Bystronic kämpft sich zurück – Auftragslage stabilisiert sich, CEO bleibt zuversichtlich

Bystronic-CEO Iacovelli sieht Fortschritte bei Marktanteilen und Auslastung, trotz rückläufiger Umsätze und US-Zollunsicherheiten.

Auf einen Blick:
  • Neue Automationsaufträge steigern Auslastung
  • Restrukturierung als Erfolg bewertet
  • Innovationen sollen Bestellungen beleben
  • US-Zölle beeinflussen Prognose

Seit dem Börsengang 2021 hatte Bystronic (ex Conzzeta) mit Gegenwind zu kämpfen. Der Spezialist für Maschinen zur Blechbearbeitung blieb mit einem Jahresumsatz von rund 650 Millionen Franken deutlich unter den ursprünglichen Zielen. Dennoch blickt der neue CEO Domenico Iacovelli im Gespräch mit AWP optimistisch nach vorn.

„Wir haben im Bereich Automationslösungen mehrere neue Aufträge erhalten – das bringt uns im zweiten Quartal fast an die Vollauslastung“, erklärt Iacovelli. Schon im Januar habe sich eine stabile Auftragslage abgezeichnet, weshalb die Kurzarbeit Ende November nicht verlängert werden musste.

Verlorene Marktanteile sollen zurückkommen

Der neue Chef sieht die Rückkehr auf den Wachstumspfad als machbar – auch, weil die Ursachen für den Rückschlag hausgemacht waren. „Wir haben Marktanteile verloren, das liegt auch an uns. Aber was in unserer Hand liegt, können wir verbessern – unabhängig von der Konjunktur“, betont Iacovelli.

Bystronic habe bereits Maßnahmen ergriffen, um Kunden zurückzugewinnen. Erste Fortschritte im laufenden Jahr stimmten ihn zuversichtlich: „Wir sehen bereits erste Resultate.“ Auch die Restrukturierung des vergangenen Jahres sei gut verlaufen.

Innovation als Hebel für neues Wachstum

Zu den weiteren Hoffnungsträgern zählen neue Produkte. Einige Innovationen seien bereits eingeführt, andere kurz vor dem Marktstart. Der CEO ist überzeugt: „In den kommenden Quartalen wird sich der Bestellungseingang beleben.“

Bystronic AG Aktie Chart

Blick nach vorn: Erholung ab 2026?

Für das Jahr 2026 rechnet Iacovelli wieder mit steigenden Umsätzen. Der Rückgang bei den Bestellungen sei gestoppt, was sich mittelfristig in den Zahlen zeigen dürfte. Zum Vergleich: 2024 war der Umsatz noch um rund 30 Prozent eingebrochen.

Das laufende Jahr 2026 gilt als Übergangsphase. Im Februar hatte Bystronic einen leicht rückläufigen Umsatz und einen geringeren operativen Verlust in Aussicht gestellt – musste diese Prognose im April jedoch wegen der Unsicherheit rund um US-Zölle vorerst aussetzen.

Prognosepause nur temporär

Diese Aussetzung sei rein vorsorglich erfolgt, so Iacovelli. „Unsere Aussichten haben sich kaum verändert. Sollte es keinen neuen Zollschock geben und die Wirtschaft nicht einbrechen, dürften wir unsere ursprüngliche Prognose wieder bestätigen.“

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