Die Abhängigkeit von der Inflationsdroge wird immer größer

Die Geldentwertung gewinnt an Fahrt, ein Ende ist nicht abzusehen.
Wer US-Dollar, Euro & Co vertraut, der wird mit Verlusten bestraft. Weichen
Sie aus: Halten Sie Gold – und bis auf weiteres auch Aktien.

GEREDE ÜBER “TAPERING“

Die Finanzmärkte orakeln, wann die US-Zentralbank (Fed) ihren Fuß vom geldpolitischen
Gaspedal nehmen könnte. Genauer gesagt: Es wird in den Märkten erwartet,
dass der US-Leitzins in den nächsten Jahren unverändert in einer Bandbreite
von 0 bis 0,25 Prozentpunkten verharren wird. Was jedoch zusehends als
wahrscheinlicher angesehen wird, ist eine Rückführung der Aufkaufbeträge von
Anleihen – und diese geldpolitische Änderung wird im Fachjargon als „Tapering“
bezeichnet.

Bereits auf der Fed-Sitzung im September könnte angekündigt werden,
dass die Zentralbank mit dem Tapering zwischen Oktober und Dezember beginnt.
Derzeit kauft die US-Fed monatlich Anleihen in Höhe von 120 Mrd. US-Dollar
(80 Mrd. US-Dollar in Form von US-Staatsanleihen, 40 Mrd. US-Dollar in
Form von Hypothekaranleihen).

Durch die Anleiheaufkäufe erhöht die Fed die US-Dollar-Geldmenge (und zwar in
Form von Zentralbankgeld, aber (indirekt) auch in Form von Geschäftsbankengeld). Zentralbankgeld entsteht, wenn die Fed neu ausgegebene Anleihen (im Primärmarkt)
erwirbt oder den Geschäftsbanken Schuldpapiere, die diese in ihrem
Portfolio halten, abkauft.

Geschäftsbankengeld entsteht, wenn die Fed Schuldpapiere
von Nichtbanken (Fonds, Versicherungen, Stiftungen, Privaten) kauft; in diesem
Fall entsteht gleichzeitig auch Zentralbankgeld. Geht die Fed zum Tapering
über, schwächt sich folglich der Zufluss von neuem Geld in die Volkswirtschaft ab.

Das für sich genommen ist höchst bedeutsam für die Finanzmärkte und die Konjunkturlage.
Abb. 1 zeigt beispielhaft dazu den Verlauf der Bilanzsumme der US-Zentralbank
und die Entwicklung des S&P 500 Aktienmarktindexes seit Anfang
2007 bis August 2021. Die beiden Zeitreihen zeigen zwar keinen perfekten Gleichlauf,
jedoch eine unübersehbar positiv korrelierte Aufwärtsbewegung: Die anwachsende
Fed-Bilanzsumme – Ausdruck der zunehmenden Geldmenge – ging
einher mit steigenden Aktienkursen.

Würde man den bisherigen Verbund zwischen Fed-Bilanz und Aktienkursen fortschreiben,
ließe die Verringerung der Anleihekäufe langfristig einen weniger rasanten
Anstieg der Aktienkurse erwarten. Kurz- bis mittelfristig ist das Ergebnis
allerdings weniger eindeutig. Es könnte zunächst zu einem ausgeprägten Kursverfall
kommen, bevor die Aktienmärkte wieder anziehen.

Das wäre dann der Fall, wenn das Tapering früher einsetzt als von den Marktakteuren erwartet; oder wenn sich herausstellt, dass das Tapering-Ausmaß größer ausfällt als erwartet. Man kann zwar trefflich über die unmittelbaren Marktreaktionen, die auf ein Tapering folgen könnten, spekulieren. Doch wichtiger für den Anleger dürfte es sein, sich über die Zielsetzung der Fed-Geldpolitik Klarheit zu verschaffen.

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DIE GEWOLLTE INFLATION

Offiziell besteht die Zielsetzung der US-Zentralbank darin, die Inflation der Konsumgüterpreise niedrig zu halten und für einen hohen Beschäftigungsgrad zu sorgen.
Inoffiziell geht es jedoch vermutlich um etwas ganz Anderes: die US-Konjunktur
durch eine inflationäre Geldpolitik, die die breite Öffentlichkeit nicht als solche
erkennen soll und darf, in Gang zu halten, die reibungslose Schuldenfinanzierung
des US-Staates zu ermöglichen und insbesondere auch eine fortgesetzte Inflation
der Vermögenspreise sicherzustellen. Wenn diese Einschätzung der eigentlichen
Zielsetzung der US-Fed auch nur annähernd richtig sein sollte, ergeben sich für
den Anleger einige wichtige Schlussfolgerungen.

Und weil die US-Fed de facto die Welt-Zentralbank ist – ihrer Geldpolitik folgen
letztlich alle anderen Zentralbanken der Welt –, lassen sich die nachstehenden
Überlegungen (leider) verallgemeinern.

Die Fed räumt dem Ziel, den Fortgang der Konjunktur sicherzustellen, prinzipiell
den Vorrang ein gegenüber dem Ziel, die Inflation der Konsumgüter niedrig zu
halten. Das bedeutet: Die Fed lässt höhere Preisinflation zu, solange die Konjunktur
läuft; und gleiches gilt, wenn sie befürchtet, die Anhebung der Zinsen und/oder
das Abbremsen des Geldmengenwachstums wird die Konjunktur zu stark bremsen
beziehungsweise in einem politisch nicht gewollten Ausmaß verringern.

Die Folge dieser geldpolitischen Einstellung ist, dass die tatsächliche Preisinflation im Durchschnitt höher ausfällt als die versprochene/die in Aussicht gestellte. Allein deswegen
sind Anleger gut beraten, mit einer höheren Inflation der Konsumgüterpreise
zu rechnen, als sie von der Fed versprochen wird.

Zudem gilt folgendes: Ein Kollaps der Finanzmarktpreise – ein Preisverfall für Aktien,
Anleihen und Derivate – wird die Fed nicht zulassen können und wollen. Denn
das würde Banken und Verschuldete schwer belasten, würde den Kreditfluss zum
Versiegen bringen, und die Folgen für das kreditangetriebene Wirtschafts- und
Finanzsystem wären verheerend.

Aus diesem Grund wird die Fed das „Sicherheitsnetz“,
das sie unter die Konjunktur und die Finanzmärkte gespannt hat, auch nicht
einholen. Also unabhängig davon, ob die Fed die Anleihekäufe reduziert und/oder
an der Zinsschraube dreht: Die Finanzmarktakteure haben gute Gründe zu erwarten,
dass die Fed die Finanzmarktpreise auch weiterhin inflationieren beziehungsweise
mit aller Entschiedenheit einen Preisverfall auf breiter Front verhindern wird.

DAS FALSCHES SPIEL

Es gibt allerdings Grenzen für die Preisinflation. Dazu muss man zunächst wissen,
dass die Inflation (also die Geldmengenvermehrung) politisch eingesetzt wird, weil
sie im Kern so etwas wie eine Steuer darstellt: Derjenige, der neues Geld ausgibt
beziehungsweise der es als erster in die Hände bekommt, ist der Begünstigte. Diejenigen,
die das neue Geld erst zu einem späteren Zeitpunkt bekommen oder gar
nichts von ihm abbekommen, sind die Geschädigten.

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Allen voran der Staat und die von ihm begünstigten Sonderinteressensgruppen profitieren von der Ausgabe des neuen Geldes und auch von der Preisinflation (man denke an dieser Stelle nur einmal an die „kalte Progression“, zu der die Inflation führt, wenn eine progressive Einkommenssteuer erhoben wird).

Allerdings „wirkt“ die Inflation nur dann, führt also nur dann zu einer politisch
gewollten Umverteilung von Einkommen und Vermögen, wenn sie unerwartet daherkommt,
wenn sie von den Menschen als solche nicht erkannt wird. Ansonsten
passen die Menschen sich an die richtig vorhergesehene Inflation an, indem sie
beispielsweise ihre Lohn- und Mietverträge mit einer entsprechend höheren Inflation
versehen.

Wer also von Inflation profitieren will, der muss Sorge dafür tragen,
dass seine Mitmenschen die Inflation nicht bemerken, sie unterschätzen. Und genau
das ist der wunde Punkt der Inflationspolitik: Wenn die Menschen aufwachen
und erkennen, was wirklich gespielt wird, dann entzaubert sich das Täuschungsspiel
und lässt sich nicht mehr praktizieren.

Deshalb setzen die Zentralbanken (als Agenten der Staaten und ihrer Sonderinteressengruppen) auch alles daran, dass das wahre Ausmaß der Inflation vor den
Augen der Öffentlichkeit verborgen bleibt. Beispielsweise wird die Inflation verkürzt
gemessen anhand der Konsumgüterpreise, und die Preise der Vermögensgüter
(Aktien, Häuser, Anleihen etc.) bleiben unberücksichtigt. Oder: Man rechnet
die Güter aus den offiziellen Indizes heraus, die besonders stark ansteigen, veröffentlicht
eine „Kerninflation“.

Oder: Die Entwicklung der Geldmengen (die Ursache der Inflation) wird öffentlich meist nicht groß kommentiert, man lässt sie quasi unter den Tisch fallen. Weitere Beispiele lassen sich anführen, die ebenfalls zeigen, wie die Politik die Inflation zu verschleiern sucht.

Ein merkliches Anziehen der Konsumgüterpreisinflation – in den USA betrug sie
im Juli 2021 5,4 Prozent, im Euroraum lag sie bei 2,2 Prozent – hat nun allerdings
das Potential, die Menschen wachzurütteln: Die Verteuerung der Lebenshaltung
wird für viele spürbar. Während die Inflation der Vermögenspreise meist nicht als
solche identifiziert und beklagt wird, liegen die Dinge ganz anders bei der Inflation
der Konsumgüterpreise:

Diese Inflation ist für alle „sichtbar“. Das ist auch der
Grund, warum die US-Zentralbank jetzt reagiert: Sie will in der Öffentlichkeit nicht
den Eindruck aufkommen lassen, sie würde die Inflation aus dem Ruder laufen
lassen. Vielmehr will sie sich als strengen „Inflationsbekämpfer“ darstellen (obwohl
sie doch genau das Gegenteil ist: ein Inflationsverursacher).

DER LEIDIGE BALANCEAKT

Die US-Zentralbank – sowie auch alle anderen großen Zentralbanken der Welt –
praktizieren einen unheilvollen Balanceakt: Die Konjunkturen mit ihrer inflationären
Politik in Gang zu halten, und gleichzeitig zu verhindern, dass der Inflationsbetrug
auffliegt. Dabei können ihnen selbstverständlich „Fehler“ unterlaufen. Beispielsweise
indem die Fed die Anleihekäufe herunterfährt und dadurch einen Finanzmarkt-
Crash auslöst.

In einem solchen Fall wäre allerdings damit zu rechnen,
dass die Geldpolitik sehr geschwind wieder auf Geldmengenflutung zurückschaltet.
Ein anderes Szenario ist, dass die Inflation der Konsumgüterpreise so stark
anzieht, dass das Vertrauen in das ungedeckte Geld ernsten Schaden nimmt und
die Zentralbanken zwingt, geldpolitisch auf die Bremse zu treten.

Das aber würde absehbar einen Abschwung, sehr wahrscheinlich sogar eine
schwere Rezession auslösen. So gesehen könnte eine „Stagflation“ – also ein Zusammentreffen von hoher Preisinflation und einbrechender Wirtschaftsleistung –
das ungedeckte Papiergeldsystem in extrem schwieriges Fahrwasser bringen.

Die Zentralbanken wären dann doch wohl letztlich gezwungen, die Geldschleusen zu
öffnen, das System mit allen Mitteln zu inflationieren, um Zahlungsausfälle auf
breiter Front abzuwehren. Dieses Szenario muss vor allem auch deshalb sehr wahrscheinlich erscheinen, weil in der breiten Öffentlichkeit Firmenpleiten, Arbeitsplatzverlust und Zahlungsausfälle stärker gefürchtet werden als Preisinflation.

Ungeachtet wie der Balanceakt ausgeht – ob die Konjunkturen auf Wachstumskurs
bleiben oder in eine Rezession abgleiten –: Anleger sind grundsätzlich gut
beraten, mit dem Kaufkraftverlust von US-Dollar, Euro & Co zu rechnen – eine
Entwicklung, die zwar schon seit Jahr und Tag im Gange ist, die aber künftig leider
noch merklich an Fahrt gewinnen wird. Diese Aussicht kann eigentlich nicht überraschen:

Die Entwertung des ungedeckten Geldes war und ist schließlich für Regierende
und Regierte der bevorzugte Umgang mit Finanz- und Schuldenproblemen;
das gilt vor allem heute, da viele Menschen in den entwickelten Volkswirtschaften
die Schrecken der hohen Inflation gar nicht mehr kennen. Und daher sind
auch die Skrupel gering, bei jeder Unpässlichkeit, mit jeder Krise die Dosis der
Geldmengenvermehrung zu erhöhen.

AUF GOLD UND AKTIEN SETZEN

Anleger, die mit Geldentwertung rechnen, sollten ihre Kassenhaltung auf das notwendige
Minimum beschränken: also nur so viel Geld auf dem Girokonto belassen,
wie zur Begleichung der laufenden Zahlungen (Nahrungsmittel, Miete, etc.)
erforderlich ist; hinzu kommt eine knapp bemessene Vorsichtskassenhaltung, mit
der im Fall der Fälle Unvorhergesehenes finanziert werden kann. Anlagen wie
Geldmarktfonds und Anleihen sind zu meiden (soweit der Anleger eine „Buy-and-
Hold“-Strategie verfolgt). Anstelle von Giro-, Termin- und Sparguthaben (die Deutschen
halten von diesen unverzinslichen Bankeinlagen derzeit etwa 3,9 Billionen
Euro) sollte man auf physisches Gold setzen:

Ebenso ist für den langfristig orientierten Anleger das Investieren in Aktien ratsam,
im einfachsten Fall durch den Erwerb eines Welt-Aktienmarktindexes oder -ETFs.
Auf diese Weise sichert er sich einen Anteil am produktiven Fortschritt, und in
einem gewissen Umfang kann er auch damit rechnen, dass die Inflationierung
seine Aktienkurse beflügelt und ihn so für die Geldentwertung kompensiert. (Angemerkt
sei hier jedoch ausdrücklich: Inflation ist nicht per se gut für alle Unternehmen
und deren Aktienkurse. Die ein oder andere Firma kann durch Inflation
durchaus in arge Probleme geraten.).

Dem Gold kommt letztlich eine ganz besondere Funktion im Portfolio zu: die Versicherungsfunktion. Gold ist das „ultimative Zahlungsmittel“, es ist das „Grundgeld
der Menschheit“, das in keiner Krise wertlos verfallen kann und wird – eine
Einschätzung, die sich auf eine schon seit vielen Jahrtausenden währende Menschheitserfahrung stützen kann.

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