Das Trading Statement: Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen

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Liebe Leser,

ich hoffe, Sie konnten angenehme Osterfeiertage verleben. Normalerweise berichte ich hier vom Start in die neue Handelswoche. Der Ostermontag ist aber ein Börsenfeiertag und daher erhalten Sie heute eine etwas andere Ausgabe des Trading-Statement.

Trading-Strategien gibt es vermutlich Hundertausende, doch letztlich entscheidet der Faktor Mensch über Erfolg und Misserfolg beim Traden. Es gibt bestimmte Merkmale, die erfolgreiche Trader auszeichnen – und damit meine ich nicht Trader, die erst seit kurzem erfolgreich sind, sondern über eine lange Wegstrecke bewiesen haben, profitabel zu handeln, trotz zwischenzeitlicher Misserfolge, die einfach dazugehören.

Entscheidende Faktoren für Erfolg und Misserfolg

Bestimmte Tugenden bilden die Grundlage für kluge Anlageentscheidungen und für langfristigen finanziellen Erfolg an den Börsen. Hierzu zählen:

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Ohne Spaß und Leidenschaft am Traden und an der Börse, an den Zusammenhängen im modernen Finanzmarktsystem geht es nicht. Dies muss eine Grundeinstellung darstellen und zwar eine positive. Für Sie als Finanztrends-Leser eine Selbstverständlichkeit, doch gerade im Verlauf der Finanz- und Schuldenkrise hatte das Image derjenigen, die mit Geld zu tun hatten, schwer gelitten. Während der Corona-Krise haben aber immer mehr junge Anleger den Weg an die Börse gefunden, interessieren sich wieder vermehrt für die selbstbestimmte Geldanlage. Ein vernünftiger Trend – der zwar auch Risiken birgt, die wir heute aber nicht besprechen wollen.

Da sich der Mensch bekanntermaßen häufig selbst im Weg steht, braucht es viel Disziplin, um den eingeschlagenen Weg nicht zu verlassen. Am Wegesrand lauern viele Gefahren und Ablenkungen, die es schwierig machen, die eigene Strategie bzw. die aufgestellten Regeln auch konsequent umzusetzen. Gerade, wenn es einmal nicht so gut läuft.

Wir sind Marathonläufer!

Neben der Disziplin braucht es aber auch Ausdauer, um den Atem zu haben, eine Strategie trotz mancher Durststrecke auch durchzuhalten, denn es gibt keine Strategie, die zu jeder Marktphase passt. Traden ist eben kein Sprint, auch wenn dies im ersten Moment vielleicht danach aussieht. Traden ist vielmehr ein Marathonlauf, bei dem auch der Sieger jede Menge Aufs und Abs durchlebt, bevor er triumphierend durchs Ziel rennt.

Ganz wichtig ist auch die Kontrolle über die eigenen Emotionen. Wenn auch nie hundertprozentig möglich, so ist es ideal, den größten Gegnern des Traders keine Angriffsfläche zu bieten: der Angst und der Gier. Denn wenn sich diese Feinde des Börsianers in den Gedankengängen des Anlegers erst einmal verfangen, dann sind Fehler beim Traden vorprogrammiert – beispielsweise, indem man Trading-Ideen nicht umsetzt, oder aber Trading-Ideen durchführt, die eigentlich nicht ganz den eigenen Vorstellungen entsprechen.

Talente werden attackiert

Zu viel ist nicht gut, aber eine gewisse Risikoneigung braucht man als Trader. Ohne Risiko – keine Chance. Die Kunst dabei ist, diese im Zaum zu halten und den Gegebenheiten, etwa dem Trading-Kapital und dem Marktumfeld, entsprechend anzupassen.

Ein österreichischer Kabarettist hat einmal einen Satz geprägt, der die Börsenpsychologie nicht besser hätte beschreiben können. Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen.

Hierin besteht dann auch die Gefahr, dass die zuvor aufgeführten Talente des Traders zunichte gemacht werden. Zu handeln ist also ein immerwährender Prozess, der das Festhalten an die vorhandenen oder erworbenen Eigenschaften zwingend erfordert. Und damit wären wird dann wieder am Ausgangspunkt dieser Aufzählung der wichtigsten Merkmale eines Traders angelangt.

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Diese Ausgabe gibt es nur einen kleinen Rückblick auf die Trading-Ideen der letzten Handelswoche: Beim DAX kam es wie erwähnt mit der Rückeroberung der 14.800er-Marke zu einem Long-Einstieg – gewinnbringend. Das Währungspaar EURUSD nutze vorerst nicht seine Chance, die Unterstützungszone um 1,1750 zu nutzen. Da die Abwärtstrendlinie nicht durchbrochen werden konnte, halte ich daher weiter an Short-Positionen fest. Nächsten Montag setze ich mich im Trading-Statement dann wieder intensiv mit DAX & Co. auseinander.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit investiert.

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