Corona-Impfstoffe und Fonds: Die Lösung

Liebe Leser,

die Börsen bewegen sich zum Jahresende zumindest zufriedenstellend auf ein gutes Kursniveau zu. Dabei sind die Haupttreiber derzeit nicht mehr die Nachrichten aus den USA – über die US-Wahl, sondern vor allem die Impfstoff-Entwickler.

Es liegt nahe, dass Sie vor allem auf diesem Gebiet künftig Geld verdienen können – denn die Impfstoff-Hersteller verdienen an und mit dem Impfstoff Geld. AstraZeneca möchte zwar kein Geld damit verdienen, sondern die Pandemie „heilen“, Sie dürfen allerdings davon ausgehen, dass die Produktpipeline dort so gut gefüllt ist (mit Krebs-Mitteln etc.), dass die hiervon ausgehende Stimmungswirkung groß genug wäre.

Gibt es eine Möglichkeit, mit einem Fonds zu verdienen?

Ja: Ich hatte bereits einen entsprechenden Fonds dazu vorgestellt. Dies ist der

„Acatis Datini Valueflex Fonds A, ISIN: DE000A0RKXJ4“

Hierbei geht es allerdings nicht nur um die Impfstoffhersteller – sondern vor allem um einen Konzern, BioNTech.

BioNTech hat zusammen mit „Pfizer“ einen Impfstoff produziert, der jetzt an diesem Wochenende in den USA eine Notfallzulassung erhalten hat.

Dies ist in den Kursen des Unternehmens und auch beim Fonds noch nicht berücksichtigt.

Der Fonds selbst möchte lediglich einen „möglichst hohen Wertzuwachs“ erzielen, wird aber im Zweifel auch Wandelanleihen oder sogar normale Anleihen kaufen. Damit könnten Sie hier auch längerfristig investieren…

Acatis Datini Valueflex Fonds A – Ausbruch nach oben

Sehen wir uns zunächst den Chart zum Fonds über die vergangenen 12 Monate an. Auch hier gab es – selbstverständlich – einen Einbruch wegen der ersten Corona-Phase. Hier sollten Sie allerdings beachten, wie stetig es danach aufwärts ging. Von etwa 320 Euro ausgehend hat der Kurs sich auf 522 Euro nach oben geschoben.

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Der Acatis Datini Valueflex Fonds A, ISIN: DE000A0RKXJ4

Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Sie sehen, dass der Fonds in etwa 30 % innerhalb eines Jahres gewonnen hat. In diesem Zeitraum ist und bleibt der Dax bei etwa 1 % stehen. Der „Standard“ ist demnach deutlich schlechter als eine Investition in eine Branche.

Weitere Fakten

Der Fonds weist eine „TER“ – Gesamtkostenquote – in Höhe von 0,95 % auf. Dies ist bezogen auf einen solchen Fonds vollkommen vertretbar.

Aktuell hat der Fonds eine Marktkapitalisierung von lediglich 381 Millionen Euro. Dies ist relativ wenig – aber deutlich zu viel, um irgendeine Art von Risiko für das Unternehmen darzustellen. Sie können beruhigt investieren.

Dividenden – und sonstige Erträge – werden ausgeschüttet. Sie werden also in erster Linie Dividenden erhalten, in zweiter Linie dann auch Zinsen.

Aktuell sind angemessene 81,75 % des Fondsvolumens in Aktien investiert.

Renten und „sonstige“ machen etwa 12 % aus.

Der Cash-Bestand liegt bei 4,1 % und Wandelanleihen sind zu 2,1 % im Fonds vertreten.

Branchen interessant

Auch jenseits des Biotechnologie-Hypes sind interessante Branchen vertreten. Die Biotechnologie macht insgesamt fast 13,8 % auf. Zudem aber wird viel in Soft- und Hardware investiert, gut 5 % in „Healthcare“-Anbieter und sogar noch 3,6 % in die Chemie-Industrie.

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In eine mögliche Konjunkturaufhellung hinein dürfte diese Mischung richtig und zumindest nachvollziehbar sein.

Zu den Unternehmen:

  • Nr. 1 ist ein XBT Bitcoin Provider mit 6,3 % Anteil
  • BioNTech mit 5,8 % bleibt die Nr. 2
  • NVIDIA nimmt 4,8 % des Kapitals ein.
  • 2,6 % gehen aktuell noch an Microsoft.

Die Mischung des Fonds ist damit auch für eine langfristige Investition in die kommenden Jahre hinein interessant.

Dazu auch noch einige Performance-Angaben, die bei einer relativ stabilen (durch Impfstoffe vergleichbar steigende) Konjunktur in etwa fortgesetzt werden könnte:

  • Im Jahr 2020 sind bis dato 27,1 % gewonnen worden – deutlich mehr auch als der Dow Jones schaffte.
  • In zwei Jahren legte der Fonds sogar 53 % hin.
  • In den zurückliegenden drei Jahren hat das Fondsvermögen sich um 26,5 % nach oben geschoben.
  • Innerhalb von vier Jahren hat der Fonds eine Entwicklung von gut 81 % genommen.
  • In den zurückliegenden fünf Jahren gewann der Fonds 119 % und
  • in zehn Jahren sogar 244,4 %.

Der höchste Verlust, den der Fonds in diesen Zeiträumen hingelegt hat, belieft sich (in den zurückliegenden drei Jahren) auf -23 %. Dies ist der „maximale Drawdown“, den praktisch jeder Vermögensverwalter bei Vergleichen und im Gespräch mit Mandanten heranzieht und eine mögliche schlechte Entwicklung skizzieren soll.

Die Volatilität (Schwankungsbreite) als Maßstab für die Risiken, die Sie eingehen würden, ist vertretbar. Denn der Fonds hat in drei Jahren eine Schwankungsbreite von 19,3 % gehabt und damit Risiken aufgewiesen, die der Dax in etwa ebenfalls zeigte. In den zurückliegenden fünf Jahren ging es für den Fonds mit 16,4 % noch geringer hin und her.

Lediglich die Volatilität über ein Jahr ist mit 22,3 % noch recht hoch. Dies jedoch dürfte aus Sicht von Marktbeobachtern sogar ein sehr guter Wert sein. Im Corona-Jahr sind viele Indizes selbst noch einmal weitaus schwankender gewesen. Insofern hat der Fonds hier sehr gute Ergebnisse gezeigt.

Zu beachten ist: Den Fonds selbst können Sie unter www.finanzen.net kostenfrei kaufen.

Weitere Lösungen für das „Impfstoff-Problem“

Wenn Sie ausschließlich in Impfstoffe investieren möchten, ist der o.g. Fonds allerdings dafür nicht geeignet. Sie sollten dann allerdings nicht einen Fonds wählen, der beispielsweise auf wenige Unternehmen setzt, die Corona-Impfstoffe entwickeln. Die Unternehmen können Sie praktisch einzeln am besten kaufen und mit Stop-Loss-Limits versehen:

  • Johnson & Johnson
  • CureVac
  • Novavax
  • AstraZeneca
  • Moderna
  • Pfizer
  • BioNTech

Dies sind die großen Namen der Szene. Wenn Sie insgesamt in die Branche investieren möchten, bietet sich ein Health-Care-Fonds an.

Dies kann etwa ein Fonds sein, der aktiv gemanagt wird. Bei einer derart breiten Anlage jedoch sind auch ETFs geeignet. Eine sehr einfache Möglichkeit ist der

„Xtrackers MSCI World Health Care UE 1C, ISIN: IE00BM67HK77“

Quelle: www.onvista.de, eigene Einstellung

Der Fonds bildet den gleichnamigen Weltindex ab. Aktuell sind die Notierungen relativ gleichförmig auf einem Niveau. Dies wiederum ist der breiten Streuung zu „verdanken“ – hier investieren Sie langfristig nur etwas attraktiver als etwa bei Standard-Indizes wie dem Dax.

Dennoch sind die Investitionen bei diesem ETF vermutlich auf längere Sicht attraktiver – wie der Blick auf die vergangenen drei Jahre zeigt.

„Xtrackers MSCI World Health Care UE 1C, ISIN: IE00BM67HK77“ – drei Jahre

Quelle: www.onvista.de, eigene Einstellung

In den zurückliegenden drei Jahren hat der Fonds etwa 35 % gewonnen, während der Dax auf der Stelle tritt. Die Branche ist demnach deutlich attraktiver als die breite Mischung von deutschen Standardaktien – die der Dax vertritt. Der Dax wird ab September nächsten Jahres sogar 40 Unternehmen stark sein. Dies dürfte die Entwicklung hin zu einem durchschnittlichen Index stärken und damit dem Anbieter, der Deutschen Börse AG, helfen.

Dennoch: Als Rendite-Vehikel taugt der Dax dann noch einmal weniger. Insofern ist die breite Investition in den hier abgebildeten ETF die interessantere Variante – auf längere Sicht.

Die Verwaltungsgebühr beläuft sich jährlich auf lediglich 0,15 %. Laufende Kosten werden mit 0,30 % taxiert.

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