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BYD- und NIO-Aktie: Es hört einfach nicht auf!

Der chinesische E-Autobauer NIO hatte gegenüber BYD an der Börse lange Zeit das Nachsehen. Das hat sich zuletzt geändert, woran ein Investor zweifellos seinen Anteil hat.

Auf einen Blick:
  • Die Aktie von E-Autobauer Nio notiert 15 Prozent im Monatsplus
  • Die BYD-Aktie hat dagegen drei Prozent abgegeben
  • Der Hintergrund: Warren Buffet trennte sich erneut von Anteilen der Chinesen
  • NIO dagegen hat in Europa sein Vertriebskonzept geändert

Liebe Leserinnen und Leser,

lange Zeit hatte der chinesische Batterie- und Fahrzeugproduzent BYD an der Börse die Nase vor  dem aufstrebenden, heimischen Konkurrenten NIO. Doch zuletzt zeigte wiederum das Start-up dem etablierten Hersteller quasi eine lange Nase. Die Nio-Aktie verbesserte sich am Mittwoch in New York um weitere knapp sechs Prozent auf 10,58 US-Dollar und schob sich damit auf ein Monatsplus von rund 15 Prozent. Die Aktie von BYD hingegen ging praktisch unverändert bei 22,70 Dollar aus dem Handel an der Nasdaq und verharrt damit bei einem Monatsminus von drei Prozent. Das passiert nicht ohne Grund, ein Großinvestor hatte daran zweifellos seinen Anteil.

Warren Buffet verkaufte weitere BYD-Anteile

Die Rede ist von Star-Investor Warren Buffett, der laut Medienberichten über seine Unternehmens-Holding Berkshire Hathaway weiter Aktien des chinesischen Konzerns abstößt. 20,04 Prozent aller BYD-Anteile besaßen Buffet und Partner Charles Munger noch vor dem 24. August 2022, bevor man sich damals von 1,33 Millionen Aktien des Mischkonzernes trennte. In den folgenden Monaten wiederholte sich das Spiel mit weiteren, millionenschweren Aktienpaketen, und es hört auch im November nicht auf.

Denn Buffetts Investmentfirma verkaufte laut Wallstreet Online in der vergangenen Woche nun weitere 3,2 Millionen an der Hongkonger Börse notierte BYD-Aktien und habe damit Berkshires Anteil am chinesischen Elektroautobauer auf 15,99 Prozent reduziert. Das gehe aus einem am Dienstag in Hongkong eingereichten Bericht hervor, heißt es.

  • Der Verkauf hatte demnach einen Wert von rund 80 Millionen US-Dollar
  • Es ist der insgesamt fünfte, größere Verkauf von BYD-Anteilen durch Berkshire seit August

BYD-Kurs hat sich mehr als verzwanzigfacht

Mehr noch: „Das Tempo der Verkäufe hat sich mit bisher drei Transaktionen im November deutlich erhöht“, heißt es in dem Bericht. Aus den jüngsten eingereichten Börsenunterlagen gehe hervor, dass Berkshire Hathaway in den vergangenen vier Monaten insgesamt mehr als 49 Millionen BYD-Aktien abgestoßen habe. Einen Grund für das Vorgehen nannte Berkshire demnach nicht.

Warren Buffett und Partner kauften laut CNN erstmals im Jahr 2008 BYD-Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von acht Hongkong-Dollar, umgerechnet kaum mehr als 1 US-Dollar pro Stück, 230 Millionen US-Dollar wurden seinerzeit investiert. Auch wenn die Papiere weit unter ihrem Höchststand von 43,61 Dollar aus dem Juni notieren, hat sich die Anlage damit für den Investor wahrlich gelohnt: Mehr als das zwanzigfache sind die Anteilscheine immer noch wert – und das, obwohl BYD-Aktien allein in den vergangenen drei Monaten ein Viertel ihres Werts einbüßten:

BYD Aktie Chart
1T
1W
3M
6M.
1J
5J
max