Bitcoin’s back: Start der (vorerst) letzten Monsterrally?

Letzte Woche fragte ich an dieser Stelle, ob jetzt die Megarally des Bitcoin (BTC) kommt.

Letzte Woche fragte ich an dieser Stelle, ob jetzt die Megarally des Bitcoin (BTC) kommt. Zu diesem Zeitpunkt kostete die erste und bekannteste Cyberdevise noch etwa 48.500 US-Dollar. Aktuell pendelt der Kurs dagegen schon um die Marke von 54.000 US-Dollar und damit rund +11% mehr. Dabei hatte ich ja schon letzte Woche auf das Stock-to-Flow (Stock2Flow) Modell von Twitter-User „PlanB“ verwiesen.

Gemäß diesem Modell hätte der Bitcoin im August um 47.000 US-Dollar sowie im September um 43.000 US-Dollar pendeln sollen, was beides sehr gut gepasst hat. Die Prognose des Modells für den laufenden Monat Oktober liegt bei 63.000 US-Dollar, ehe es im November auf 98.000 sowie im Dezember auf bis zu 135.000 US-Dollar nach oben gehen soll.

Aber nochmal zur Klarstellung: Ich war, bin und bleibe grundsätzlich ebenfalls sehr bullish für den Bitcoin sowie die Kryptowährungen allgemein. Dennoch erscheinen mir Kursziele von bis zu 135.000 US-Dollar bis Jahresende zu hoch gegriffen, zu ambitioniert. Ich kalkuliere bis Jahresende eher mit einem Kursziel von 80.000 US-Dollar (+/- 5.000 US-Dollar). Aber wenn ich positiv überrascht werde – gerne!

Leider muss ich etwas Wasser in den Wein gießen

Allerdings gehe ich auch davon aus, dass sich die Kursrally im neuen Jahr 2022 noch etwas fortsetzen wird. Insofern kann ich mir durchaus noch Kursziele im sechsstelligen US-Dollar-Bereich, das heißt von 100.000 US-Dollar und mehr sehr gut vorstellen. Aber das muss man dann sehen und ständig neu bewerten. Für Sie, liebe Leserinnen und Leser, bedeutet das natürlich, dass Sie diesem, meinem Newsletter treu bleiben sollten. Ich denke, das hat sich in der Vergangenheit schon bezahlt gemacht. 😉

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Dennoch muss ich an dieser Stelle jetzt aber mal ein wenig Wasser in den Wein gießen. Denn egal, ob die Kursrally noch in diesem Jahr oder vielleicht auch erst im nächsten Jahr endet – Fakt ist, dass sie irgendwann enden wird. Damit aber endet dann wohl vorerst auch wieder der Bullenmarkt der Kryptowährungen allgemein. Konkret erwarte ich ein Ende der Kursrally bis spätestens Herbst 2022 – sowie darauffolgend den neuen, nächsten „Krypto Winter“.

Was konkret ein „Krypto Winter“ bedeutet, werde ich gleich noch näher erläutern. Bevor ich das tue, möchte ich aber noch einen Hinweis geben. Denn der Krypto-Markt verläuft grundsätzlich in mehreren Zyklen. Übergeordnet ist da der sogenannte Bitcoin Halving-Zyklus, der eigentlich schon längst zu Ende wäre. Wenn es nicht zwischenzeitlich zu den bekannten Marktverzerrungen durch Elon Musk und die Chinesen gekommen wäre.

Innerhalb des Zyklus selbst aber gibt es immer wieder Phasen, in denen die Anleger eher auf den Bitcoin („Bitcoin Season“) oder eher auf die Altcoins („Altcoin Season“) setzen. Die „Altcoin Seasons“ wurden dabei zuletzt immer länger, was prinzipiell positiv ist. Allerdings sind die Altcoins auch deutlich marktenger, so dass die Kursbewegungen (in beide Richtungen!) extremer sind. Nachdem zuletzt der Bitcoin Gas gegeben hat, dürften aber in Kürze die Altcoins nachziehen.

Kurzfristig kann es daher Sinn ergeben, beim Bitcoin mal Teilgewinne zu realisieren und diese auf Ethererum (ETH), Cardano (ADA) oder andere gute Altcoins wie Elrond (EGLD) oder Celer Network (CELR) zu verteilen. Vergessen Sie aber auch dort nicht, gegebenenfalls mal Teilgewinne zu realisieren. Wobei ich Elrond und Celer Network an dieser Stelle nicht umsonst explizit nenne; beide haben den Vorteil, dass sie noch relativ günstig zu haben sind (Blick auf die Marktkapitalisierung!).

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Was ist der „Krypto Winter“?

Nun, den langjährig treuen Leserinnen und Lesern dieses Newsletters muss ich dies wohl nicht mehr erläutern. Sie waren ja dabei. Denn auf den „Krypto Hype“ 2017 folgte eben der „Krypto Winter 2018“. Was man bei den Kryptowährungen den „Krypto Winter“ nennt, kennt man an der Aktienbörse wohl am ehesten als Baisse. Es bedeutet also, dass es übergeordnet nur noch fallende Kurse gibt.

Auch hier gibt es wieder einen entscheidenden Unterschied zwischen den Aktienmärkten und den Krypto-Märkten. Denn während bei einer Baisse an der Börse kommt es in der Regel zu Markteingriffen, in erster Linie durch die Notenbanken. Das ist zwar prinzipiell nicht deren Job, da aber Börse und Wirtschaft miteinander verbunden sind, haben ihre Entscheidungen zur Stützung der Wirtschaft immer auch die direkte Folge die Aktienmärkte zu stützen.

Dagegen ist die Preisbildung an den Krypto-Märkten noch weitestgehend frei. Hier bestimmen also in erster Linie Angebot und Nachfrage die Preise. Am Angebot ändert sich bei den Kryptowährungen jedoch nicht viel, die Algorithmen arbeiten stur immer weiter. Aber in einem „Krypto Winter“ bricht leider die Nachfrage der Anleger nach den Kryptowährungen weg. Dies führt zu (stark) fallenden Kursen, die für längerfristig denkende, clevere Investoren dann wiederum irgendwann eine Kaufchance darstellen.

Grundsätzlich verläuft der „Krypto Winter“ dabei wie folgt: Nach der Euphorie folgt die Ernüchterung. Die Kurse beginnen zunächst langsam und dann immer schneller zu fallen. In der Regel dauert diese schlimmste Phase zwischen sechs und zwölf Monate und kann Kursverluste von -80% und mehr (bei den Bluechip-Kryptowährungen, bei kleineren auch über -90%!) mit sich bringen.

Irgendwann geht es dann zwar nicht mehr weiter abwärts, aber normalerweise eben auch nicht sofort wieder aufwärts. Vielmehr dauert es erneut sechs bis zwölf Monate, in denen die Kurse zum Teil wild hin und her springen, ein El Dorado für Trader also. Allerdings kommt es nicht mehr zu neuen Verlaufstiefs oder – wenn doch – nur in Form sehr kurzer Dips. In dieser Phase können allerdings auch die langfristig orientierten Investoren ihre Schnäppchen schießen.

Die harte „Krypto Winter“-Zeit war zuletzt das Jahr 2018, die Tiefs wurden weitgehend im Dezember 2018 erreicht. 2019 war dann die Phase der Bodenbildung, ehe es Anfang 2020 erste Versuche einer Kursrally gab. Diese wurden durch die Covid-19-Pandemie erst noch einmal abgewürgt, ehe im Herbst 2020 dann die aktuelle „Krypto Hype“-Phase begann.

Meiner Meinung nach kann man sich an diesem Kursverlauf sehr gut orientieren. Das tue ich und schreibe in diesem Newsletter darüber. Aber verlassen Sie sich bitte nicht einfach blind auf mich, sondern beobachten Sie – und vor allen Dingen handeln Sie bitte – im Zweifel auch selbst. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende!

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