Das Trading-Statement: DAX, Silber und der Mai-Effekt

Liebe Leser,

wir erleben einen eher trägen Start in die neue Handelswoche. Nach dem Rekordhoch an der 15.500er-Marke folgte letzte Woche eine kleine Korrekturphase, denn die Gerüchte um Bidens Steuerpläne schmeckte den Marktteilnehmern nicht.

Doch die Bären konnten diese Chance nicht wirklich für sich nutzen. Diese Woche verspricht Spannung!

Einige Schwergewichte veröffentlichen ihre Quartalszahlen und die amerikanische Notenbank tagt. Werden Tesla & Co. weiterhin mit ihren Zahlen überraschen können und wird die Fed trotz Inflationsängsten an ihrer Ausrichtung für die nahe Zukunft festhalten?

Die Beantwortung dieser Fragen wird sich am Kursverlauf der Aktienindizes ablesen können.

Eben wurde der ifo-Geschäftsklima-Index bekannt gegeben. Die erwartete Beschleunigung der Wirtschaftserholung in Deutschland hat einen kleinen Dämpfer erhalten.

Auch die Entwicklung der Umfragen für die anstehende Bundestagswahl verunsichern die Anleger ein wenig. Ein schwierigeres Umfeld für die Wirtschaft kann nicht gut für die Börsen sein.

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Ich will hier nicht politisieren, aber es ist nun einmal so, dass die Big Player im Markt diese Entwicklung sehr wohl im Auge behalten und bei Fortsetzung des Wahltrends sukzessive ihre Positionen in deutschen Werten abbauen werden.

DAX: Ziel nicht ganz erreicht

Letzte Woche endete zum einen der Long-Trade der Vorwoche mit Gewinn, zum anderen wurde eine neuer Swing-Trade eingegangen. Die Korrekturphase zu Beginn der Woche führte den DAX zügig zum Unterstützungsbereich um 15.320/300 Zählern.

Als dieser Bereich ohne Gegenwehr von den Bullen aufgegeben wurde, bin ich short gegangen – siehe vorheriger Wochenfahrplan. Die Bären drückten den Leitindex noch eine Kursetage tiefer an die Unterstützung um 15.150/40 Punkten. Zeitweise wurde sogar diese Zone unterschritten, und ich erwartet daraufhin ein Ansteuern der 15.000er-Marke.

Doch hier trauten sich dann wieder genügend Käufer in den Markt, der DAX konnte sich stabilisieren. Als es zurück in den Bereich 15.150 Punkte ging, beendete ich zufrieden den Short-Trade.

GER30 (DAX) im aktuellen 4-Stunden-Chart – Quelle: CFX TraderPRO

Der Wochenfahrplan steht

Der Fahrplan für diese Woche – gilt, solange sich nichts Grundlegendes am Markt verändert: Nach tieferen Notierungen beantworte ich Rückeroberungen der Kurszone 15.300/330 mit einem Long-Einstieg. Ebenfalls long ist angesagt, wenn das bisherige Allzeithoch bzw. die 15.500er-Marke übertrumpft wird.

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Die Short-Variante ist aber auch zu berücksichtigen, nicht nur wegen der Saisonalität. Die Trader-Weisheit „sell in may and go away“ kommt schließlich nicht von ungefähr – wobei diesem Hinweis bitte nicht „blind“ gefolgt werden sollte.

Der Bruch der grünen Aufwärtstrendlinie, ausgehend vom 25. März, dem Tag als die Bullen wieder reanimiert wurden, lässt mich auf die Bären setzen. Gleiches gilt für das Unterschreiten der Unterstützung bei 15.150/40 Punkten. Dann wird vermutlich der magischen 15.000er-Marke ein Besuch abgestattet werden.

Wird der DAX hier durchgereicht, bleibe ich short. Werden jedoch die Bären erfolgreich ausgebremst, nehme ich hier Gewinne mit. Zaghafte Long-Positionierungen sind dann denkbar, wobei es sich bei diesem Szenario möglicherweise auch nur um eine technische Gegenbewegung im Abwärtstrend handeln könnte – aktives Trade-Management ist hier angebracht; schnelles Nachziehen des Stopps, frühe Teilgewinnmitnahme etc.

Silber: Aufwärtstrendkanal intakt

Seit vergangenem Sommer erwies sich die 26 USD-Marke bei Silber häufig als neuralgischer Punkt. Mal fungierte dieser Preislevel als Widerstand, mal als Unterstützung. Auf dessen Funktion als Unterstützung setze ich gerade.

Schon in den letzten Stunden wurde stark um diesen Kursbereich gekämpft, exakt bei 26 USD eröffnete ich eine Long-Position.

Positiv ist zu werten, dass die untere Trendkanalbegrenzungslinie des Aufwärtstrendkanals unmittelbar unterhalb der 26 USD-Marke verläuft und somit den Silber-Kurs zusätzlich nach unten absichert.

Silber ist volatil, auch im Vergleich zu seinem großen Bruder (Gold). Entsprechend ist auch hier ein aktives Trade-Management vonnöten.

XAGUSD im aktuellen 4-Stunden-Chart – Quelle: CFX TraderPRO

Und übrigens: Zurück zum Sell-in-May-Effekt, bevor hier falsche Begehrlichkeiten geweckt werden. Früher hatte diese Börsenweisheit durchaus seine Berechtigung.

Seit vielen Jahren empfiehlt es sich jedoch eher, im Juli auszusteigen und sich an die Seitenlinie zu begeben.

Dieses Jahr ist aber auch dies zu hinterfragen, denn ein starkes erstes Quartal wiederum lässt eine Korrektur bereits vor dem Sommerbeginn wahrscheinlich werden.

So oder so sollte dies aber keine Rolle spielen. Wir aktive Trader sollten uns vielmehr auf den Chart konzentrieren. Dieser gibt uns letztlich die Signale vor, die wir traden sollten.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit investiert.

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