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BioNTech- und Valneva-Aktie: Mit den besten Empfehlungen!

Auch wenn der Freitag gut begann, war die Woche für die Aktien von BioNTech und Valneva bislang kein Erfolg. Dabei gab es von den Impfstoffherstellern gute Nachrichten.

Liebe Leserin, lieber Leser,

noch ist die Börsenwoche nicht beendet, doch bis zum Freitagvormittag kann sie für BioNTech und Valneva wahrlich nicht als erfolgreich bezeichnet werden. Am Freitag im frühen Handel in Frankfurt verbesserte sich die Valneva-Aktie zwar um gut ein Prozent auf 9,59 Euro, BioNTech legte 0,7 Prozent zu auf 149,00 Euro. Damit allerdings weisen die Papiere der Impfstoff-Firmen noch immer ein leichtes Wochenminus aus. Das kommt einigermaßen überraschend, denn sowohl BioNTech als auch Valneva hatten im Laufe der Woche Positives aus ihren Impfstoffprogrammen gegen COVID-19 zu berichten.

WHO empfiehlt Impfstoff von Valneva

Insbesondere das Corona-Vakzin von Valneva hat nun eine nicht unbedeutende Hürde genommen: Das französisch-österreichische Unternehmen bestätigte, „dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Empfehlungen für den Einsatz des inaktivierten COVID-19 Impfstoffs des Unternehmens herausgegeben hat“.

Die vorläufigen Empfehlungen der WHO für den Einsatz des Impfstoffs VLA2001 von Valneva wurden demnach auf der Grundlage der Empfehlungen der Strategischen Expertengruppe für Immunisierung (SAGE) auf ihrer außerordentlichen Sitzung am 11. August 2022 erarbeitet „und in ihrem Hintergrunddokument veröffentlicht“.

Valneva-Vakzin auch als Booster geeignet

Die vorläufigen Empfehlungen der WHO enthalten nach Valneva-Angaben auch eine Empfehlung für eine Auffrischungsdosis von VLA2001 vier bis sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie „und weisen darauf hin, dass eine Auffrischungsdosis von VLA2001 nach der ersten Impfung mit ChAdOx1-S (AstraZeneca) in Betracht gezogen werden kann“, wie es heißt. Die WHO könne ihre vorläufigen Empfehlungen weiter aktualisieren, um zusätzliche Verwendungen des COVID-19 Impfstoffs von Valneva einzubeziehen, sobald neue Daten verfügbar seien.

„Wir freuen uns, dass die WHO Empfehlungen für die Verwendung des inaktivierten COVID-19 Impfstoffs von Valneva herausgegeben hat, und glauben, dass diese Leitlinien andere bei der Einschätzung des Potenzials unseres Impfstoffs als Beitrag zur öffentlichen Gesundheit unterstützen können“ kommentierte Juan Carlos Jaramillo, MD, Chief Medical Officer von Valneva, die Entscheidung. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der WHO bei der Prüfung von VLA2001 für die Präqualifikation und auf die Fortsetzung unserer Gespräche mit Regierungen, die den Impfstoff für ihr Portfolio in Betracht ziehen.“

BioNTech bald mit Omikron-Impfstoff

Ebenfalls gute Nachrichten hatte BioNTech zu vermelden. Laut Medienberichten rechnet BioNTech mit der Zulassung seines Corona-Varianten-Impfstoffes bereits in der kommenden Woche und mit einer anschließend raschen Auslieferung. „Wir können sehr zeitnah ausliefern, hoffentlich ab Anfang September“, sagte Ugur Sahin, CEO und Mitgründer von BioNTech, in einem vorab veröffentlichten Interview mit dem Nachrichtenmagazin Spiegel.

Zunächst erwarte er die Zulassung des auf dem ursprünglichen Omikron-Subtyps BA.1 basierten Vakzins, heißt es bei der WirtschaftsWoche. Es gebe demnach jedoch auch einen Booster für den nun dominanten Subtyp BA.5. Dieser dürfte nur wenig später zugelassen werden. BioNTech reiche gerade bei der EMA die letzten Dokumente ein. „Dann kann es auch hier schnell gehen“, wird  Sahin zitiert.

Update zur Wirksamkeit bei Kleinkindern

Ebenfalls bedeutend: Gemeinsam mit Partner Pfizer gab  das Mainzer Unternehmen am Dienstag ein Daten-Update zur Wirksamkeitsanalyse des Pfizer-BioNTech COVID-19-Impfstoffs einer Phase-2/3-Studie bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren bekannt. In der Studie war der Impfstoff in einer Impfserie bestehend aus drei 3-µg-Dosen untersucht worden. Die Ergebnisse bestätigen laut BioNTech bereits veröffentlichte Zwischenergebnisse zur Impfstoffwirksamkeit, die im März und April 2022 erhoben worden waren.

„Diese Ergebnisse bestätigen, dass drei 3-µg-Dosen unseres COVID-19-Impfstoffs Kleinkindern ein hohes Maß an Schutz bei gleichzeitig günstigem Sicherheitsprofil bieten – dies in einem Zeitraum, während die Omikron-Variante BA.2 die vorherrschende Variante war“ sagte Ugur Sahin. Parallel entwickle BioNTech einen an die Omikron-Varianten BA.4/BA.5 angepassten bivalenten Impfstoff in dieser Altersgruppe, um diese Varianten zu adressieren. Bei Kindern im Alter von 6 bis 23 Monaten lag die Impfstoffwirksamkeit zur Prävention demnach bei 75,8 %.

All diese Nachrichten hatten jedoch zunächst keinen positiven Einfluss auf die Kursentwicklung, weder bei Valneva noch bei BioNTech, wie folgende Tabelle zeigt:

1 Woche 1 Monat 6 Monate 1 Jahr
BioNTech-Aktie -0,7% -6,5% +12,0% -52,8%
Valneva-Aktie -0,2% -0,6% -34,7% -36,3%

Hohe Kursziele für BioNTech-Aktie

Ob die Aktie von Valneva jemals wieder an ihren Höchststand von 30,50 Euro herankommen wird, scheint fraglich. Zu unsicher ist, ob das französisch-österreichische Unternehmen jemals ernsthaft Profit aus VLA2001 wird schlagen können, erhielt der Impfstoff doch erst im Juni seine Zulassung in der EU. Ganz anders die Situation bei BioNTech, dessen Vakzin bereits milliardenfach verabreicht wurde – und den Mainzern allein 2021 einen Gewinn von mehr als zehn Milliarden Euro in die Kassen spülte. Entsprechend positiv sind daher die Analysten-Einschätzungen – mit zum Teil hohen Kurszielen.

  • Goldman Sachs: 200,00$, +34,63%
  • Deutsche Bank: 180,00$, +21,16%
  • UBS AG: 168,00$ +13,09%
  • JP Morgan: 183,00$ +23,18%

Besonders hevor tat sich Anfang August die Berenberg Bank: Zum Erreichen des Umsatzziels für Covid-19-Produkte sei das Biotech-Unternehmen auf gutem Weg, schrieb Analyst Zhiqiang Shu nach den Quartalszahlen. Allerdings sei der Umsatz im zweiten Quartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Auftragsbücher dürften sich jedoch wieder füllen, sollten Booster-Vakzine die Zulassung erhalten. Mit einem von 350 auf 312 US-Dollar gesenkten Kursziel für die BioNTech-Akite erwartet der Berenberg-Experte noch immer mehr als eine Kursverdopplung.

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