Das Übernahmeangebot von Adnoc für Covestro steht und es sieht nicht danach aus, als würde dieses noch einmal nachgebessert werden. 62 Euro je Anteilsschein werden geboten und die meisten Kredithäuser empfehlen ihren Kunden, dieses Angebot auch anzunehmen. Adnoc will den dazugehörigen Prospekt nach eigenen Angaben im Laufe des Novembers vorlegen.
Sofern die Behörden dem Ganzen ihren Segen erteilen, könnte die notwendige Mehrheit von 50 Prozent zuzüglich einer Aktie noch vor Jahresende erreicht werden. Verhindern ließe sich die Übernahme allenfalls noch durch eine Initiative von Großinvestoren. Ambitionen in diese Richtung sind aktuell aber nicht erkennbar.
Covestro: Verkaufen oder nicht?
Kleinaktionäre stehen damit vor der Frage, ob sie ihre Anteilsscheine hergeben sollten oder nicht. Laut der getroffenen Vereinbarung wird Covestro mindestens bis zum Jahr 2028 an der Börse bleiben. Wer das Angebot von Adnoc nicht annimmt, hat also keinen schnellen Squeeze Out oder dergleichen zu befürchten.
Allerdings ist eine Kapitalerhöhung um zehn Prozent anvisiert, was den Kurs bestehender Anteilsscheine verwässert und sehr zuverlässig zu Kursverlusten führen dürfte. Zudem ist die Fusion bereits fest eingepreist. Sowie das Ganze über die Bühne gebracht wurde, treten wieder die schwache Nachfrage und andere unerfreuliche Faktoren in den Vordergrund, was für weiteren Verkaufsdruck sorgen könnte.
Auf Nummer sicher
Covestro Aktie Chart
Exakt lassen sich Kursbewegungen nie vorhersagen, ob mit oder ohne Übernahme. Doch im Falle von Covestro spricht nur wenig dafür, dass nach der Übernahme in absehbarer Zeit wieder vergleichbare Kurse erreicht werden können. Wer sich auf das Angebot einlässt, wählt einen recht sicheren Weg und Gewinne fahren damit alle Anleger ein, die zu irgendeinem Zeitpunkt in den letzten fünf Jahren eingestiegen sind.
Stand heute, 29. Oktober: Covestro – Kaufen, halten oder verkaufen?
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