Bitcoin (BTC) und Co.: „Krypto Winter” is coming!

Nachdem zunächst die „Mutter aller Kryptowährungen“, der Bitcoin (BTC), ein neues Allzeithoch generieren konnte, zog zuletzt auch die Nummer 2 des Krypto-Marktes nach.

Nachdem zunächst die „Mutter aller Kryptowährungen“, der Bitcoin (BTC), ein neues Allzeithoch generieren konnte, zog zuletzt auch die Nummer 2 des Krypto-Marktes nach. So stieg auch Ethereum (ETH) auf ein neues Allzeithoch, was wohl im Mai die wenigsten erwartet hätten. Ich bin ganz ehrlich: Ich war zwar auch im Mai durchaus weiterhin bullish für die Kryptos, aber dass es so schnell wieder auf neue Allzeithochs geht, hätte ich auch nicht gedacht.

Doch darum soll es heute nicht gehen. Vielmehr habe ich in diesem Newsletter stets den Finger in die Wunde gelegt – und frühzeitig auf Chancen, aber eben auch Risiken hinzuweisen versucht. In den vergangenen Tagen habe ich nun einige Dinge beobachtet, die mir nicht gefallen. Darum möchte ich heute eine Warnung aussprechen, ohne damit jedoch Panik zu schüren. Lesen Sie bitte daher sehr genau, was ich schreibe!

Wie man eine Sentimentanalyse richtig macht…

Wenn ich irgendeinen Wert analysiere – sei es nun eine Aktie, eine Anleihe oder eben auch eine Kryptowährung – so tue ich dies stets auf drei verschiedene Arten: fundamental (ja, auch bei Kryptowährungen kann man eine Fundamentalanalyse vornehmen!), charttechnisch sowie eine sogenannte Sentimentanalyse. Diese Sentimentanalyse ist dabei jedoch gar nicht so einfach, wie viele denken.

Denn zunächst einmal muss man sich darüber klar werden, auf welches Sentiment man genau schaut. Hier kann man nämlich einen ganzen Markt (zum Beispiel den deutschen Aktienmarkt, den US-amerikanischen Aktienmarkt oder den japanischen Aktienmarkt) betrachten. Oder einzelne Branchen (Technologiewerte, Konsumwerte etc.). Oder auch innerhalb einer Branche verschiedene Marktsegmente, zum Beispiel innerhalb der Technologiebranche die Biotechs, die Chipwerte usw.

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In letzter Konsequenz kann man dann sogar das Sentiment für einzelne Aktien (oder eben Kryptowährungen) betrachten. Schaue ich aktuell auf das Sentiment bezüglich des gesamten Krypto-Marktes, habe ich ein Problem. So zeigt der Crypto Fear and Greed-Index einen Wert von 73% an. Dies bedeutet noch keinen Extremwert, aber doch Greed, also Gier. Was tendenziell ein Warnzeichen sein kann.

Doch so einfach, dass man bei einem niedrigen Wert nur kaufen und bei einem hohen Wert nur verkaufen muss, ist es leider nicht. Zunächst einmal bedeutet ein Wert von 73% bullish gestimmter Marktteilnehmer, dass es auch immerhin noch 27% Skeptiker gibt, was so wenig gar nicht ist. Ferner achte ich jedoch ohnehin mehr auf eine bestimmte Relation.

Denn dass viele Marktteilnehmer bullish gestimmt sind, wenn ein Wert ständig steigt, ist letztlich nur eines: logisch. So dürfte das Sentiment gegenüber der Apple Aktie seit mehr als einem Jahrzehnt positiv sein, was nicht falsch war. Interessant ist meines Erachtens nur, wenn es eine Divergenz zwischen der Marktstimmung und dem Kursverlauf gibt.

Konkret: Wenn ein Wert, egal ob nun Aktie oder Kryptowährung, ständig nur fällt, aber dennoch die Mehrheit der Marktteilnehmer bullish ist, ist das kritisch. Umgekehrt ist es super, wenn die Mehrheit der Marktteilnehmer gegenüber einem Wert sehr negativ gestimmt ist, dieser aber ständig steigt. Im langfristigen Sentiment haben wir bei Bitcoin (BTC) und Co. genau das, weshalb die Kryptos langfristig weiter steigen sollten.

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Kurzfristig zu viel Euphorie im Markt!

Wie sieht es aber kurzfristig aus? Nun, nach neuen Allzeithochs ist der Bitcoin zuletzt immerhin um mehr als -10% gefallen. Dennoch sind die Anleger noch immer recht bullish gestimmt. Dies deutet daraufhin, dass es kurzfristig durchaus noch abwärts gehen kann. Zumal zuletzt neue „Krypto-Experten“ beziehungsweise „Krypto-Trader“ wie Pilze aus dem Boden schossen.

Ferner berichten mir Bekannte, dass im spanischen Fernsehen inzwischen sogar schon Werbespots von Krypto-Plattformen wie Nexo laufen. Was kurzfristig zwar nochmal frisches Geld in die Krypto-Märkte spülen könnte, aber generell auch ein Warnzeichen ist. Denn dieses frische Geld stammt nicht von erfahrenen Anlegern, sondern eher von Glücksrittern, denen es zurzeit vielleicht einfach langweilig ist.

Daher sieht mein Base Case-Szenario eine Fortsetzung der bereits laufenden Korrektur im Bitcoin, aber später auch bei Ethereum, vor. Dadurch könnten alleine schon deshalb einige Anleger nervös werden, weil auf die neuen Allzeithochs gemäß charttechnischem Lehrbuch eigentlich weitere massive Kursgewinne folgen müssten. Diese werden auch kommen, aber noch nicht sofort.

Krypto Winter“ könnte in Q1/2022 beginnen

Kurzfristig also eine Korrektur, die bei Kryptos durchaus schon mal zu -20% bis -30% führen kann, anschließend aber weiter up. Okay, aber wo ist da nun der „Krypto Winter“? Noch ist er nicht in Sicht, das ist klar. Aber… meines Erachtens wird die Kursrally, die auf die anstehende Korrektur folgen wird, sehr explosiv werden. Ich rechne also, nach einer Korrektur, mit einem sogenannten parabolischen Anstieg von Bitcoin, Ether(eum) und Co.

Aber: Genau dieser parabolische Anstieg, der dann auch den letzten Krypto-Anleger in Euphorie versetzen dürfte, ist in der Regel die letzte Phase des Bullenmarktes. Der Bullenmarkt, der vor rund einem Jahr (Oktober/November 2020) begann. Und wenn der Bullenmarkt zu Ende ist, folgt bei den Kryptos in der Regel eben ein (längerer) Bärenmarkt, der sogenannte „Krypto Winter“.

Was bedeutet das nun für Sie? Nun, wenn die Kurse in den nächsten Tagen, ich würde zwei, drei Wochen ansetzen, nochmal fallen, sollten Sie zugreifen. Lassen Sie sich da auch nicht von irgendwelchen, insbesondere brandneuen „Krypto-Experten“ beeinflussen. Aber: Machen Sie sich klar und bewusst, dass Sie mit dem Feuer spielen, das es ein Ritt auf der Rasierklinge ist. Sollten Sie daher schnell hohe Kursgewinne verbuchen, nehmen Sie diese auch sukzessive mit.

Denn für Q1/2022 denke ich: „Krypto Winter“ is coming. Und dann kommen Sie nicht mehr raus! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, wie immer, ein schönes Wochenende…

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