Bitcoin (BTC) und Co.: Ist das die Ruhe vor dem (nächsten) Sturm?

Nach dem „Musk Crash“ im Mai, haben sich Bitcoin (BTC) und Co. inzwischen wieder gefangen, stabilisiert. Auf der einen Seite ist das gut, auf der anderen aber noch längst nicht alles Gold, was glänzt. Darum habe ich letzte Woche an dieser Stelle versucht, Sie zu beruhigen. Es war auch richtig, Ruhe zu bewahren. In dieser Woche aber muss ich den Finger in die Wunde legen!

Ich habe nichts gegen Elon Musk, aber…

Bevor ich dazu komme, möchte ich jedoch noch etwas klarstellen. Denn auch wenn mir das der eine oder andere vorwerfen mag, habe ich absolut nichts gegen Elon Musk. Ganz im Gegenteil finde ich bewundernswert, was er mit Tesla schon geschafft hat und wohl in Zukunft noch schaffen wird. Das hindert mich aber nicht daran ihn auch zu kritisieren, wenn es etwas zu kritisieren gibt. So muss man ganz klar sagen, dass das Thema Energieverbrauch beim Bitcoin Mining kein neues Thema war und ist.

Es mag von Elon Musk durch seinen entsprechenden Tweet wieder hervorgeholt worden sein. Aber schon 2017 wurde dieses Thema aufgeworfen und diskutiert. Daher finde ich es unverändert verwunderlich, dass Elon Musk dieses Thema erst NACH einem 1,5 Milliarden US-Dollar Investment durch Tesla in Bitcoin „entdeckt“ haben möchte. Wenn dem aber so gewesen sein sollte, muss man schon die Frage nach der Führung von Musk bei Tesla stellen.

Denn 1,5 Milliarden US-Dollar sollte kein Unternehmen einfach mal so nebenbei in irgendein „Asset“ investieren. Hinzu kommt, dass Mr. Musk konsequenterweise auch seine beiden eigenen Unternehmen – Tesla sowie SpaceX – an den Pranger stellen müsste. Denn auch die Stromer von Tesla werden nicht überall in der großen weiten Welt nur mit „grünem“ Strom betankt – und die Raketen von SpaceX dürften eine Menge an Abgasen in die Luft blasen.

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Genie und Wahnsinn liegen eng beieinander

Es ist ja schon lange bekannt, dass Genie und Wahnsinn oft nah beieinander liegen. Dies scheint für Elon Musk, der sich zuletzt bei „Saturday Night Live“ ja selbst als Asperger-Autist geoutet hat, zu gelten. Fakt ist jedenfalls, dass der überraschende Tweet, dass Tesla wegen des hohen Energieverbrauchs des Bitcoin-Minings vorerst keine Zahlungen mit Bitcoin (BTC) mehr akzeptiere, diesen 12.000 US-Dollar an Wert gekostet – und viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt!

Insofern wohl auch kein Wunder, dass die Hackergruppe „Anonymous“ dies nicht sehr witzig findet und Elon Musk gedroht hat, entweder ihn selbst oder seine Unternehmen (per Hack) anzugreifen. Diese Drohung allein hat schon bewirkt, dass Musk auf Twitter deutlich ruhiger geworden ist. Auch gibt er sich nicht mehr wie ein kleines, trotziges Kind, wie das zwischenzeitlich der Fall war. Zuletzt sorgte ein Tweet, dass Tesla bald wieder Bitcoin (BTC) annehmen könnte, sogar für einen kleinen Kurssprung.

Voraussetzung dafür ist laut Elon Musk, dass der Anteil „grünen“ Stroms beim Bitcoin Mining auf über 50% steige. Schätzungen zufolge liegt dieser Anteil derzeit zwischen 39 und 79%. Man muss also schon die pessimistischsten Schätzungen heranziehen, um dieses Ziel als noch nicht erreicht anzusehen. Das tut Musk also offenbar. Nichtsdestotrotz dürfte es nicht mehr allzu lange dauern, bis das genannte Ziel erreicht wird. Denn China schaltet aktuell seine „Kohlestrom“-Miner ab (bis Ende Juni).

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Wie es jetzt wohl weitergehen dürfte!

Aus den dargelegten Gründen habe ich den „Krypto Crash“ im Mai „Musk Crash“ bezeichnet und bleibe dabei. Wenn dies aber der „Musk Crash“ war, war die Kurserholung zuletzt auch die „Musksche Kurserholung“. Leider genügt diese Kurserholung bis dato jedoch noch nicht, um den Krypto-Markt wieder auf bullish zu drehen. Zwar blieb auch im „Musk Crash“ der längerfristige Aufwärtstrend intakt, der kurzfristige Abwärtstrend ist es jedoch ebenfalls.

Daher dürfte es nun einen längeren Kampf zwischen Bullen und Bären geben, der letztlich in einer volatilen Seitwärtsbewegung münden wird. So, wie wir diese ja auch zuletzt schon gesehen haben. Erst ein Einbruch unter 30.000 US-Dollar oder eine Kursrally über 45.000 US-Dollar würden die Seitwärtskonsolidierung beenden. Unter 30.000 US-Dollar käme es zu einem Verkaufssignal mit Kursziel 24.000/25.000 US-Dollar oder tiefer. Über 45.000 US-Dollar käme es dagegen zu einem Kaufsignal.

Noch können Sie daher ruhig bleiben und tendenziell in Kursschwäche gute Coins und Tokens einsammeln. Solana (SOL) hatte ich letzte Woche bereits als einen klar bullishen Kaufkandidaten genannt. Denn am Ende haben die Bullen, Stand heute, noch immer die besseren Karten, wahrscheinlich geht die Kursrally bei Bitcoin (BTC) und Co. nach Abschluss der laufenden Konsolidierung weiter. Wenn nicht, dürfen Sie jedoch kurzfristig mal in Panik geraten und alle Positionen auflösen!

PS: Wenn Sie mich nach einem Zeitfenster fragen, würde ich – Stand heute – damit kalkulieren, dass die laufende Konsolidierung noch vier bis sechs Wochen weitergehen wird. Dann erwarte ich das Kaufsignal. Ob ich damit richtig liege? Schaun mer mal. Wenn nicht, wissen Sie ja was zu tun ist. #Panik

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