Kaum ein Broker ist so lange am Markt wie IG. Das Unternehmen wurde bereits 1974 gegründet und hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem der bekanntesten Anbieter für den Handel an den Finanzmärkten entwickelt.
Doch reicht die lange Historie auch heute noch aus, um mit modernen Neobrokern und spezialisierten Trading-Anbietern mitzuhalten? In unserem Erfahrungsbericht werfen wir einen Blick auf Angebot, Gebühren, Plattform und Nutzererlebnis.

Wer ist IG-Broker?
IG gehört zu den bekanntesten und gleichzeitig ältesten Online-Brokern weltweit. Das Unternehmen wurde bereits 1974 in Großbritannien gegründet und zählt damit zu den absoluten Pionieren im Bereich des modernen Online-Tradings.
Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in London. Gleichzeitig ist IG heute international aktiv und betreut Kunden in zahlreichen Ländern weltweit. In Deutschland ist der Broker über die IG Europe GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main vertreten.

Vorteile
- Sehr große Marktauswahl
- Mehrere starke Plattformen
- Gute Analyse-Tools
- MetaTrader Unterstützung
Zu beachten
- CFD-Handel ist risikoreich
- Kosten je nach Markt unterschiedlich
Besonders bekannt ist IG vor allem für sein großes Angebot im CFD- und Derivatehandel. Mittlerweile können Trader über die Plattform jedoch deutlich mehr als nur klassische CFDs handeln. Zum Angebot gehören unter anderem Aktien, Forex, Indizes, Rohstoffe, ETFs, Optionen, Knock-Outs und Kryptowährungen.
Was mir bei IG sofort auffällt, ist die enorme Marktvielfalt. Laut Anbieter stehen über 17.000 handelbare Märkte zur Verfügung. Damit gehört IG ganz klar zu den größten Multi-Asset-Brokern weltweit.
Auch beim Thema Regulierung gehört IG zu den etablierten Anbietern. Die Muttergesellschaft wird unter anderem durch die britische FCA reguliert. Zusätzlich ist IG in Deutschland bei der BaFin registriert und unterliegt europäischen Finanzstandards.
Übrigens ist die IG Group an der Londoner Börse gelistet, weswegen es hier erhöhte Transparenzverpflichtungen gibt. Für mich persönlich ist das ein guter Vertrauensfaktor, da man in die Geschäftszahlen des Brokers schauen kann. Solange es der IG Group finanziell gut geht, kann ich damit rechnen, dass mein Geld hier sicher verwahrt ist.
Unsere IG Erfahrungen im Überblick
In meinem IG Test im kostenfreien Demokonto habe ich insgesamt einen sehr professionellen Eindruck vom Online-Broker erhalten. Unsere Bewertung bestätigt dies mit 8,2 von 10 Punkten! Besonders auffällig sind die enorme Auswahl an handelbaren Märkten, die vielen verfügbaren Plattformen und die starke technische Infrastruktur.
Während sich manche Broker eher auf Anfänger konzentrieren, richtet sich IG meiner Meinung nach vor allem an fortgeschrittenere, aktive Trader, die Wert auf umfangreiche Analyse- und Trading-Möglichkeiten legen.
Allein durch die große Plattform-Auswahl von IG zeigt, dass der Broker jahrelange Erfahrung im Geschäft hat. Neben der hauseigenen IG-Handelsplattform stehen unter anderem auch MetaTrader 4, TradingView und ProRealTime zur Verfügung.
Bei den Gebühren positioniert sich IG im soliden Mittelfeld. Die Forex-Spreads starten beispielsweise bei etwa 0,6 Pips beim EUR/USD. Für Aktien-CFDs fallen dagegen zusätzliche Kommissionen an. Außerdem solltest die Overnight-Gebühren im CFD-Handel nicht unterschätzen, falls Du einen geheblten Trade über Nacht offen lässt.
Vorteile von IG
- Über 17.000 handelbare Märkte
- Eigene Plattform + MT4, TradingView und ProRealTime
- Sehr starke Chart- und Analysefunktionen
- Schnelle Orderausführung
- Hohe Regulierung und lange Unternehmenshistorie
- Kostenloses Demokonto verfügbar
- Große Auswahl an CFDs, Knock-Outs und Optionen
Nachteile von IG
- Plattform für Anfänger teilweise komplex
- Kein MetaTrader 5 verfügbar
- Große Produktauswahl kann anfangs unübersichtlich wirken
Handelsplattformen und Tools bei IG
Einer der größten Unterschiede zwischen IG und vielen anderen Brokern ist für mich ganz klar das Thema Handelsplattformen. Während manche Anbieter nur eine einzige Plattform bereitstellen, bietet IG gleich mehrere Lösungen für unterschiedliche Trading-Stile an.
Im Mittelpunkt steht die hauseigene IG-Handelsplattform. Wer sich auf der IG Webseite ein Demokonto eröffnet, hat hierauf direkt Zugang (zumindest war es bei mir so). Diese Software läuft direkt im Browser und macht insgesamt einen sehr modernen Eindruck.
Die wichtigsten Tools wie Chartarten, Watchlisten, Wirtschaftskalender oder Marktanalysen sind direkt standardmäßig integriert, weswegen Du keine zusätzliche Software installieren musst. Die Plattform reagiert insgesamt sehr schnell und lief in meinen Erfahrungen stabil.
Was mir als Daytrader gut gefällt: Orders können direkt aus dem Chart gemanaged werden. Das heißt ich kann im Chart eine horizontale Linie mit der Maus verschieben, um bspw. einen Stop-Loss anzupassen. Vom Handling her finde ich das sehr gut.
Trotzdem muss ich auch ehrlich sagen, dass die Plattform durch die vielen Funktionen und Tools für einige Anfänger auf den ersten Blick vermutlich zu komplex aussieht. Da kann ich Dir aber ans Herz legen, dass Du Dir mal 30 Minuten Zeit nimmst und im Demokonto bisschen rumklickst, damit Du Dich relativ schnell an die Anwendung gewöhnen kannst.
Neben der eigenen Software können Trader auch den beliebten MetaTrader 4 nutzen. Besonders interessant ist das für Nutzer, die automatisierte Strategien oder Expert Advisors einsetzen möchten. Der MT4 ist eine der bekanntesten Trading Softwares der Welt. Zusätzlich bietet IG die Anbindung an TradingView und ProRealTime an.
Neben den ganzen Desktop Plattformen gibt es auch eine mobile App. Für unterwegs lassen sich mit der Trading-App Trades problemlos verwalten. Ich persönlich rate allerdings ab vom Handy-Trading, da hier die Bildschirmfläche einfach zu klein ist, um gute Analysen zu machen.
Welche Märkte kann man bei IG handeln?
Beim Handelsangebot gehört IG meiner Meinung nach ganz klar zu den stärksten Brokern am Markt. Während viele Anbieter sich hauptsächlich auf Forex oder CFDs konzentrieren, deckt IG nahezu alle wichtigen Anlageklassen mit 17.000+ Märkten ab.
Handelbar sind unter anderem:
- Forex
- Aktien
- Aktien-CFDs
- ETFs
- ETF-CFDs
- Indizes
- Rohstoffe
- Kryptowährungen
- Optionen
- Knock-Outs
- Barriers
- Vanilla-Optionen
- Anleihen
- IPO-Trading
Wie Du sehen kannst sind neben den klassischen hauptmärkten wie Indizes auch spezielle Hebelprodukte wie Barriers oder Knock-Outs handelbar. Falls Du Anfänger bist, sind diese Begriffe für Dich vermutlich neu, aber das ist halb so wild. Diese Produkte ermöglichen flexiblere Strategien, bringen aber gleichzeitig auch höhere Risiken mit sich. Halte am besten von denen als Anfänger erstmal Abstand.
Sehr stark finde ich im übrigen auch das Forex-Angebot. IG hat sich hier nicht nur auf die größten Währungspaare fokussiert, sondern bietet auch viele “Exotics” an. Im Terminal habe ich mehr als 100 Währungspaare gezählt.
Für langfristige Investoren interessant: Neben CFDs bietet IG mittlerweile auch echte Aktien und ETFs an. Dadurch lässt sich der Broker nicht nur zum kurzfristigen Trading, sondern auch für klassische Investments nutzen.
Gebühren und Kosten bei IG
Bei den Gebühren macht IG auf mich insgesamt einen transparenten Eindruck. Der Broker gehört zwar nicht zu den absoluten Discount-Anbietern am Markt, dafür bekommen Trader aber Zugang zu einer sehr umfangreichen Infrastruktur.
Im CFD- und Forex-Handel entstehen die wichtigsten Kosten hauptsächlich über den Spread. Dieser liegt im DAX meist bei 1,0 Punkte und im EUR/USD bei 0,6 Punkte.
Bei Aktien-CFDs funktioniert das Gebührenmodell etwas anders. Hier fallen zusätzlich Kommissionen an. Für deutsche Aktien-CFDs berechnet IG beispielsweise rund 0,05 % pro Transaktion mit einer Mindestgebühr von 5 Euro. Bei US-Aktien liegt die Kommission häufig bei etwa 2 Cent pro Aktie.
Weitere Gebühren wie Einzahlungs-, Auszahlungs- oder Depotführungsgebühren hat IG nicht.
Wichtig zu wissen sind außerdem die sogenannten Overnight-Gebühren. Diese Finanzierungskosten fallen an, wenn CFD-Positionen über Nacht gehalten werden. Gerade bei längerfristigen Trades können sich diese Kosten relativ schnell summieren. Für kurzfristige Daytrader spielt das dagegen meist eine deutlich kleinere Rolle.
IG Brokers Regulierung und Sicherheit
Beim Thema Sicherheit gehört IG meiner Meinung nach zu den vertrauenswürdigsten Brokern am Markt. Das liegt vor allem an der langen Unternehmenshistorie und der starken Regulierung.
IG ist weltweit reguliert und registriert. Zu den wichtigsten Regulierungsbehörden von IG gehören:
- BaFin (Deutschland)
- FCA (Großbritannien)
- ASIC (Australien)
- FINMA (Schweiz)
- MAS (Singapur)
- DFSA (Dubai)
- CFTC & NFA (USA)
- FMA (Neuseeland)
- JFSA (Japan)
Gerade diese internationale Regulierung zeigt meiner Meinung nach, dass IG weltweit hohe Anforderungen erfüllen muss. Das betrifft unter anderem Kapitalanforderungen, Risikomanagement, Transparenz und den Schutz der Kundengelder.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Börsennotierung der IG Group. Das Unternehmen ist an der Londoner Börse gelistet und gehört dort zu den bekannten Finanzunternehmen. Dadurch muss IG regelmäßig Geschäftszahlen veröffentlichen und umfangreiche Transparenzpflichten erfüllen.
Auch beim Schutz der Kundengelder setzt IG auf die in Europa üblichen Sicherheitsstandards. Kundengelder werden getrennt vom Unternehmensvermögen auf segregierten Konten verwahrt. Zusätzlich greift für europäische Privatkunden der sogenannte Negativsaldoschutz.
Für welche Anleger und Strategien eignet sich IG?
Meiner Meinung nach eignet sich IG vor allem für aktive Trader, sprich meist Daytrading betreiben oder Positionen nur wenige Tage halten. Für Swing Trader ist IG auf Grund der vielen Handelsprodukte auch interessant, aber hier solltest Du unbedingt auf die Haltekosten in Form von Overnight-Gebühren achten.
Wenn Du langfristig investieren willst, dann kannst Du grundsätzlich auch IG Broekrs nutzen. Passe hier aber auf, dass Du bspw. echte Aktien und ETFs, anstatt Aktien CFDs bzw ETF CFDs kaufst. Zweiteres hat hohe Haltekosten.
Trotzdem sehe ich IG insgesamt eher als Trading-Broker und weniger als klassischen Anfänger- oder ETF-Broker. Wer bisher noch kaum Erfahrung mit Trading oder Hebelprodukten gesammelt hat, sollte meiner Meinung nach zunächst intensiv das kostenlose Demokonto nutzen.
Ob Du am Ende Trend Trading, Reversal Trading oder sonstiges handeln willst, spielt keine Rolle. Durch die Produkte und Märkte ist grundsätzlich jede Trading-Strategie möglich.
Fazit zu IG Broker
In meinen Erfahrungen gehört IG ganz klar zu den professionelleren Online-Brokern am Markt. Besonders die enorme Auswahl an handelbaren Märkten, die starke Plattform-Infrastruktur und die vielen verfügbaren Tools heben den Anbieter deutlich von vielen klassischen Standard-Brokern ab.
Die Kombination aus schnellen Ausführungen, professioneller Chartanalyse, MetaTrader- und TradingView-Anbindung sowie Spezialprodukten wie Knock-Outs oder Optionen bietet sehr viele Möglichkeiten für unterschiedliche Trading-Strategien.
Gleichzeitig sorgt die lange Unternehmenshistorie und die starke Regulierung für ein hohes Maß an Vertrauen.

