Burggraben Investor: Deutsche Börse im Visier!

Liebe Leserinnen und Leser,

in der Woche nach Ostern habe ich wieder ein extrem spannendes Unternehmen für Sie im Fokus. Die Deutsche Börse ist seit mehreren Jahren im DAX vertreten und gehört zu den sogenannten Burggraben-Aktien. Die Deutsche Börse ist nicht nur im Leitindex vertreten, sie ist sogar Herausgeberin des DAX! Dieser soll nach der Wirecard Pleite im Übrigen bald mehr Titel beinhalten als bisher, wie die Deutsche Börse mitteilte. Die Anzahl soll von 30 auf 40 Unternehmen erweitert werden, dadurch soll das Klumpenrisiko reduziert werden.

Am Handelsplatz Xetra kommt in Deutschland kaum einer vorbei!

Mit der elektronischen Börse Xetra hat die Deutsche Börse ein echtes Schwergewicht im Markt. Noch vor ein paar Jahren war die Xetra im Aktienhandel noch dominanter. Mit Tradegate kam ein neuer Konkurrent auf den Markt, der vor allem für Privatanleger mehr und mehr interessant wurde. Trotzdem wird noch immer der große Handel über Xetra abgewickelt. Zudem hat die Deutsche Börse mit der Eurex auch eine der größten Terminbörsen der Welt in ihrem Portfolio. Damit ist man auch über die unterschiedlichen Instrumente diversifiziert.

Wachstumskurs durch Zukäufe schwierig!

Immer wieder versuchte die Deutsche Börse ihre Marktmacht durch Zukäufe zu steigern, doch bei der Übernahme der Londoner Börse, aber auch bei der geplanten Fusion/Übernahme der Euronext scheiterte das Unternehmen. Bei der LSE waren die anderen Aktionäre das Problem, bei der Euronext konnte man sich mit dem Vorstand der Gegenpartei nicht einigen, denn dieser wollte eine „Übernahme“ unter einer geringeren Gewichtung der Euronext vermeiden. Nur ein gemeinschaftlicher Ansatz wäre demnach möglich gewesen. Dies hatte die Deutsche Börse dann durch unterschiedliche Ansätze versucht darzustellen, jedoch erfolgte am Ende eine Fusion der Euronext mit der NYSE.

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Im Oktober 2006 richtete man seine Blicke über den großen Teich!

Nachdem man in Europa bereits gut im Geschäft war, versuchte man im Jahr 2006 einen Wurf in Amerika zu machen. Mit der CME hatte man auch schnell ein geeignetes Ziel gefunden. Vor allem mit Blick auf die Kaufaktivitäten der amerikanischen Konkurrenz in Europa hätte die Fusion strategisch Sinn ergeben. Jedoch wäre die Deutsche Börse mit Blick auf die Marktkapitalisierung auf jeden Fall geringer eingestiegen. Die CME wäre damit der dominierende Part gewesen.

Deutsche Börse braucht keine Partner!

Auch wenn der letzte Versuch einer partnerschaftlichen Übernahme mit der LSE in den darauffolgenden Jahren erneut scheiterte, ist die Deutsche Börse auf einem guten Weg. Das Wachstum hätte durch eine Fusion oder einen Zukauf zwar signifikant gesteigert werden können, aber auf der anderen Seite ist dies gar nicht Nötig. Das Unternehmen steht auch ohne Zukäufe gut dar.

Flaggschiff trotz Corona

Man darf auch nicht übersehen, dass die Handelsaktivitäten durch die Corona Krise nicht beeinflusst wurden. Vor allem Privatanleger nutzten die freie Zeit und befassen sich nun vermehrt mit dem Thema Börse, sodass die Handelsaktivitäten sogar zulegten. Von dieser Entwicklung dürfte die Deutsche Börse auch in den kommenden Monaten und Jahren profitieren. Zudem ist es für Wettbewerber extrem schwer eine zweite Handelsplattform neben den Produkten der Deutschen Börse aufzubauen. Die Anfangsinvestitionen wären enorm, sodass die Margen in den kommenden Jahren weiterhin auf einem ähnlichen Niveau verweilen dürften.

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Deutsche Boerse
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163,20 EUR
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