BYD-Aktie: Warum ausgerechnet Deutschland?

Der chinesische Konzern BYD liebäugelt mit einer eigenen Elektroautofabrik in Deutschland – und das trotz der hiesigen Konjunkturflaute. Die Hintergründe.

Auf einen Blick:
  • Dritte Europa-Fabrik könnte in Deutschland entstehen
  • Umgehung der EU-Importzölle durch lokale Produktion
  • Deutschlands Haltung zu Zöllen als Entscheidungsfaktor
  • Mögliche Übernahme stillgelegter Produktionsstandorte

Der chinesische Autokonzern BYD baut in Europa zwei Fabriken – eine in Ungarn und eine

in der Türkei. Doch künftig soll auch eine dritte Fertigungsstätte hinzukommen. Jetzt gibt es erste Anhaltspunkte, wo die Chinesen ihr drittes Werk hinsetzen könnten, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

BYD: Deutschlands Widerstand gegen EU-Zölle sorgt für Wohlwollen

Demnach erwägt BYD eine Fabrik in Deutschland. Die Bundesrepublik sei aktuell die erste Wahl der Chinesen, so der Reuters-Bericht, der sich auf Insiderangaben beruft. Hintergrund ist demnach, dass sich die deutsche Regierung letztes Jahr gegen die EU-Zölle auf chinesische E-Autoimporte ausgesprochen hatte.

Die Zölle waren im Herbst trotz des Widerstands aus Deutschland in Kraft getreten und betreffen unter anderem BYD. Begründet wurde die protektionistische Maßnahme mit mutmaßlichen Subventionen vonseiten des chinesischen Staats für dort produzierte und nach Europa importierte Elektroautos. Die chinesische Regierung hatte daher eine Anweisung an dortige Autobauer herausgegeben, nicht in Länder zu investieren, die Importzölle unterstützen.

BYD kann diese Zölle umgehen, indem das Unternehmen Elektroautos innerhalb der EU herstellt. Interessant ist, dass die Chinesen Deutschland als zusätzlichen Produktionsstandort priorisieren, obwohl das Umfeld hierzulande nicht gerade hervorragend ist. Im Reuters-Bericht wird auf die geringere Produktivität und Flexibilität sowie die hohen Arbeits- und Energiekosten hierzulande hingewiesen.

Auto-Boost durch neue Bundesregierung?

Gut möglich, dass BYD auf die (wohl) kommende Bundesregierung aus Union und SPD setzt, die darum bemüht sein könnte, die hiesige Autokonjunktur zu verbessern. Ebenfalls möglich ist es, dass die Chinesen versuchen werden, einen stillgelegten Standort eines traditionellen Autokonzerns in Deutschland zu übernehmen. Im Januar hatte es entsprechende Berichte von Reuters gegeben.

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