Beben setzt sich fort! Gehen Sie nicht short

Liebe Leser,

in der vergangenen Woche schrieb ich an dieser Stelle davon, dass die Börsen beben. Jetzt setzt sich das Beben fort. Ich schrieb auch, dass vor allem die Hype-Segmente massiv nach unten rutschen. Auch das hat sich nicht nur fortgesetzt, sondern spiegelt nur wider, wie die Stimmung am Markt ist.

Ich nehme an, dass hier nicht die Privatinvestoren große Pakete auf den Markt werfen, sondern insbesondere die Verkaufsmarken ausgelöst werden, die in vielen Computerprogrammen vorgesehen sind. Große Fondsmanager in sogenannten Value-Fonds werden immer versuchen, ihre Unternehmen im Blick zu behalten.

Die Fonds, die auf Nebenwerte dieser Art setzen, suchen die Unternehmen aus, setzen dann aber gerne zur Absicherung auch Verkaufsmarken. Teilweise werden die Fonds auch noch manuell betreut. Allerdings sind viele Fonds und Depots vor allem computergestützt. Dies ist in solchen Phasen dann ein sich selbst verstärkender Effekt.

Die „Kleinen“ – hier zahlen die spekulativen Investoren

Dennoch zeigt sich hier leider eindrucksvoll, was passiert, wenn die Investitionen in reine Hoffnungswerte fließen. Oft genug gibt es kein schnelles Halten mehr, wenn die Kurse erst einmal nach unten rutschen.

Das sehen Sie eindrucksvoll leider noch einmal an einer Aktie wie Nel Asa, die wie kaum ein anderer Wert für den außergewöhnlichen „Hype“ steht, der veranstaltet wurde.

Warum ETFs auf Indizes immer besser sind: Nel Asa in einem Monat… – gegen den Dax

Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Wer hier noch die Nerven behält, dem würde ich meine Glückwünsche aussprechen. Leider sind diese Bewegungen in kleineren Werten nicht kalkulierbar. Sie können allenfalls Trendbrüche diagnostizieren – anhand von Trend-Parametern, die ich hier nicht aufgenommen habe. Hier aber zeigt sich, dass der Dax-Verlust der vergangenen Tage wohltuend moderat ausfällt.

Ich erinnere noch einmal ganz kurz an den „Wasserstoff-Index“ der vergangenen Woche: Hier sehen Sie ganz eindrucksvoll, dass das irrationale Gebäude in sich zusammenfallen muss(te).

Wasserstoff-Index vs. Dax über ein Jahr: 10mal so stark…

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei DAX?

Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Hier fallen zunächst irgendwann die Kurse, wie es jetzt geschehen ist, um dann durch weitere oft automatisierte Verkaufsaufträge ins Bodenlose zu schießen.

Meiden Sie ETFs und Zertifikate auf solche Indizes jetzt – und auch in scheinbar besseren Zeiten. Die Kurse werden immer wieder mal deutlich überdrehen und dann überraschend zurückkommen.

Der Index selbst ist zudem erst am 5. Juni 2019 ins Leben gerufen worden. Das zeigt, dass es hier um ein Experiment geht, bei dem Indizes einfach nur dem Verkauf dienen – dem Verkauf von Index-Lösungen wie Zertifikaten und ETFs.

Ich empfehle noch einmal: Für Ihre langfristige Geldanlage sollten Sie hier nicht investieren.

Jenseits der Ausverkaufsstimmung allerdings bleiben die Märkte relativ gesund. Lediglich das Corona-Virus hat die Börsianer in helle Aufregung versetzt. Die Folgen sind allerdings enorm, denn der Ausverkauf betrifft auch jene Papiere, die hohe Substanz haben. Das sind m.E. vor allem Rückversicherer, die mit dem Ausbruch des Corona-Virus oder auch mit der Weltwirtschaftsleistung nun gar nichts zu tun haben.

Das aber heißt auf der anderen Seite: Die Märkte kommen zurück. Davon bin ich überzeugt – ich weiß lediglich nicht, wann dies sein wird. Deshalb bleibt der Blick leider derzeit wenig visionär.

Denn aktuell deuten die Daten auf eine kurzfristige Schwächung im „Baltric Dry Index“, wie ich es in der vergangenen Woche aufgezeigt habe. Dies ist der Index, der die Handelstätigkeiten auf See anzeigt.

Die Seefahrt ist und bleibt die wichtigste Handelsform. Flugzeuge können bei weitem nicht so viel transportieren wie Schiffe, der Überlandweg ist praktisch entweder über große Strecken nicht ausgebaut oder aber so mühsam befahrbar, dass die Transportmengen gering sind.

Ich erinnere daher an den Baltric Dry Index.

Baltic Dry Index: Welthandelsbarometer auf den Weltmeeren wird schwach…

Anzeige

Gratis PDF-Report zu Dow Jones sichern: Hier kostenlos herunterladen

Quelle: https://www.projectcargojournal.com/shipping/2020/02/04/coronavirus-and-imo2020-send-baltic-dry-index-crashing-down/?gdpr=accept

Vor diesem Hintergrund und wegen des ausbrechenden Corona-Virus in Italien, in Deutschland und in der gesamten EU kann ich derzeit keine neuen Investitionen empfehlen, sondern nur dazu anregen, abzuwarten. Wer jetzt also bereits substanzstarke Positionen im Depot hat, wird mit denen recht gut fahren – auf längere Sicht.

Wer bereits investiert hat, der kann die Positionen mit Stop-Loss-Marken absichern. Wer noch Geld hat, das investiert werden sollte, muss dies zunächst auf den Bankkonten halten.

Sobald sich die Situation wieder verändert, wird es interessant sein, zu investieren.

Entscheidend: Peak der Erkrankungsneufälle

Dabei habe ich eine Studie gelesen, wonach die Wirtschaft wieder dreht, wenn die Zahl der Neuerkrankungen nicht mehr so stark steigt wie zuvor. Dann werden beispielsweise die Investitionen nachgeholt. Wann das Virus allerdings seinen Peak erreicht haben wird, kann derzeit niemand sagen. Die Virologen versuchen wiederholt, hier Schätzungen abzugeben. Allerdings sind die Schätzungen noch viel zu ungenau, um ernsthafte Schlüsse daraus zu ziehen.

Langfristig denken: Sparpläne

Anders sieht es aus, wenn Sie „Sparpläne“ abschließen, also langfristig in der Regel mit den immer gleichen Raten investieren. Dann nivelliert sich das Risiko. Sie kaufen, wenn die Kurse hoch sind und ebenso dann, wenn die Kurse sinken.

Sparpläne würde ich persönlich sogar weiterführen – auch in so stark verunsicherten Zeiten, wie wir sie erleben. Denn langfristig sind Dax und Dow Jones logisch und statistisch immer eine Investition wert.

Logisch deshalb, weil die vertretenen Unternehmen Gewinne erzeugen müssen – Unternehmensgewinne. Sonst würden die Eigentümer, Aktionäre, die Aktien nach und nach auf den Markt werfen mit der Folge, dass der Börsenwert so weit sackte, dass die Unternehmen aus dem Index fliegen. In den Indizes sind ohnehin in der Regel die größten Unternehmen nach Börsenwert und Marktkapitalisierung vertreten.

Deshalb könnte auch einmal ein Unternehmen ausgetauscht werden- es käme ein anderes Unternehmen, das Gewinne erzeugen muss. In diesem Sinne sind die Aktien-Indizes ausgesprochen effizient und bilden immer wieder nur die Gewinner und deren Wertentwicklung ab.

Steigen die Unternehmensgewinne, steigt auch der bilanziell ausgewiesene Wert der Unternehmen. Dies wiederum spiegelt sich regelmäßig – unter Schwankungen – im Aktienkurs wider. Logisch betrachtet werden die Indizes daher über viele Jahre bewertet wertvoller. Statistisch betrachtet dürfen Sie mit 7 % bis 9 % p.a. rechnen.

Wie kürzlich abgebildet wird der Dax über einen langen Zeitraum ohnehin steigen – hier der Beweis

Quelle: www.boerse.de

Dasselbe Bild ergibt der Dow Jones, der seit Jahrzehnten tendenziell immer weiter steigt.

Seit mehr als 100 Jahren stark: Dow Jones

Quelle: www.boerse.de

Diese Indizes können Sie „besparen“, wenn Sie einen Sparplan abgeschlossen haben.

Wenn Sie noch keinen Sparplan haben, dann nenne ich erneut den ETF der vergangenen Woche auf den „DivDax“, der die dividendenstärksten Aktien aus dem Dax abbildet. Auch dieser ETF ist sparplanfähig.

Sie benötigen lediglich ein Depotkonto (wie für alle anderen Anlagen auch) und schließen dann bei der depotführenden Bank für diesen ETF einen Sparplan in fast beliebiger Höhe ab. Sie können die Konditionen jederzeit ändern, Sie können den Sparplan aussetzen oder aber auch das gesamte aufgelaufene Vermögen verkaufen bzw. teilverkaufen.

ETF-Sparplan-Grundlage: ivDax „Comstage DivDax UCITS ETF – I ERU Dis“, ISIN: LU0603933895. Jetzt neu im Abwärtstrend – kein Problem bei einem Sparplan…

Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Bei einem Abwärtstrend können Sie – wegen der niedrigen Kurse – erwarten, für Ihr Geld sogar ausgesprochen viele Anteile zu beziehen. Deshalb lassen Sie sich bei einem Sparplan aktuell nicht abschrecken – auch wenn die Kurse noch weiter nach unten fallen sollten…

ComStage DivDAX UCITS ETF kaufen, halten oder verkaufen?

Wie wird sich ComStage DivDAX UCITS ETF jetzt weiter entwickeln? Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Anleger lieber verkaufen? Die Antworten auf diese Fragen und warum Sie jetzt handeln müssen, erfahren Sie in der aktuellen ComStage DivDAX UCITS ETF-Analyse.

Trending Themen

Warum die meisten Aktienhändler scheitern!

Erwartungen: Verstehen Sie Ihr Ziel. Verstehen Sie es wirkli...

Anlagemöglichkeiten: Keine Lust auf Aktien?

Falls Sie sich aufgrund der jüngsten Nachrichten über den ...

Dividenden-Aktien: Diese 6 sollten Sie kennen!

In Phasen der Börsenschwäche können Anleger immer noch Re...

Terra-Kollaps: Vitalik Buterin reagiert!

In einem Tweet am Samstag schlug der Ethereum-Experte Anthon...

Vorsorgetipps für Millennials: Darauf solltet ihr achten!

Nehmen wir an, Du fängst jetzt an, 100 Euro pro Monat zu in...

Wohnungsbau: Steigende Hypothekenzinsen!

Mehr Immobilienkäufer nahmen trotz steigender Zinsen Hypoth...

Inflation: Experten reagieren

Der SPDR S&P 500 ETF Trust SPY ist in den vergangenen Ta...

Tether: Löst sich vom Dollar?!

Der führende Stablecoin Tether verlor nach dem Kollaps von ...

NFT-Markt: Ein toter Markt?

Nachdem NFTs den Markt im Jahr 2021 im Sturm erobert hatten,...
ComStage DivDAX UCITS ETF
LU0603933895
31,02 EUR
1,34 %

Mehr zum Thema

ComStage DivDAX UCITS ETF: Wie gewonnen, so zerronnen?
ETF-Analyst | 31.10.2021

ComStage DivDAX UCITS ETF: Wie gewonnen, so zerronnen?

Weitere Artikel

DatumAutorLeser
11.03.2020 ComStage DivDAX ETF: Panik überall! Robert Sasse 316
Der ComStage DivDAX ETF investiert gezielt in Titel, die eine besonders hohe Dividende versprechen. Eine solche Anlagestrategie gilt prinzipiell als einigermaßen krisensicher. Diese Tage zeigt sich allerdings, dass dies nur bis zu einem gewissen Grad gilt. Das neue Coronavirus hat bei dem ETF gnadenlos zugeschlagen und die Kurse innerhalb eines Monats um rund ein Viertel in die Tiefe purzeln lassen.…
06.03.2020 Salami-Crash? Robert Sasse 2012
Liebe Leser, das Corona-Virus scheint an den Märkten nicht nur Irritationen auszulösen, sondern eher eine Art Salami-Crash. Noch ist es nicht so weit, dies so sehen zu müssen. Aber: Seit Tagen kennen die Märkte fast nur noch die Richtung nach unten. Zudem hat jetzt die US-Zentralbank Fed die Zinsen gesenkt. Dasselbe Bild eröffnete sich am Donnerstag in Kanada: Auch hier…
Anzeige ComStage DivDAX UCITS ETF: Kaufen, halten oder verkaufen? Finanztrends 8759
Wie wird sich ComStage DivDAX UCITS ETF in den nächsten Tagen und Wochen weiter entwickeln? Sichern Sie sich jetzt die aktuelle ComStage DivDAX UCITS ETF-Analyse...