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Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) bei Ihren Investitionen verstehen

Viele erfahrene Anleger berechnen vor einer Kaufentscheidung zunächst das Chance-Risiko-Verhältnis. Worum handelt es sich dabei genau?

Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) gibt an, wie viel ein Anleger für jeden investierten Euro potenziell verdienen kann. Dadurch können Investoren besser einschätzen, ob es sich überhaupt lohnt, ein Risiko einzugehen. Beispiel: Beträgt das CRV 1,5:1 ergibt diese Investition möglicherweise weitaus weniger Sinn, als wenn das Verhältnis 5:1 lautet.

Wie berechnet sich das Chance-Risiko-Verhältnis?

Nehmen wir an, Sie haben während einer Chartanalyse ein Muster erkannt und erwarten, dass der Aktienkurs eine bestimmte Marke im Chart anläuft. Dann errechnet sich Ihre Chance aus der Differenz zwischen Zielkurs und aktuellem Kurs.

Für die Ermittlung des Risikos müssen Sie sich zunächst damit beschäftigen, eine passende Stop-Loss-Marke im Chart zu identifizieren. Da bietet sich die nächste starke Unterstützungslinie unter dem momentanen Kurs an, beispielsweise ein langfristiger gleitender Durchschnitt. Sie subtrahieren diesen Stop-Kurs vom Kaufkurs und erhalten einen Wert, der Ihr Verlustrisiko bemisst. Denn Sie würden ja bei dieser Marke verkaufen, sollte sich der Aktienkurs entgegen Ihrer Erwartung entwickeln.

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Nun können Sie die ermittelten Werte für Chance und Risiko durcheinander teilen. Ist das Ergebnis größer eins, übersteigen die Chancen Ihr Risiko. Je größer der Wert, desto höher sind theoretisch Ihre Gewinnchancen bei diesem Trade.

Hinweis: Sollten Sie im englischen Sprachraum Analysen lesen oder einschlägige Finanz-Webseiten besuchen, dann ist dort das Risiko-Ertrags-Verhältnis (Risk/Reward Ratio) das Äquivalent zum CRV. Der Unterschied: In der Gleichung taucht dort das Risiko an erster Stelle auf, die Chance an zweiter. Die Berechnung funktioniert also genau umgekehrt.

Wie Sie das CRV-Verhältnis verwenden

Viele Trader empfinden eine Chance-Risiko-Verhältnis ab Faktor 3 als attraktiv. Dies hängt aber auch von den jeweiligen Trading-Strategien und nicht zuletzt dem konkreten Marktumfeld und der Anlageklasse ab. Vielfach tasten sich Anleger erst einmal mit Trial-and-Error heran, um dann zu entscheiden, welcher CRV-Faktor am besten zu Ihrer individuellen Strategie passt.

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Stop-Loss-Aufträge sind ein gebräuchliches Mittel, um den Risiko-Faktor bei einer CRV-Handelsstrategie einzugrenzen. Sie setzen Ihren Stop-Preis fest, damit sich Ihre Verluste nicht über den von Ihnen akzeptierten Punkt hinaus fortsetzen. Dann erhält der Broker automatisch bei dieser Marke einen Verkaufsauftrag von Ihnen.

Trade-Beispiel mit CRV

Sie kaufen 100 Aktien von Unternehmen XY zu einem Kurs von 10 Euro. Ihre Stop-Loss-Order platzieren Sie bei 5 Euro, das von Ihnen errechnete Kursziel liegt bei 30 Euro. Ihr CRV beträgt also 3:1 oder 3, ihr maximaler Verlust 500 Euro, ihr maximaler Gewinn 2.000 Euro.

Sie können nun natürlich hingehen und Ihr CRV erhöhen, indem Sie den Stopp-Loss einfach bei 7,50 Euro setzen. Ihr Risiko “schwindet” (rein rechnerisch verlieren Sie nur noch 250 Euro), während Ihre Chance gleich bleibt. Doch auf diese Weise verändern Sie möglicherweise die Erfolgswahrscheinlichkeit Ihres Trades.

Es kann ja sein, dass es sich um einen schwankungsintensiven Titel handelt, der erfahrungsgemäß erst einmal unter den Kurs abtaucht, bevor er die besagten 30 Euro angreift. Dann löst der Kurs möglicherweise den von Ihnen höhergesetzten Stop-Loss aus, ehe er das von Ihnen angepeilte Kursziel erreicht. Dann heißt es für Sie: Außer 250 Euro Spesen nichts gewesen, obwohl Sie mit Ihrer Prognose vollkommen richtig lagen. Diesen Ausgang wollen Sie selbstredend vermeiden.

Sie sehen an diesem Beispiel, dass andere Anleger bei dieser Methode nicht ohne Grund in der Praxis auf Trial & Error setzen. Denn das Chance-Risiko-Verhältnis kann Ihnen niemals voraussagen, wie sich ein Kurs konkret verhält. Die Kennziffer dient allein dazu, Ihre Effizienz bei konkreten Anlageentscheidungen zu steigern. Das Wichtigste ist, sich daran zu erinnern, dass das CRV-Verhältnis ein grober Anhaltspunkt und kein präzises Maß ist. Es handelt sich um ein relatives Maß für Risiko und Ertrag, nicht um ein absolutes.

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