Bitcoin: Die Optimisten sind nicht totzukriegen!

So gerne es manch einer auch sehen würde: der Bitcoin ist von der Bedeutungslosigkeit noch weit entfernt und viele richten ihren Blick schon wieder nach oben.

Bekanntlich legte der Bitcoin in jüngster Vergangenheit einen beispiellosen Crash hin und verursachte dadurch Verluste bei zahlreichen Anlegern. Dennoch bleiben viele Beobachter der Kryptowährung gegenüber positiv eingestellt. Zwar rechnet niemand ernsthaft mit einer plötzlichen Rallye in absehbarer Zeit. Doch auf lange Sicht scheint eine Erholung ausgemachte Sache zu sein. Das gilt längst nicht für jede Kryptowährung, doch speziell beim fest etablierten Bitcoin lassen sich derzeit viele positive Stimmen vernehmen.

In einem Gastkommentar beim „manager magazin“ spricht etwa Cyrus de la Rubia als Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank davon, dass der Bitcoin auf einem nahezu unkaputtbaren Fundament stehe. Durch seine dezentrale Natur biete er vielen Investoren auch in Zukunft Anreize. Die jüngsten Entwicklungen im Sektor scheinen ihm Recht zu geben. Denn in die Bedeutungslosigkeit sind bisher nur zentralisierte Währungen wie der Stablecoin Terra LUNA abgestürzt.

Alles halb so schlimm beim Bitcoin?

Der Bitcoin hingegen konnte sich auf einem noch immer ansehnlichen Niveau halten. Am Tiefpunkt notierte die Digitalwährung nur knapp über dem Höhepunkt aus dem Jahr 2017. Damals erlebten Anleger noch einen Kryptohype und was der Bitcoin jetzt nach schweren Verlusten auf die Waage bringt, davon hätten viele damals nicht einmal zu träumen gewagt.

Auch Binnce-Chef Changpeng Zhao rechnet fest damit, dass der Bitcoin sich in Zukunft wieder erholen wird. Seiner Ansicht nach könne es zwar Jahre dauern, bis wieder die Bestmarken aus 2021 erreicht werden. Die Richtung scheint für ihn aber klar zu sein. Allerdings wäre es auch erstaunlich vom Chef der größten Kryptobörse andere Töne zu hören.

Geduld zahlt sich aus – auch beim Bitcoin

Nüchtern betrachtet spricht tatsächlich einiges dafür, dass der Bitcoin so schnell nicht von der Bildfläche verschwinden wird. Seine hohe Volatilität wird die Digitalwährung sehr wahrscheinlich beibehalten und so richtig lässt sich nie vorhersagen, welchen Weg die Kurse kurzfristig einschlagen werden. Trotz der vielen Enttäuschungen im laufenden Jahr zeigt die Kurve im langfristigen Chart aber klar nach oben.

Anlegern ist nur zu empfehlen, sich das immer wieder bewusst zu machen. Denn letztlich treten Verluste mit dem Bitcoin immer nur dann ein, wenn es auch zu einem Verkauf unter dem Kaufpreis bleibt. Wer hingegen zu Kursen von 30.000 oder 40.000 US-Dollar eingestiegen ist und jetzt einen kühlen Kopf bewahrt, hat gute Chancen, mit der nötigen Geduld wieder in den Gewinnbereich zu kommen. Ob die günstigen Kurse sich auch bereits für einen Einstieg anbieten, ist allerdings noch einmal eine andere Frage.

Alles ist möglich beim Bitcoin

Trotz der enorm schlechten Stimmung an den Aktienmärkten zeigt der Bitcoin sich momentan recht stabil. Zuletzt gelang es ihm, die Marke von 20.000 Dollar wieder zu erobern und mit Zugewinnen von 2 Prozent im frühen Handel am Freitag kratzte er sogar schon wieder an der Linie von 21.000 Dollar. Das macht einigen Beobachtern Hoffnung, dass das Schlimmste überstanden sein könnte.

Möglich ist das zweifellos, doch mit Sicherheit lässt sich immer erst im Nachhinein sagen, wann genau der Bitcoin seinen Tiefpunkt überschritten hat. Ändert sich nichts an der aktuellen Ausgangslage, so wäre eine länger anhaltende Erholung wahrscheinlich. Es gibt aber mehr als genügend Zündstoff, durch den der Bitcoin-Kurs noch einmal durcheinandergewirbelt werden könnte:

  • Krieg in der Ukraine
  • Energiepreise
  • Inflation
  • Steigende Zinsen
  • Unternehmenszahlen für Q2

Beim Bitcoin kommt es auf die Stimmung an

Nicht alles davon wirkt sich direkt auf den Bitcoin-Kurs aus. Es reicht aber schon, wenn die Anleger verunsichert werden und dadurch eine erhöhte Risikoaversion entsteht. Denn eine eben solche ist es, welche dem Bitcoin im laufenden Jahr am meisten zugesetzt hat. Es ist weiterhin nicht absehbar, wie die Kryptowährung sich in einem Marktumfeld mit hoher Inflation und steigenden Zinsen verhalten wird. Denn das hat der Bitcoin in der Vergangenheit schlicht noch nicht erlebt.

Bei einem Blick auf andere Kryptowährungen fällt auch schnell auf, dass der Bitcoin über eine sehr viel höhere Stabilität verfügt als die meisten Mitbewerber. Nur wenigen Digitalwährungen gelang es auf Jahressicht, die Kursverluste so sehr in Grenzen zu halten.

Kryptowährung Kurs (USD) (24.6.22, 11:30 Uhr) Perf. 12 Monate
Bitcoin 20.871,10 -39,77 %
Ethereum 1.150,05 -42,17 %
Litecoin 55,30 -58,89 %
Cardano 0,49 -63,58 %
Dogecoin 0,065 -75,03 %
Bitcoin Cash 118,10 -75,74 %

Alles beim Alten beim Bitcoin

Trotz allem sollten Anleger sich beim Bitcoin keine Illusionen machen. Die Kryptowährung verfügt über viel Potenzial und sie könnte den Finanzmarkt in ihren Grundfesten erschüttert. Entwickelt wurde das Prinzip dahinter mit vielen Idealen im Hinterkopf. Die sind im täglichen Handel aber nicht mehr viel wert. Als Zahlungsmittel hat der Bitcoin kaum eine Bedeutung, stattdessen ist es nach heutigem Stand vor allem ein Spekulationsobjekt. Solange sich daran nichts ändert, gibt es auch keinen großen Anreiz, den Bitcoin für Zahlungen zu verwenden.

Bis dieses Henne-Ei-Problem gelöst wird, bleiben Investments in den Bitcoin stets eine sehr spekulative Angelegenheit. Auch wenn die Tendenz langfristig noch immer klar in Richtung Norden zeigt, so können schlechte Neuigkeiten oder auch nur ein Anflug von Panik an den Märkten die Kurse sehr schnell zu Fall bringen. Über solche Risiken sollte sich jeder trotz der fraglos vorhandenen Chancen im Klaren sein.

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