Bitcoin & Co.: Bärenmarktrally bestätigt die Skepsis!

Alle Zeichen deuten derzeit auf einen empfindlichen Absturz der Aktien- und Kryptomärkte hin. Doch an einer bestimmten Marke dürfte dieser Fall stoppen.

Schon seit einigen Wochen warne ich, anders als viele andere, vor fallenden Kursen. Sowohl bei den Wachstumswerten („Growth-Aktien“) an der Börse als eben auch bei den Kryptowährungen. Grund hierfür ist die deutlich hawkishere, geldpolitische Sichtweise der US-Notenbank Federal Reserve. Diese hat sich Ende November/Anfang Dezember, quasi über Nacht, auf ihre Aufgabe, die Inflation zu bekämpfen, besonnen.

Konkret sagte US-Notenbankchef Powell seinerzeit, dass es jetzt angemessen sei, das Wort „transitory“ (zu Deutsch: vorübergehend) aus der Beschreibung der Inflation zu streichen. Anfangs nahm dies noch kaum jemand zur Kenntnis. So gingen auch einige Marktbeobachter davon aus, dass Powell nur den starken Mann markieren wolle, um sich so seine Re-Nominierung als Chef der Fed durch US-Präsident Joe Biden zu sichern.

Denn schließlich wurde Powell vom republikanischen US-Präsidenten Donald Trump eingesetzt und wurde für seine extrem lockere Geldpolitik von dem ein oder anderen Demokraten kritisiert. Lustig dabei war und ist, dass die Favoritin vieler Demokraten für das Amt des Chefs der US-Notenbank allerdings ausgerechnet Lael Brainard war. Denn die in Hamburg geborene Brainard gilt als geldpolitisch noch „dovisher“, als es Powell jemals war.

Am Ende fand Biden dann einen Kompromiss. Zwar bleibt Powell Chef der Fed, Brainard wurde jedoch zur Vize-Chefin und hat somit gute Chancen in den nächsten Jahren Chefin der US-Notenbank zu werden. Aber das mag längerfristig noch wichtig werden, ist zurzeit aber unwichtig. Wichtiger ist zu verstehen, dass Powells geldpolitischer 180° U-Turn eben keine kurzfristige „Laune“ war, sondern tatsächlich Ausdruck einer neuen Haltung der Fed.

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Ausstieg aus Anleihekäufen („Tapering“) doppelt so schnell…

So hat der für die US-Geldpolitik zuständige Offenmarktausschuss (FOMC, Federal Open Market Committee) der US-Notenbank unter Führung von Fed-Chef Powell zuletzt die Geschwindigkeit der Drosselung der Anleihekäufe verdoppelt. So wird die US-Notenbank nun schon im März ihre Anleihekäufe, die lange ein Volumen von 120 Milliarden US-Dollar pro Monat umfassten, beenden. Der ursprüngliche Plan sah vor, diese erst bis Juni auf null zurückzufahren.

Ferner dürfte es nun schon in der Sitzung der US-Notenbank am 15./16. März zu einer ersten Leitzinserhöhung kommen. Darüber hinaus möchte die Fed im laufenden Jahr 2022 dann wohl insgesamt vier solcher Leitzinserhöhungen vornehmen. Am Ende des Jahres könnte die sogenannte Fed Funds Rate somit bei 1,00 bis 1,25 Prozent stehen, was deutlich höher wäre, als alle bisher dachten. Grund für diese recht aggressiv hawkishe Geldpolitik sind dabei die anhaltend hohen Inflationsraten in den USA.

So stieg die Inflation im Dezember auf, aufs Jahr hochgerechnete, 7,0 Prozent (nach 6,8 Prozent im November). Das Inflationsziel der US-Notenbank liegt dagegen bei zwei bis drei Prozent, wobei sie ein vorübergehendes Überschießen tolerieren wollte und ja auch länger tat. Interessant an den Überlegungen der Fed ist übrigens, dass damit klar wird, dass für die US-Notenbank die Covid-19-Pandemie – mit Omikron – als beendet angesehen werden kann.

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Liquiditätsentzug lässt spekulative Assets abstürzen, aber es gibt Hoffnung!

Doch das beschleunigte Tapering sowie die geplanten Leitzinserhöhungen allein sind noch gar nicht mal das schlimmste Folterwerkzeug der Fed. Vielmehr haben sich zuletzt auch nahezu alle Notenbankgouverneure dafür ausgesprochen, die inzwischen auf über acht Billionen US-Dollar angeschwollene Bilanz der Fed wieder zu kürzen. Dies bedeutet einen noch deutlich gravierenderen Liquiditätsentzug, welcher folgerichtig spekulative Assets abstürzen ließ und lässt.

Spekulative Assets wie US-Technologieaktien oder eben Kryptowährungen. Die schlechte Nachricht dabei: Die Fed hat mit ihrem Programm zur Verkürzung ihrer Bilanz noch nicht mal begonnen. Insofern sind in diesen Bereich noch weitergehende Marktverwerfungen zu erwarten. Doch es gibt auch eine gute Nachricht. Denn wir können uns darauf verlassen, dass die US-Notenbank im Falle eines Falles jederzeit zurückrudern kann und auch wird.

Schließlich hat die Fed unter Powell ein ähnliches Programm 2018 schon einmal gestartet. Seinerzeit verloren die wichtigen US-Aktien-Indizes Ende des Jahres rund -20%. Was am Ende dazu führte, dass Powell an Heiligabend im Weißen Haus verkündete, dass man das gestartete Programm vorzeitig beenden und wieder eine lockere Geldpolitik betreiben werde. Darauf reagierten die US-Aktienmärkte sofort und die Korrektur war beendet.

Da in den USA die Altersvorsorge vieler Menschen auf den Aktienmärkten beruht, kann und wird die US-Notenbank diese nicht abstürzen lassen. Zumal es auch absurd wäre, diese zunächst im „Corona Crash“ mit Milliarden und Abermilliarden an US-Dollar zu „retten“, nur um sie anschließend dann doch „crashen“ zu lassen. Bisher haben Nasdaq Composite und Nasdaq-100 noch keine -10% korrigiert. Zwischen -20% und maximal -25% dürfte die Fed hier zulassen, dann sollte sie eingreifen.

Derzeit „Sell The Rip“ anstatt „Buy The Dip“

Das Motto der Stunde lautet daher aktuell eher „Sell The Rip“ anstatt wie bisher „Buy The Dip“. Aber sobald wichtige US-Aktienindizes wie Nasdaq Composite oder Nasdaq-100 um etwa -20% korrigiert haben, kann man sich langsam die Schnäppchen raussuchen. Noch etwas mehr Zeit dürfte man an den Krypto-Märkten haben. Denn erfahrungsgemäß suchen sich Anleger erst die Schnäppchen an den etablierten Märkten wie eben dem Aktienmarkt, ehe sie zunehmend spekulativer agieren.

Zuletzt sahen wir sowohl bei den US-Technologiewerten als auch an den Krypto-Märkten deutliche Kursrücksetzer. Zwischenzeitlich kam es dann zu einer ebenso deutlich Kurserholung. Das Problem dabei war und ist nur, dass die Kurserholung nicht ausreichte das übergeordnet eher bearishe Bild der Lage zu drehen. Denn wichtige charttechnische Hürden wurden zwar angelaufen, jedoch eben nicht überwunden. Lassen Sie sich daher von solchen deutlichen Kurserholungen nicht täuschen!

Denn so wie es zuvor vier Schritte vor und einen Schritt zurückging, geht es nun eben drei Schritte zurück und zwei Schritte vor. Das ist ganz normal, so war es auch seinerzeit beim Platzen der „Dotcom Bubble“. Wir sind in einem kleinen „Salami Crash“, der noch etwas andauern wird. Aber… am Ende können wir uns auf die Fed verlassen. Zwar muss es kurzfristig noch etwas schlimmer werden, danach wird es aber besser. Langfristig bleibe ich daher bullish für Bitcoin und Co. – keine Frage!

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