform“ belassen. Der Experte Dan Levy schrieb in seiner Studie, dass er mit weniger Auslieferungen im 2. Quartal als der Markt rechne. Darüber hinaus fordere der Lockdown in Shanghai seinen Tribut.

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Der Experte senkte seine Einschätzungen aufgrund des etwas schwächeren Ausblicks für die Auslieferungszahlen und der Margenbelastung. Ein weiterer Faktor sei hier die Wertminderung durch die Entwicklung des Bitcoins. Unterm Strich bleibt der Analyst dennoch optimistisch, da die fundamentalen Daten weiterhin intakt sein.

RBC ist weiterhin optimistisch!

Zuvor hatte auch die kanadische Bank RBC eine neue Analyse über Tesla veröffentlicht. Hier wurde die Einstufung von „Sector Perform“ auf „Outperform“ hochgestuft, aber das Kursziel von 1.175 auf 1.100 Dollar gesenkt. Der Analyst Joseph Spak schrieb in seiner Studie, dass er weiterhin optimistisch in Hinblick auf die Entwicklung des Elektroautobauers gestimmt sei. Demnach böten geringere Auslieferungserwartungen ein Überraschungspotenzial hinsichtlich der Profitabilität im 2. Quartal.

Tesla-Werke verbrennen Milliarden!

In einem Interview äußerte sich Elon Musk über die derzeitige Rentabilität der Tesla-Werke in Grünheide und Texas. Nach eigenen Angaben würden diese aktuell Milliarden verbrennen. Hintergrund dessen seien Unterbrechungen der Lieferketten sowie Schwierigkeiten bei der Batterieherstellung. Diese Probleme hindern den Konzern daran, die Produktion weiter hochzufahren. Passend dazu sagte der CEO in dem Interview: „Unsere größte Sorge ist, wie wir die Werke in Betrieb halten, damit wir die Leute bezahlen können und nicht bankrottgehen“.

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Dafür werden Stellen abgebaut!

Entsprechend muss Tesla bereits frühzeitig reagieren. Hierfür hat der Tesla-Chef ebenso bekannt gegeben, dass innerhalb der kommenden 3 Monate etwa 10 Prozent der Stellen gestrichen werden sollen. Dabei sei der Konzern auf der Gehaltsseite sehr schnell gewachsen. Bereits Anfang des Jahres sagte er in einem Memo, dass das Unternehmen überbesetzt sei und einige Mitarbeiter entlassen werden würden.

Einige Mitarbeiter nach offenem Brief entlassen!

Elon Musk ist dafür bekannt, öffentlichkeitswirksam seine Meinung zu äußern. Nun haben Mitarbeiter von SpaceX das Verhalten sowie sein Auftreten kritisiert, welches ein schlechtes Licht auf das Unternehmen werfen würde. Der offene Brief erschien laut „The Verge“ in einer internen Chatgruppe der Mitarbeiter. In dem Schreiben möchten die Verfasser der Führungsebene eine Rückmeldung geben, inwieweit die Geschehnisse rund um Elon Musk das Unternehmen beeinflussen. Nach dem Empfinden der Mitarbeiter habe der Fokus, SpaceX zu einem großartigen Arbeitgeber aufzuziehen, nicht die höchste Priorität.

Wirklich „No Asshole“ und „Zero-Tolerance“-Richtlinien?

„Elons Verhalten in der Öffentlichkeit ist für uns eine häufige Quelle der Ablenkung und Verlegenheit, insbesondere in den letzten Wochen. Als unser CEO und prominentester Sprecher wird Elon als das Gesicht von SpaceX angesehen – jeder Tweet, den Elon sendet, ist de facto eine öffentliche Erklärung des Unternehmens. Es ist wichtig, unseren Teams und unserem potenziellen Talentpool klarzumachen, dass seine Botschaften nicht unsere Arbeit, unsere Mission oder unsere Werte widerspiegeln“, hieß es in dem offenen Brief der Mitarbeiter. Unterm Strich ist die Pointe, dass die „No Asshole“ und „Zero-Tolerance“-Richtlinien nur ungleich durchgesetzt würden. COO Gwynne Shotwell reagierte sofort und feuerte die Angestellten im Anschluss.

Anschuldigungen gegen Elon Musk!

In dem offenen Brief fallen Anschuldigungen in Bezug einer sexuellen Belästigung schwer ins Gewicht. Demnach habe Elon Musk eine Flugbegleiterin eines Firmenflugzeugs Geld für sexuelle Handlungen angeboten. Als diese Vorwürfe dann publik wurden, habe er der Betroffenen 250.000 Dollar Abfindung gezahlt und die Auseinandersetzung außergerichtlich gelöst. Die Präsidentin von SpaceX stellte sich hinter ihren Chef und sagte, dass er niemals Frauen sexuell belästigen würde. Wie finanzen.net berichtet, strebe SpaceX damit wohl keine Veränderung der Unternehmenskultur an, weswegen man sich mit allzu großer Kritik am Chef höchstpersönlich künftig zurückhalten solle.

Der Analysten-Schnitt im Fokus!

Abschließend blicken wir noch auf den Analysten-Schnitt der Tesla-Aktie. Zum aktuellen Zeitpunkt wird die Tesla-Aktie von 37 Analysten der führenden Häuser gedeckt. Dabei sind 21 Experten der Meinung, dass Anleger die Aktie weiterhin kaufen sollten. Darüber hinaus haben 9 Experten der Aktie ein „Hold“-Rating verpasst, wodurch sich 7 „Sell“-Ratings ergeben. Das durchschnittliche Kursziel der Tesla-Aktie beläuft sich dabei auf 924,62 Dollar. Gemessen am Freitags-Schlusskurs ergibt sich ein weiteres Aufwärtspotenzial von 25,4 Prozent.

Fazit des Tages!

Die Meldung, dass nun 10 Prozent der Mitarbeiter entlassen werden, verbunden mit dem offenen Brief der Mitarbeiter, hat eine negative Signalwirkung für die Außen- und Innendarstellung des Konzerns. Aktuell sind die mittel- bis langfristigen Folgen kaum einschätzbar. Auch die derzeitige Entwicklung des Bitcoins bereitet einigen Tesla-Aktionären Bauchschmerzen, denn der Konzern ist an der positiven Entwicklung investiert. Dazu ist die derzeitige Marktlage alles andere als beruhigend. Zunächst bleibt also abzuwarten, wie lange der Konzern die Verluste aus den neuen Werken in Deutschland und Amerika ausgleichen kann. Folgt man nun der Meinung einiger Analysten, so können Anleger die Aktie weiterhin von der Seitenlinie aus betrachten.

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