Deutsche Bank Aktie: Enorm stark!

Die Aktie der Deutschen Bank hat am Montag einen enormen Ausbruch nach oben geschafft und wurde zumindest bis in die Mittagsstunden hinein zum Tagessieger. Dabei hat der Titel davon profitiert, dass das Unternehmen seine Quartalszahlen vorab präsentierte. Die sind positiver ausgefallen als gedacht. Die große Frage lautet, ob es jetzt besser ist, angesichts der drohenden Wirtschaftskrise mehr Vorsicht walten zu lassen – oder ob das Unternehmen auf dem Weg der Erholung ist.

Anleger feiern, Analysten skeptisch

Die ersten Kommentare jedenfalls fallen unterschiedlich aus. Demnach würde die Bank von den Anlegern zwar gefeiert werden. Gleichzeitig jedoch sind die Analysten teils skeptischer und belassen die Einstufung bei „Underperform“ oder „halten“ allenfalls.

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Die Zahlen sind allerdings beeindruckend. Denn das Geldhaus hatte wie zu erwarten war höhere Rückstellungen gebildet. 0,5 Milliarden Euro legte die Deutsche Bank in Erwartung möglicher Kreditausfälle durch das Corona-Virus zurück. Dieser Betrag reduziert entsprechend die Erträge in einem solchen Quartal. Unabhängig davon ist jedoch die Bank selbst nach Steuern noch knapp mit einem Gewinn aus dem Quartal geschieden.

Analysten hatten zuvor damit gerechnet, das Unternehmen würde im ersten Quartal – bereits – Geld verloren haben. So hat zumindest ein Analyst sich positiv geäußert. Ein JPMorgan-Analyst verwies auf einen „einzigen“ negativen Aspekt. Dies sei der Umstand, dass die „Kernkapitalquote“ des Unternehmens „zeitweise unter das bisherige Ziel von mindestens 12,5 % fallen könnte“. Die Überraschung darüber dürfte allerdings relativ gering sein.

Im Durchschnitt hatten die Analysten ohnehin damit gerechnet, dieser Wert würde bis zum Jahresende auf nur noch 12,3 % sinken. Dennoch gelte es, die vollständig vorzulegenden Zahlen am Mittwoch zu bewerten.

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Die Zahlen im Einzelnen: Aktuell ist ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 206 Millionen Euro für das erste Quartal zu erwarten. Nach Steuern resultiert daraus ein Gewinn in Höhe von 66 Millionen Euro. Dies entspricht einem deutlichen – aber erwartbaren – Gewinnrückgang. Denn noch 2019 hatte die Bank im ersten Quartal einen Nachsteuergewinn in Höhe von 201 Millionen Euro erzielt.

Die Erträge seien mit 6,4 Milliarden Euro höher ausgefallen als vor einem Jahr. Dazu allerdings liegen noch keine näheren Informationen vor. Insgesamt also ist das Ergebnis recht erfreulich. Nur:

Aus charttechnischer Sicht ist der Kurs noch immer zu schwach, um direkt einen Aufwärtstrend beginnen zu können. Die Notierungen müssten nach Meinung diverser Chartanalysten erst die Marke von 6,75 Euro überwinden, um hier einen möglichen Trendwechsel einzuläuten. Dann wäre das Kursziel allerdings vergleichsweise attraktiv. Denn das Unternehmen könnte mit der Aktie zunächst 7 Euro, darüber allerdings direkt 7,50 Euro avisieren. Das bedeutet, die Aktie hat nun ein Aufwärtspotenzial, das sich auf 25 % beläuft.

Sollten die Notierungen indes wieder unter die nun erreichte Marke von 6 Euro nach unten rutschen, dann könnte es nach Meinung von Analysten auch schnell wieder in Richtung von 5 Euro gehen. Noch ist der Aufwärtstrend aus den aktuellen Kursbewegungen vom Montag viel zu schwach, um daraus einen generellen Trend ableiten zu können. Das Unternehmen liegt mit dem Aktienkurs jetzt für die vergangenen 2 und 4 Wochen jeweils nur bei einem Ergebnis von +/-0 %.

Da die Aktie seit Jahresbeginn noch immer ein Minus von mehr als 10 % aufweist, ist derzeit noch keine richtige Entspannung in Sicht. Auch die technischen Analysten bleiben bei ihrer noch vorsichtigen Einschätzung. Allerdings sind die kurzfristig bedeutenden Trendsignale nun bereits nach oben gedreht worden. Der GD20 bei 5,83 Euro wie auch der GD38 in Höhe von 5,91 Euro sind nunmehr überwunden. Der nächste wichtige GD ist jedoch die 200-Tage-Linie. Die wäre erst in Höhe von 6,97 Euro erreicht. Auch hier ist also noch viel Platz, um jederzeit die Kurswende nach unten anzutreten.

Im Gesamtbild bleibt die Aktie damit angeschlagen. Es dürfte interessant werden, den vollständigen Quartalsbericht am Mittwoch und die Reaktion des Marktes darauf abzuwarten. Dann könnte in Verbindung mit einem – vielleicht – positiveren Ausblick das Stimmungsbild auch bei Analysten etwas besser werden.

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