Die Aktie des Tages: AstraZeneca – das sagt Ihnen niemand!

Die AstraZeneca-Aktie hat mit einigen Abschlägen zu kämpfen. Dies hat gleich 2 Gründe: Schlechte Quartalszahlen sowie eine Strategieänderung!

Liebe Leser,

in den vergangenen 2 Handelswochen musste die AstraZeneca-Aktie mit einigen Abschlägen kämpfen. Dies hat gleich 2 Gründe: Zum einen die schlechten Quartalszahlen und zum anderen weicht der Konzern nun von seiner eigenen Linie ab.

Denn AstraZeneca hat kürzlich bekannt gegeben, dass der Impfstoff an die Industrieländer mit einem kleinen Gewinn weitergegeben werden soll. Dadurch könnte AstraZeneca wichtige Marktanteile verlieren, aber auch mehr Geld umsetzten. Aber eins nach dem anderen: Gemeinsam blicken wir auf alle Hintergründe zur AstraZeneca-Aktie!

Vernünftiger Preis?

Gestern ist die AstraZeneca-Aktie erneut in den Fokus der Investmentbank Kepler Cheuvreux geraten. Hintergrund dessen waren die enttäuschenden Zahlen für das 3. Quartal. In der neuen Studie des Analysten David Evans wurde die Einstufung auf „Buy“ belassen und das Kursziel von 9.800 auf 9.500 Pence gesenkt. Trotz der schlechten Zahlen biete die Aktie nach der Expertenmeinung derzeit Wachstum zu einem sehr vernünftigen Preis.

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Nach Rückschlag solide bewertet?

Zuvor hatte sich auch die Deutsche Bank erneut mit der Aktie beschäftigt. Dabei wurde die Einstufung der AstraZeneca-Aktie auf „Buy“ mit einem Kursziel von 10.500 Pence belassen. Wie der Analyst Emmanuel Papadakis beschreibt, sein die Papiere nach dem Kursrückschlag solide bewertet. Konkret sei das Chance-Risiko-Verhältnis derzeit attraktiv, selbst vor dem Hintergrund der Daten der DESTINY-Breast04-Studie.

Ein kurzer Blick auf die Zahlen!

Vor einigen Tagen hat der Konzern einen Einblick in die aktuellen Bücher gewährt. Für unsere Bewertung ist es wichtig auf die neusten Zahlen zu schauen, um kurzfristige Tendenzen zu erkennen.

So hat der Konzern per Ende September 1,08 Dollar pro Aktie erwirtschaftet. Ein Jahr zuvor hatten hier noch 0,940 Dollar in den Büchern gestanden. Umsatzseitig konnte der Konzern im vergangenen Quartal 9,87 Milliarden Dollar ausweisen, nach 6,58 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von knapp 50 Prozent. Das Ergebnis je Aktie hatte der Analysten-Konsens mit 1,25 Dollar in Aussicht gestellt. Den Umsatz hatte der Durchschnitt bei 9,52 Milliarden Dollar gesehen.

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Gewinne mit Impfstoff!

AstraZeneca weicht nun von seiner Linie ab: Der Konzern hat bekannt gegeben, dass der eigene Impfstoff mit kleinen Gewinnen an Industrieländer vertrieben werden soll. Demnach will das Unternehmen das Vakzin nicht mehr zum Selbstkostenpreis vertreiben. Dieser Schritt erfolgte nach der Ankündigung, eine Impf- und Immuntherapieeinheit einzurichten, um einige Produkte zusammenzuführen.

Passend dazu erklärte der Konzernchef, dass man mit dem Projekt begonnen habe, um zu helfen: „aber wir haben auch gesagt, dass wir in der Zukunft einen Übergang zu kommerziellen Bestellungen haben werden.“ Dennoch sollen die Kosten des Impfstoffs bezahlbar bleiben. „Denn wir wollen, dass der Impfstoff für jeden weltweit bezahlbar bleibt.“, ergänzte Pascal Soriot. Für Entwicklungsländer soll der Impfstoff jedoch weiterhin gemeinnützig vertrieben werden.

Das durchschnittliche Kursziel!

Bevor wir gemeinsam auf das Fazit zur AstraZeneca-Aktie blicken, betrachten wir das durchschnittliche Kursziel der führenden Analystenhäuser. Derzeit wird die Aktie von 26 Analysten gedeckt. Dabei haben sich 22 Experten dazu ausgesprochen, dass Anleger die Aktie weiterhin kaufen sollten.

Ebenso sind zum aktuellen Zeitpunkt 3 laufende „Hold“- sowie 1 „Sell“-Empfehlung am Markt platziert. Das durchschnittliche Kursziel beläuft sich auf 122,07 Euro. Gemessen am aktuellen Kurs ergibt sich ein Aufwärtspotenzial von 20,4 Prozent.

Fazit des Tages!

Unterm Strich hat die Entwicklung und Produktion eines zugelassenen Covid-Impfstoffs AstraZeneca einen kräftigen Umsatzsprung beschert. Allerdings muss man dazu sagen, dass AstraZeneca weiterhin rote Zahlen schreibt. Somit wurde im jüngst abgelaufenen Quartal ein Verlust von 1,44 Milliarden Euro ausgewiesen. Dies ist auf höhere Kosten für Forschung, Entwicklung und den Vertrieb zurückzuführen, aber auch auf die Übernahme von Alexion.

Um weiterhin erfolgreich zu bleiben, braucht es über den Impfstoff hinaus zwingend weitere Wachstumstreiber. Auch bleibt es weiterhin spannend, ob AstraZeneca mit der Preiserhöhung Marktanteile in den Industrieländern verliert. Dieses Risiko wird oftmals außer Acht gelassen. Folgt man nun der Meinung der Analysten, so können Anleger die Aktie weiterhin halten.

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