CureVac-Aktie: Jetzt ist Geduld gefragt!

Der Kurs der CureVac-Aktie kämpfte sich diese Woche mühsam zurück ins Plus. Aus fundamentaler Sicht steht das Unternehmen vor herausfordernden Jahren.

CureVac versucht nach der gescheiterten Corona-Impfstoff-Entwicklung im Vorjahr derzeit durch neue erfolgsversprechende Projekte das Vertrauen der Investoren wiederzugewinnen. Dass dieses Bemühen momentan noch nicht von Erfolg gekrönt ist, zeigte erneut die vergangene Handelswoche.

Neues Allzeittief

So markierte die CureVac-Aktie in der Vorwoche am 16. Juni ein historisches Allzeittief bei 12,364 Euro – und das nach einer kleinen Rally zwischen März und Juni, welche die Hoffnung auf einen nachhaltigen Aufwärtstrend geweckt hatte. Von diesem Tiefschlag konnte sich der Titel in dieser Woche nicht wirklich erholen. Immerhin knackte der Wert zum Handelsschluss am Freitag noch die 14-Euro-Marke. Die Niveaus von 18 oder 19 Euro, auf denen sich die CureVac-Aktie noch im Frühling bewegte, sind aber noch in weiter Ferne.

Nicht unbedingt zuträglich in dieser Situation war der Umstand, dass das Unternehmen keine neuen Nachrichten zu laufenden Entwicklungsprojekten zu vermelden hatte. Die News beschränkten sich auf die Bekanntgabe der Abstimmungsergebnisse der letzten Hauptversammlung, die keine Überraschungen boten. Allerdings standen zum Ende der Handelswoche die konkreten Abstimmungszahlen noch aus, die das Unternehmen in den kommenden Tagen noch nachliefern will.

Zwiespältiges Bild

Der Refinitiv ESG-Score, ein nachhaltiges Ranking zum Branchenvergleich von Firmen, weist gemäß marketscreener.com ein ausgesprochen schlechtes Resultat auf. Besonders auffällig ist, dass die Profitabilität von CureVac vor Steuern und Abschreibungen als gering eingestuft wird. Im Hinblick auf den Wert des Sachvermögens scheint die Unternehmensbewertung verhältnismäßig hoch. All dies sind nicht unbedingt Argumente, um die CureVac-Aktie derzeit auf die Watchlist zu nehmen.

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Dennoch können auch Stärken hervorgehoben werden. Schließlich gehört das Unternehmen nach den Schätzungen der Analysten für das Absatzwachstum des Standard & Poor’s-Konsensus zu den am stärksten wachsenden Gesellschaften. Die Profitabilität ist unzureichend, die Finanzsituation dagegen ausgezeichnet. Dadurch ergibt sich ein erheblicher Investitionsspielraum.

Umsatzentwicklung

Um beurteilen zu können, ob es sich lohnt, die CureVac-Aktie aus Sicht des Umsatzes und des Nettogewinns zu erwerben, werfen wir einen Blick auf die Performance des Unternehmens. In 2020 konnte ein Umsatz von 49 Millionen Euro erzielt werden. Allerdings belief sich das Nettoergebnis auf -129 Millionen Euro. Ähnlich sah es für 2021 aus. Der Umsatz von CureVac kletterte zwar auf 103 Mio. Euro. Gleichzeitig stieg der Nettoverlust auf -412 Millionen Euro. Das wirkt aus fundamentaler Sicht bedenklich, war aber natürlich vor allem den hohen Investitionen in den Corona-Impfstoff geschuldet, die sich letztlich nicht in monetarisieren ließen.

Diese negative Tendenz beim Nettoergebnis dürfte sich in diesem und dem kommenden Jahr noch fortsetzen, vermutlich dann aber mit deutlich reduzierten Verlusten. Erst für 2024 geht marketscreener.com derzeit von einem Wachstumssprung beim Umsatz auf 403 Mio. Euro aus, der sich dann endlich in einem Nettogewinn von 63,7 Mio. Euro niederschlagen könnte. Wie gesagt: Das sind alles nur Prognosen, die bei Biotech-Unternehmen in der klinischen Entwicklungsphase sehr schnell durch gescheiterte Forschungsprojekte über den Haufen geworfen werden können. Das Corona-Impfstoff-Debakel ist da ein mahnendes Beispiel.

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Analystenerwartungen für CureVac

Aktuell gibt es 7 Studien, von denen 4 ein „Halten“ empfehlen. Ein Fachmann rät, die CureVac-Aktie jetzt zu kaufen. Eine Analyse empfiehlt „Aufstocken“. Lediglich eine Beurteilung rät zum Verkauf der Aktie. Das durchschnittliche Kursziel beträgt rund 25 Euro. Das höchste Kursziel wird sogar mit 49,30 Euro ausgewiesen. Die Aktie notiert also unter dem Kursziel und hat unter diesem Blickwinkel betrachtet aktuell noch Potenzial nach oben.

Wichtigste Wettbewerber

Zunächst ist sicherlich BioNTech zu nennen. Der Konzern ist seit 2019 an der Börse. Dank der erfolgreichen Entwicklung eines Corona-Impfstoffes Ende 2020 gelang dem Unternehmen der wirtschaftliche Durchbruch zum Biotech-Konzern mit Umsätzen in zweistelliger Milliardenhöhe. Im Mittelpunkt der Forschung steht die Herstellung von mRNA-basierten Präparaten.

Das Unternehmen AstraZeneca ist eines der weltweit bedeutendsten Pharma-Unternehmen. Die Zentrale befindet sich in Cambridge, während die Forschungsabteilung in Schweden angesiedelt ist. Es gibt aber auch eine Niederlassung in Deutschland, in Wedel bei Hamburg. Dort sind 900 Mitarbeiter im Büro und im Außendienst beschäftigt. Bei dem Konzern handelt es sich um einen Mitbewerber von CureVac.

Nicht zuletzt muss noch Moderna erwähnt werden. Der Hauptsitz dieses Unternehmens befindet sich ebenfalls in Cambridge, Massachusetts. Während die Firma AstraZeneca auf klassische Weise einen Impfstoff entwickelt, setzte Moderna, wie Biontech und Curevac, auf die Variante mit mRNA.

Geduld gefragt

Besonders positiv wurde CureVac in den beiden zurückliegenden Wochen von den überwiegend privaten Usern in den sozialen Medien beurteilt. Zudem wurden in den vergangenen Tagen vorwiegend positive Aspekte rund um den Wert der Aktie thematisiert. Insgesamt kann man festhalten, dass die Stimmung der Investoren auf dieser Ebene ein Buy-Rating erlaubt. Aktionäre dürfen gespannt sein, wie sich der Kurs der CureVac-Aktie zukünftig entwickeln wird.

Kurschart der CureVac-Aktie in den vergangenen 5 Handelstagen

Quelle Kurschart: https://www.google.com/finance/quote/5CV:ETR?window=5D

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CureVac
NL0015436031
13,26 EUR
-4,02 %

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Aktien-Broker | 31.07.2022

CureVac Aktie: Aufgepasst!

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