Bitcoin (BTC): Kommt jetzt die Megarally?

Vor zwei Wochen schrieb ich an dieser Stelle: „Schafft es der Bitcoin über 50.000/52.000 US-Dollar auszubrechen, generiert dies ein charttechnisches Kaufsignal.

Vor zwei Wochen schrieb ich an dieser Stelle: „Schafft es der Bitcoin über 50.000/52.000 US-Dollar auszubrechen, generiert dies ein charttechnisches Kaufsignal. Um 54.000 US-Dollar kann es zwar auch dann nochmal ruckeln, prinzipiell wäre der Weg zum Allzeithoch bei knapp 65.000 US-Dollar dann aber frei. Über 65.000 US-Dollar lägen die nächsten Kursziele sogar bei 78.000 bis 80.000 sowie später 100.000 US-Dollar.“

Ferner schrieb ich, dass fundamental viel für steigende Kurse sprechen würde. Zunächst befanden wir uns auch auf einem guten Weg. Doch dann, am vergangenen Freitag, kam erneut „FUD“ (Fear, Uncertainty and Doubt, zu Deutsch: Angst, Unsicherheit und Zweifel) in die Krypto-Märkte. Der Grund war wieder einmal: China. Denn nachdem die Volksrepublik schon 2013 und 2017 Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum verboten hatte, erneuerte man dieses Verbot wieder einmal.

Allerdings müsste dieses erneute Krypto-Verbot in China bei mitdenkenden Menschen eigentlich Fragen aufwerfen. Erstens wurde dieses erneute Krypto-Verbot von der chinesischen Notenbank („People’s Bank of China, kurz: PBoC) erlassen. Auch wenn die Volksrepublik leider eine kommunistische Diktatur ist, gelten dort jedoch gewisse Gesetze. Ein Gesetz ist, dass nicht einmal in China die Notenbank für die Gesetzgebung zuständig ist.

Mit anderen Worten: Es mag ja sein, dass die chinesische Notenbank Kryptowährungen erneut verboten hat. Aber ist sie dazu überhaupt autorisiert? Und wenn ja, wie ist dieses Krypto-Verbot zu verstehen? Denn es gibt ja Kryptowährungen in China, die – natürlich unter staatlicher Kontrolle stehend – erlaubt worden sind. Ich meine damit natürlich insbesondere NEO, aber auch die auf NEO basierenden Ontology (ONT) oder Flamingo (FLM). Sind die nun auch verboten?

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Weiter stellt sich die Frage wie eng gefasst dieses erneute Verbot nun eigentlich ist. Dürfen chinesische Staatsbürger jetzt keine Kryptowährungen mehr halten? Und was sollen oder müssen sie mit entsprechenden Stakes tun? Kein Wunder, dass es schon kurz nach den Meldungen über das erneute Krypto-Verbot Meldungen dazu gab. In diesen hieß es, dass diejenigen, die bereits Kryptowährungen halten, sich nicht strafbar machen, auch dann nicht, wenn sie diese weiter halten.

Die wichtigste Frage, die sich mitdenkende Menschen aber stellen sollten, ist ohnehin eine andere. Wenn Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum schon seit 2013 in China offiziell verboten sind, warum ist dann die Volksrepublik China noch bis vor kurzem der größte Markt für diese gewesen? Und in diesem Zusammenhang: Warum muss die kommunistische Staatsführung ihr Krypto-Verbot eigentlich alle paar Jahre erneuern? Funktionieren diese Krypto-Verbote schlicht und einfach nicht?

Ich würde diese Frage mit einem klaren Ja beantworten. Die kommunistische chinesische Staatsführung hat, völlig zurecht, Angst vor Bitcoin und Co. Selbst Elon Musk hat dies erkannt und kürzlich erklärt, dass ein Erfolg des Bitcoins beziehungsweise von Kryptowährungen in China am Ende sogar den auf Lebenszeit eingesetzten Staatschef Xi Jinping am Ende sein Amt kosten könnte. Das hat Elon Musk meines Erachtens absolut richtig erkannt.

Bitcoin und Co. sind gekommen, um zu bleiben!

Grundsätzlich kann ich daher nachvollziehen, dass die chinesische Führung tut, was sie tut. Allerdings kann ich die Panik vieler Anleger auf diese Entscheidungen nicht mehr wirklich nachvollziehen. Dennoch ist ein Punkt definitiv auffällig: Bei den letzten Entscheidungen fielen die Kurse an den Krypto-Märkten noch deutlich stärker als diesmal. So verlor der Bitcoin diesmal in der Spitze rund -10% und hat diese Kursverluste zwischenzeitlich schon wieder fast ausgeglichen (in nur einer Woche).

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Man sieht also, dass sich hier Abnutzungseffekte zeigen. Ähnlich wie inzwischen ja auch nicht mehr jeder Tweet von Elon Musk auf die Goldwaage gelegt wird. Ich sehe dies insgesamt als sehr positiv an. Denn es zeigt, dass die Krypto-Märkte sich zusehends emanzipieren und erwachsener werden. Dies wiederum ist eine der Grundbedingungen dafür, dass auch weiterhin immer mehr institutionelle Anleger in Kryptowährungen investieren.

Generell, ich denke, das darf ich so schreiben, zeigt insbesondere das Vorgehen Chinas sowie die Reaktion der Kryptowährungen – allen voran der „Mutter aller Kryptowährungen“, dem Bitcoin – darauf, dass diese gekommen sind, um zu bleiben. Nicht einmal die chinesischen Hardcore-Kommunisten schaffen es bisher mit ihren rigorosen Verboten diese kleinzukriegen. Andere Länder haben es übrigens auch schon mit solchen Verboten versucht und sind ebenfalls kläglich gescheitert.

Eines dieser Länder ist dabei eigentlich sogar die größte Demokratie (auf Basis der Bevölkerungszahl), nämlich Indien. Dort hat das erste Bitcoin-Verbot so schlecht funktioniert, dass die Regierung eigentlich einen zweiten Versuch starten wollte. Bisher ist es jedoch bei diesem Versuch geblieben. Denn sowohl die indische Wirtschaft, die die Blockchain-Technologie grundsätzlich produktiv nutzen möchte als auch manche Politiker liefen und laufen Sturm dagegen.

Dies ging in Indien zuletzt sogar so weit, dass die Finanzministerin des Landes, Nirmala Sitharaman sich dahingehend äußerte, dass der eine oder andere Marktbeobachter schon damit rechnet, dass Indien am Ende El Salvador folgen könnte. Konkret hieße dies dann, dass man den Bitcoin – neben der Indischen Rupie (INR) – zur zweiten offiziellen Landeswährung machen würde. Dies erwarte ich jedoch definitiv derzeit noch nicht.

Zu guter Letzt haben wir dann noch den Fall Nigeria. Auch hier hatte die Notenbank vor einigen Monaten Kryptowährungen, allen voran den Bitcoin, für illegal erklärt. Auch hier konnte und kann man natürlich fragen, ob eine Notenbank dies eigentlich überhaupt tun kann. Aber letztlich spielt es auch keine Rolle (mehr). Denn inzwischen ist man selbst in Nigeria von diesem Verbot wieder abgerückt, zumal es sich auch hier nicht durchsetzen ließ.

Warum jetzt eine Megarally folgen könnte…

Bleibt abschließend noch die Frage zu beantworten, warum es bei Bitcoin und Co. jetzt zu einer Jahresendrally, vielleicht sogar einer Megarally, kommen könnte. Nun, die Fakten liegen ja grundsätzlich auf dem Tisch und sind in letzter Konsequenz positiv. Um aber eine Kursprognose abgeben zu können, kann man sich gewisser (mathematischer) Modelle bedienen. Eines der bekanntesten dieser Prognose-Modelle ist das sogenannte Stock-to-Flow-Modell von Plan B (@100trillionUSD).

Getreu diesem Modell sollte der Bitcoin im August um 47.000 US-Dollar und im September um 43.000 US-Dollar liegen, was beide Male sehr gut gepasst hat. Die Kursprognosen für Oktober, November und Dezember liegen nun bei 63.000, 98.000 sowie 135.000 US-Dollar. Schauen wir mal, ob auch die wieder so gut passen wie zuletzt. Ich glaube zwar noch nicht so richtig daran, aber deutlich höhere Kurse als derzeit kann ich mir durchaus vorstellen!

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