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Deutsche Bank: Das könnte heikel werden!

Mitte August berichtete das Nachrichtenmagazin Spiegel, dass die katarischen Investoren der Deutschen Bank „ihren Durchgriff auf den Konzern erhöhen wollten“. Aus diesem Grund solle Jürg Zeltner schnellstmöglich in den Aufsichtsrat einziehen. Der frühere Topmanager der Schweizer Großbank UBS ist aktuell Chef des Luxemburger Privatbankenverbunds KBL European Private Bankers, hinter dem die katarische Herrscherfamilie al-Thai steht. Die Deutsche Bank hat binnen kürzester Zeit der Spekulation tatsächlich Taten folgen lassen und Zeltner nominiert. Doch steht hinter der Personalie offenbar noch ein großes Fragezeichen.

Kein grünes Licht vorab

Das Amtsgericht habe der Nominierung mittlerweile zugestimmt, berichtet das Handelsblatt. Doch eine Hürde stehe noch aus: Die Bankenaufsicht habe die Personalie noch nicht genehmigt, sagten demnach mehrere Insider dem Handelsblatt. An für sich ein gewöhnlicher Vorgang, schließlich starte der Prozess immer erst nach der gerichtlichen Bestellung, heißt es. Doch die Deutsche Bank habe auch darauf verzichtet, „sich informell vorab grünes Licht von den Bankenaufsehern für die Nominierung Zeltners zu holen“, so der Bericht. Das Handelsblatt nennt dies einen „riskanten Zug“.

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Zeltner an KBL „signifikant“ beteiligt

Nicht ohne Grund: Vorstände und Aufsichtsräte eines Instituts brauchen demnach die Zustimmung der Bankenaufsicht. Dadurch, dass die Deutsche Bank die Personalie nun bereits vor dem informellen Okay der Aufseher öffentlich machte, ließe sich ein Streitfall nicht mehr geräuschlos lösen. Dadurch, dass die Bank nun Fakten geschaffen habe, übe sie Druck auf die europäischen Aufseher aus. Dabei dürfte die Personalie laut Handelsblatt „durchaus für Diskussionsstoff sorgen“. Der frühere UBS-Vorstand Zeltner sei an der der KBL, deren Mutter Precision von der EZB beaufsichtigt werde, „signifikant“ beteiligt. Beide Punkte dürften noch eine genauere Prüfung der Aufsicht nach sich ziehen, heißt es.

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