Bitcoin: Die Lage bleibt schwierig!

Trotz dezenter Erholungen gelingt dem Bitcoin derzeit kein Ausbruch aus dem Abwärtstrend. Es sieht so aus, als würde es dabei erstmal bleiben.

In den letzten Tagen konnte der Bitcoin immerhin leichte Erholungen vorweisen und damit die Linie bei 19.000 US-Dollar wieder nach oben durchbrechen. Damit haben die Bullen es zunächst verhindert, dass die Kryptowährung unter die Höchststände aus dem Jahr 2017 fällt. Was allerdings weiterhin fehlt, sind Anzeichen für eine generelle Erholung. Stattdessen waren am Dienstagmorgen schon wieder Rückschläge zu verzeichnen.

Im frühen Handel gab der Bitcoin um 1,06 Prozent nach und fiel dadurch wieder auf 19.500 Dollar zurück. Das ist zunächst kein Beinbruch, aber eben auch alles andere als eine Sensation. Wahrscheinlich war damit aber auch zu rechnen, da es an fundamentalen Gründen für eine nennenswerte Erholung fehlt und die Lage an den Märkten weiterhin schwer angespannt ist. Lesen Sie hier, wie es derzeit um den Dogecoin bestellt ist!

Die Bitcoin-Miner geraten unter Druck

Einer der Gründe für Probleme beim Bitcoin sind die hohen Energiepreise, durch welche das Schürfen der Kryptowährung vor allem in westlichen Nationen immer uninteressanter geworden ist. Es scheint aber, dass es in dieser Hinsicht Besserung geben könne. Zumindest kündigte Duke Energy als zweitgrößter Energiekonzern an, Bitcoin künftig bei der eigenen Unternehmensstrategie berücksichtigen zu wollen. Dazu sollen zunächst einige Testläufe stattfinden. Ob daraus dann spezielle Tarife für Miner entstehen oder nicht, lässt sich wohl nur abwarten.

Das Ganze dürfte auch für einigen Gesprächsstoff sorgen, da der Stromverbrauch von Kryptowährungen in den USA schon seit Längerem heiß diskutiert wird. Auch in der Politik war das Ganze schon des Öfteren Thema und es ist kaum auszuschließen, dass es aus dieser Richtung in Zukunft noch Maßnahmen geben könnte, welche Minern das Leben schwerer machen. An Euphorie ist aufgrund der etwas dünnen Ankündigung daher weiterhin nicht zu denken. Vor allem mit Blick darauf, dass die größten Mining-Farmen ohnehin nicht in den USA beheimatet sind.

Der gewohnte Trott beim Bitcoin

Abseits solcher Neuigkeiten hat sich für den Bitcoin zuletzt nicht viel verändert. Noch immer steht die Kryptowährung aus bekannten Gründen unter Druck. Grob zusammengefasst sind das die folgenden Punkte:

  • Hohe Inflation
  • Rezessionsängste
  • Steigende Zinsen
  • Hohe Energiepreise
  • Vorsichtigere Anleger
  • Schwache Tech-Aktien

Allein einer dieser Faktoren würde schon ausreichen, um den Bitcoin ordentlich unter Druck zu setzen. Alles zusammen resultiert aber darin, dass die Digitalwährung von einem Crash nicht allzu weit entfernt ist. Einige Beobachter sprechen sogar davon, dass ein solcher schon längst passiert sein. Trotz herber Verluste im laufenden Jahr kann davon aber nur bedingt die Rede sein.

Welcher Crash?

Blickt man auf die Bitcoin-Kurse der vergangenen Jahre, so fällt schnell auf, dass der Aufwärtstrend noch lange nicht an seinem Ende angekommen sein muss. Tatsächlich spricht charttechnisch sogar viel dafür, dass dieser noch für lange Zeit aktiv bleiben wird.

Zeitraum Bitcoin-Kurs (USD)
Januar 2015 265,66
Januar 2016 402,97
Januar 2017 911,20
Januar 2018 11.600,10
Januar 2019 3.552,95
Januar 2020 8.706,25
Januar 2021 35.791,28
November 2021 68.189,62
Juli 2022 19.492,61

Diese Ansicht vertreten auch viele Experten, welche in der aktuellen Konsolidierung kaum mehr als eine Wiederholung vergangener Korrekturen sehen. Das klingt im ersten Moment schlüssig, lässt aber außer Acht, dass der Bitcoin sich in einer völlig neuen Marktlage wiederfindet. Nie zuvor hatte die Kryptowährung mit steigenden Zinsen und einer hohen Inflation zu kämpfen, welche ihrerseits in einem Bärenmarkt resultierten. Bisher hatte die Digitalwährung stets den Komfort, in einem Bullenmarkt gehandelt zu werden. Wie sich die Kurse unter den neuen Voraussetzungen entwickeln, kann letztlich niemand mit Sicherheit vorhersagen.

Nur nicht verzweifeln beim Bitcoin

Das mag sich erstmal negativ anhören. Es bedeutet aber auch, dass beim Bitcoin Erholungen alles andere als ausgeschlossen sind. Dafür spricht allein schon der geballte Support von finanzstarken institutionellen Investoren sowie die mittlerweile hohe Akzeptanz. Die ist freilich vom US-Dollar oder dem Euro noch weit entfernt. Doch wer per Bitcoin zahlen möchte, wird letztlich nicht lange suchen, um entsprechende Angebote zu finden. Für die meisten Anleger mag das uninteressant sein, da der Bitcoin vordergründig noch immer ein Spekulationsobjekt ist. Es ist aber ein wichtiger Faktor mit Blick auf die langfristige Entwicklung der Kyptowährung.

Für den Moment sehen viele Beobachter die Linie bei 19.000 Dollar als kritisch an, welche ungefähr die Höchststände aus der Rallye im Jahr 2017 markiert. Nie zuvor wagte der Bitcoin es, im Laufe einer Korrektur vergangenen Hochs zu unterschreiten. Sollte es dazu kommen, wäre auch das also ein Novum und aus Sicht nicht weniger Analysten ein mögliches Zeichen für weiteren Rückenwind für die Bären. Allein aus psychologischen Gründen ist das zwar tatsächlich möglich, aber eben auch nicht in Stein gemeißelt.

Die Bullen sind nicht untätig beim Bitcoin

So enttäuschend die Kurse beim Bitcoin derzeit verlaufen mögen, Tendenzen in Richtung Norden sind immer mal wieder festzustellen. Zwar scheiterten die Bullen am Dienstag letztlich daran, die Linie bei 20.000 Dollar wieder hinter sich zu lassen. Immerhin finden aber noch entsprechende Versuche statt. Das zeigt, dass es noch immer mehr als genug Anleger gibt, die vom Bitcoin weiterhin überzeugt sind.

Aufgrund der genannten Faktoren ist sogar nicht auszuschließen, dass die Kryptowährung sich gerade einen Boden gebildet und damit ihren Tiefpunkt überschritten hat. Gut möglich, dass es von hier aus erstmal seitwärts weitergeht, bis die Märkte eine Erholung erlauben. Die könnte dann extrem ausfallen und den Anlegern stattliche Gewinne bescheren. Aber auch hier kann es natürlich keine Garantien geben. Der Bitcoin ist und bleibt eine spekulative und damit riskante Angelegenheit, was ihn aber nicht automatisch uninteressant macht.

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