Debeka PKV: Ein warnendes Beispiel!

Die Debeka PKV lieferte vor nicht allzu langer Zeit ein trauriges Beispiel dafür, wie schmerzhaft Beitragserhöhungen bei den privaten Kassen ausfallen können.

Die Beiträge bei den privaten Krankenkassen steigen nicht zwingend jedes Jahr aufs Neue. Zum Teil freuen die Mitglieder sich über längere Zeit über Beitragsstabilität und müssen sich weniger häufig mit steigenden monatlichen Belastungen herumschlagen, als das bei den gesetzlichen Kassen der Fall ist. Das bedeutet allerdings nicht, dass die PKV pauschal günstiger wäre. Denn wenn die Beiträge steigen, dann tun sie das nicht selten sehr deutlich.

Im vorletzten Jahr bekamen das die Versicherten der Debeka PKV besonders schwer zu spüren. Der „Versicherungsbote“ berichtete darüber, dass hier die Beiträge im Durchschnitt um satte 17,6 Prozent angezogen haben, wobei besonders ältere Unisex-Tarife von steigenden Prämien belastet wurden. Das Unternehmen selbst sprach von einer der stärksten Anpassungen überhaupt, welche je durchgeführt werden musste. Entstanden sind die satten Aufschläge aber nicht aus blanker Gier oder aus einer Laune heraus.

Ganz oder gar nicht

Stattdessen sind die privaten Kassen an Gesetze gebunden, durch die sprunghafte Beitragsanpassungen mehr oder weniger programmiert sind. Ermöglicht wird den Versicherern eine Erhöhung der monatlichen Beiträge immer nur dann, wenn die Ausgaben in einem Tarif ein bestimmtes Niveau unterschreiten. Ist das nicht der Fall, sind Anpassungen überhaupt nicht zulässig. Dadurch bedingt stauen sich steigende Kosten gewissermaßen an und werden dann nach ein paar Jahren vollumfänglich an die Mitglieder weitergegeben, die darüber natürlich oft nicht schlecht staunen.

Das ist auch für Debeka und Co. keine angenehme Ausgangslage. Die meisten privaten Versicherer sprechen sich seit langer Zeit für Gesetzesanpassungen aus, um den eigenen Mitgliedern eine kontinuierliche und nachvollziehbare Beitragsentwicklung zu ermöglichen. Bisher hat sich in dieser Richtung aber nur wenig getan und auch die neue Regierung nahm sich das Thema bisher noch nicht zur Brust. Für den Moment müssen privat Krankenversicherte sich daher mit der Situation weiterhin arrangieren.

Kein Einzelfall

Auch wenn die Debeka PKV mit Erhöhungen im Jahr 2020 zweifellos auffiel, so sind Anpassungen auch in dieser Höhe kein Einzelfall und sie könnten auch bei jedem anderen Anbieter vorkommen. Daher müssen sich Mitglieder unabhängig von ihrem Anbieter jedes Jahr aufs Neue darauf einstellen, dass unangenehme Post im Briefkasten landen kann und die Prämien in Zukunft mehr als deutlich in die Höhe schnellen konnten. Aktuell ist die Gefahr dafür aufgrund der hohen Inflation und diverser weiterer Faktoren besonders groß.

Gleichwohl ist nicht jede Beitragserhöhung in der PKV auch gerechtfertigt. Es gab und gibt Fälle, in denen die Versicherer sich an die gesetzlich vorgegebenen Schwellen nicht halten. Ob das aufgrund falscher Berechnungen oder mit voller Absicht passiert, ist dabei erst einmal nicht weiter relevant für die Versicherten. Die können sich in einem solchen Fall juristisch wehren und sogar Rückerstattungen vor Gericht geltend machen.

Günstigere PKV Beiträge auf dem einfachen Weg

Verbunden ist das allerdings oft mit einigem Aufwand, sodass diese Karte nur gezogen werden sollte, wenn offensichtlich ein Verstoß vorliegt. Ist das nicht der Fall und ein Versicherter möchte seine monatlichen PKV Beiträge dennoch senken, bleibt aber noch die Möglichkeit eines Tarifwechsels. Mit einem solchen lassen die Kosten für die PKV sich zuverlässig und vergleichsweise einfach senken, was übrigens nicht nur bei einer angekündigten Beitragserhöhung möglich ist. Interessant ist das nicht zuletzt für all jene, die noch über einen Altvertrag verfügen.

Wie eingangs bereits erwähnt sind häufig solche von steigenden Beiträgen oft am meisten betroffen. Es kann sich daher lohnen, zu einem aktuelleren Tarif zu wechseln. Der bietet nicht nur in der Beitragsentwicklung oftmals eine höhere Stabilität. In vielen Fällen sinken auch die Prämien direkt und verschaffen Betroffenen damit mehr finanziellen Spielraum. Wie ausgeprägt das Einsparpotenzial ist, lässt sich pauschal leider nicht beantworten und ist immer vom Einzelfall abhängig. Es lohnt sich aber in jedem Fall, sich mit einem PKV Vergleich einen Überblick zu verschaffen. Und sei es nur, um Klarheit darüber zu erhalten, wie der eigenen Tarif sich im Vergleich zu den zahlreichen Alternativen schlägt.

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