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Daily Morning Briefing: Ölpreisspekulation – Shell und Co. im Rampenlicht

Verwirrung am Ölmarkt - sinkt der Preis jetzt weiter? Offenbar wird heiß gepokert

Auf einen Blick:
  • Ölpreis soll weiter sinken - und sinkt nicht
  • Energie-Unternehmen profitieren bei Stabilität
  • Was macht die Opec

Liebe Leser,

der Ölpreiskrimi setzt sich fort. Über einen nun längeren Zeitraum sanken die Preise – und sollten weiter abwärts marschieren. Dies hat auch die gesamte Energie-Branche bis hin zu Shell und Co. in Aufruhr versetzt. An diesem Märkten jedoch bleibt es erstaunlich ruhig – auch im Vormittagshandel am Mittwoch sind die Kurse stabil. Ein Grund: Der Ölpreis sinkt doch nicht. Die Verwirrung ist komplett. Nun droht den Unternehmen, die hohe Gewinne erwirtschaftet haben sollen, auch noch die sogenannte Übergewinnsteuer. Die Ampel-Regierung in Deutschland diskutiert darüber bereits.

Poker am Ölmarkt

Der Poker am Ölmarkt hat in diesen Tagen gewaltige Ausmaße angenommen. Es sollte Kürzungen und Erhöhungen der Fördermengen geben – sozusagen gleichzeitig. Den bereits messbaren Abwärtstrend am Ölmarkt förderte am Montag zunächst ein Bericht des WSJ, des Wall Street Journals aus den USA. Die Opec + sollte darüber nachdenken – öffentlich -, die Förderkürzungen beim Öl etwas zu reduzieren.

Rasch reagierte der Ölmarkt mit Preisnachlässen. Die Preise sanken für die Sorte Brent teils um über 5 US-Dollar pro Barrel und sorgten damit an mehreren Märkten für Aufruhr. Die Börsen insgesamt können sich über solche Nachrichten im Regelfall freuen, da Unternehmen sowohl in der Produktion wie auch in der Mobilität auf günstige Energiepreise angewiesen sind.

Tatsächlich wurden die Gerüchte schnell in Luft aufgelöst. Saudi-Arabien etwa ließ den Bericht dementieren. Insofern sind die Ölpreise nicht zufällig, sondern spekulativ durch den Bericht aus Saudi-Arabien wieder aufwärts geklettert und zeigen sich aktuell stabil.

Die Ölpreis-Diskussion ist aus vielerlei Gründen für die Märkte interessant.

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Wenn der Ölpreis weiter gesunken wäre, hätte dies zum einen die Produktions- und Logistikkosten in der Wirtschaft insgesamt gesenkt. Der Ölpreis hat diesbezüglich durchaus Luft nach unten, so die Meinung von Analysten.

Auf der anderen Seite gelten sinkende Ölpreise wiederum als Indikator dafür, dass die Wirtschaft – vor allem international – noch schwächer verläuft als ohnehin vermutet. So hat mittlerweile auch die OECD die Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft bezogen auf das kommende Jahr in der eigenen Prognose verkürzt. 1,7 % Plus seien möglich, heißt es nun nur noch. 1,4 % wurden für 2024 avisiert.

Auch für Deutschland stellte die OECD eine größere Rezession in Aussicht als etwa die Wirtschaftsweisen. Die gingen zuletzt im Jahresmittel 2023 von einem Wachstum in Höhe von -0,25 % aus, während die OECD nun einen Rückgang um -0,5 % annimmt. Die Unterschiede sind durchaus beträchtlich.

Der sinkende Ölpreis wiederum könnte aus dieser Sicht auch negativ bewertet werden. Generell aber ist die Stimmung rund um den Ölpreis inzwischen zu einem wesentlichen Punkt für die Energie-Unternehmen geworden.

Shell etwa wird am Aktienmarkt in den vergangenen Tagen und Wochen recht großzügig hin und her geschickt, auch wenn solche Unternehmen in den vergangenen neun Monaten Rekordzahlen präsentiert haben.

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Shell Aktie Chart
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6M.
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