Deutsche Bank: Jahresausblick 2018

Die Aktie des größten deutschen Finanzinstituts kommt auch im ersten Quartal 2018 nicht aus den Schlagzeilen.

Während sich die Anleger in 2017 schon Hoffnung auf einen Turnaround machten, präsentiert sich die Deutsche Bank-Aktie in 2018 in ganz schwacher Verfassung. Von rund 17 Euro zum Jahreswechsel rutschte der Titel schon im ersten Quartal wieder unter 12 Euro. Als Grund für den Kursverfall gilt eine Gewinnwarnung. So rechnet das Institut im Zuge einer unvorteilhaften Währungsentwicklung und höherer Finanzierungskosten mit einem Ertragsrückgang im ersten Quartal von 450 Millionen Euro. Die Börse zeigte sich geschockt, der Kurs rutschte am Tag der Gewinnwarnung um über sechs Prozent in den Keller.

Und so setzte sich der Reigen schlechter Nachrichten aus dem Hause des größten deutschen Kreditinstituts munter fort. Schon seit Jahren kommt der Finanzriese nicht aus den Schlagzeilen.

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Obwohl die größten Baustellen der vergangenen Jahre, so etwa ein milliardenschwerer Rechtsstreit mit der US-Justiz und eine großangelegte Refinanzierungsrunde abgearbeitet werden konnten, ist das Vertrauen der Anleger erschüttert.

Zu allem Überdruss kündigte die Bank milliardenschwere Boni-Zahlungen an ihr Führungspersonal an.

Mit Erleichterung quittierten die Investoren indes zuletzt den Rücktritt des glücklosen Vorstandsvorsitzenden John Cyran. Dem Cyran-Nachfolger, Christian Sewing, ein „Bank-Eigengewächs“, wurden indes einige Vorschusslorbeeren zuteil. Die Börse reagierte positiv auf den Führungswechsel. Ob Sewing indes in der Lage sein wird, das Steuer bei dem schlingernden Banken-Tanker nachhaltig herumzureißen, bleibt abzuwarten.

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Für 2018 rechnen die Analysten mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 2,2 Milliarden Euro. Daraus würde sich auf dem aktuellen Kursniveau ein moderates Kurs Gewinn Verhältnis von 11 errechnen. Allein der erfolgreiche Börsengang der Vermögensverwaltungstochter DWS beschert den Bankern schon einen Rohertrag in Höhe von 1,4 Milliarden Euro.

Charttechnisch macht der Titel einen überaus angeschlagenen Eindruck. Nach dem Rutsch unter die Unterstützung bei 12,60 Euro droht der Titel wieder bis auf das historische Tief aus dem Herbst 2017 bei rund zehn Euro zu rutschen.

Für antizyklisch orientierte Investoren könnte sich spätestens dann eine interessante Einstiegschance bieten. Die Ausbildung eines Doppel-Tiefs könnte auf dem Programm stehen. Fundamental steht die Deutsche Bank nach der Aufarbeitung zahlreicher Skandale zweifelsohne besser da als noch vor Jahresfrist. Doch an der Börse ist die Stimmung gegenüber der Deutschen Bank Aktie schlechter als die Lage. Mutige Anleger nutzen die überzogene Baisse-Stimmung und einen weiteren Kursrückgang und legen sich dann ein paar Titel der deutschen Traditions-Bank ins Depot.

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