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BP-Aktie: Ultra-Potenzial – mit diesen 4 Ansätzen revolutioniert man den LKW-Verkehr!

BP will den LKW-Markt in Richtung Zukunft bringen. Lesen Sie hier 4 Ansätze, die der Konzern verfolgt und die ihm ordentlich Zukunftspotenzial verschaffen.

Auf einen Blick:
  • BP gilt als Klimasünder und muss umdenken
  • Der Ölkonzern investiert deshalb viel Geld in die Nachhaltigkeit
  • Dabei geht es auch um die LKW-Branche
  • Hierfür forciert man vier Ansätze
  • Diese geben der BP-Aktie eine langfristige Perspektive

Liebe Leser,

es gibt auf dieser Welt nicht viele Unternehmen, die so stark im Fokus der Klimaschützer stehen wie BP. Schließlich hatte der britische Mineralölkonzern in den letzten 100 Jahren sowohl direkt als auch indirekt einen erheblichen Anteil an den Treibhausgasemissionen der Menschheit.

Immerhin: Dieses eher schlechte Image will BP in den nächsten Jahren loswerden. Der Konzern investiert derzeit Milliardensummen in Technologien zur Dekarbonisierung und macht sich damit zukunftsfähig. Dabei geht es auch um den Schwerlastverkehr auf der Straße.

LKW-Branche muss Emissionen drastisch reduzieren

Laut Schätzung der Beratungsfirma PricewaterhouseCoopers verursachen LKWs rund 10 Prozent der globalen CO2-Emissionen (via Statista). Zum Vergleich: PKWs sind demnach für „nur“ 7,4 Prozent der entsprechenden Ausstöße verantwortlich.

Die Folge ist klar: Die LKW-Branche muss ihre Klimabilanz in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entscheidend verbessern. Die EU und die nationalen Regierungen haben jedenfalls ehrgeizige Ziele hierzu auferlegt. So sollen die CO2-Emissionen der LKWs bereits bis 2025 um 15 Prozent gegenüber 2015 abgesenkt werden.

Mit diesen vier Technologien will BP den Schwerlastverkehr dekarbonisieren

BP will der Branche dabei nun helfen. Hierfür forciert der Konzern vier Ansätze, die unterschiedlich schnell skaliert werden können.

Bio-Diesel

Erstens: erneuerbarer Diesel. Erst im Februar hatte BP eine 30-prozentige Beteiligung an Green Biofuels erworben. Deren Diesel-Kraftstoffe werden unter anderem aus alten Speiseölen gewonnen und sind somit deutlich klimaschonender als konventionelle fossile Treibstoffe.

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Der Vorteil: Dieser Bio-Kraftstoff kann in gängigen Dieselmotoren verwendet werden, ohne dass zusätzliche Fahrzeugänderungen oder Investitionen notwendig sind. Der erneuerbare Diesel kann also sehr schnell etabliert werden. Im Umkehrschluss ist er natürlich nicht zu 100 Prozent lokal emissionsfrei.

Biomethan-Gas

Zweitens: Biomethan-Gas. Hier sieht das Ganze ähnlich aus. Das erneuerbare Gas wird aus organischen Abfällen gewonnen, die auf Mülldeponien abgebaut oder in anaeroben Vergärungsanlagen verarbeitet werden.

BP hatte im Dezember 2021 eine 29-prozentige Beteiligung an Gasrec gekauft, dem größten Anbieter von Biomethan-Gas in Europa. Die Firma stellt für den Straßenverkehr auch Bio-LNG her. Dabei handelt es sich um die verflüssigte Form des Biomethan-Gases, das ebenfalls in entsprechend gerüsteten Fahrzeugen zum Einsatz kommen kann.

Der Nachteil: Es gibt weit weniger gasbetriebene LKWs als dieselbetriebene. Immerhin forcieren große Hersteller wie Volvo Trucks derzeit eine Offensive in diesem Bereich. Die Skalierung dürfte im Vergleich zum Bio-Diesel trotzdem weit langsamer vonstattengehen.

Ladestationen für E-LKWs

Drittens: die Elektromobilität. Diese gilt auch im Schwerlastverkehr als Möglichkeit zur Dekarbonisierung. Zwar bieten die Stromer die höheren Klimavorteile im Vergleich etwa zum Bio-Diesel. Bis die Elektro-LKWs aber in großer Stückzahl auf den Straßen unterwegs sein werden, dürften noch einige Jahre vergehen.

Vor allem die Infrastruktur muss deshalb schleunigst ausgebaut werden. Und genau hier kommt BP ins Spiel. Der Konzern will nämlich bis 2030 sein Netz an öffentlichen Ladepunkten auf mehr als 100.000 ausbauen. Dabei sollen auch Schnellladestationen für mittelschwere und schwere E-LKWs forciert werden. Diese sollen perspektivisch zu 100 Prozent mit erneuerbarem Strom versorgt werden.

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Wasserstoff und Brennstoffzellen

Viertens: Wasserstoff. Im Wasserstoff bzw. in der Brennstoffzelle liegt das wohl größte Zukunftspotenzial des Schwerlastverkehrs. Und auch hier will BP ein Wörtchen mitreden. Der Konzern engagiert sich in mehreren europäischen Wasserstoffprojekten. Dabei geht es zum Beispiel um die Erzeugung des Energieträgers per Öko-Strom (Elektrolyse).

So ist BP beispielsweise am Wasserstoffzentrum „HyGreen Teesside“ im Nordosten Englands beteiligt. Dort soll grüner Wasserstoff im großen Stile produziert und LKWs zur Verfügung gestellt werden. Letztes Jahr hatte der Rohstoff-Gigant zudem eine Partnerschaft mit Daimler Truck geschlossen. Demnach wollen beide Großkonzerne an der Einführung eines Wasserstoffnetzes zunächst im britischen Schwerlastverkehr arbeiten.

Der Wasserstoffantrieb kann gerade bei schweren LKWs Vorteile gegenüber dem reinen Batterieantrieb entfalten. Denn: Um solche riesigen Fahrzeuge zu betreiben, braucht es jede Menge Energie. Reine E-LKWs müssen deshalb mehrere extrem schwere Batterien mitführen, was die Nutzlast des Trucks beeinträchtigt.

Wasserstofftanks hingegen sind zwar voluminöser, aber deutlich leichter. Zudem lassen sich Brennstoffzellen-LKWs in der Regel merklich schneller auftanken als ihre Elektro-Pendants.

Und was heißt das jetzt für die Aktie?

Dass BP einen Beitrag zur Dekarbonisierung des LKW-Verkehrs leistet, ist positiv zu bewerten. Besonders stark ist meiner Meinung nach der hohe Diversifizierungsgrad, den BP hier forciert. Mit Bio-Diesel, Bio-Gas, Ladestationen für E-Trucks und Wasserstoff deckt der Öl-Gigant verschiedene Stadien der Dekarbonisierung ab.

Das dürfte dafür sorgen, dass BP für den LKW-Verkehr auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten stets ein Zünglein an der Waage bleibt. Entsprechend hoch ist das Geschäftspotenzial – und auch die langfristigen Renditechancen für Sie als Anleger.

Öl und Gas bleiben erstmal Motor (und Bremse) der Aktie

Bis dahin aber bleiben BP und dessen Aktie natürlich abhängig von ihrem wichtigsten Geschäft. Und das ist nach wie vor Öl und Gas. Schauen Sie sich einfach diesen Chart an:

BP Aktie Chart
1T
1W
3M
6M.
1J
5J
max