BASF-Aktie: Warum Wintershall Dea zum Problemfall wird!

Die BASF gerät über ihre Beteiligung an Wintershall Dea in den Sog des Ukraine-Kriegs.

Auch der deutsche Chemiekonzern BASF ist vom Desaster rund um Nord Stream 2 betroffen. Der Grund: Der Dax-Konzern hält eine Mehrheitsbeteiligung in Höhe von 67 Prozent an dem Joint-Venture Wintershall Dea.

Die Öl- und Gasfirma Wintershall Dea wiederum ist an der Finanzierung der jetzt auf Eis liegenden Ostsee-Pipeline beteiligt. Das Unternehmen hatte dem Projektierer Nord Stream 2 AG ein Darlehen in Höhe von 730 Millionen Euro gegeben. Die Nord Stream 2 AG steht wegen der westlichen Sanktionen infolge des Ukraine-Kriegs vor der Pleite und die Pipeline könnte möglicherweise nie in Betrieb gehen.

Nord Stream 2: Wintershall Dea erwartet im Fall der Fälle staatliche Entschädigungen

Wintershall Dea jedenfalls sieht bei sich selbst kein Fehlverhalten. Vor einigen Tagen betonte die Firma, dass man fest mit staatlichen Entschädigungen rechne, sollte Nord Stream 2 komplett gecancelt werden.

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Beobachter erwarten, dass Wintershall Dea in diesem Falle seine gesamte juristische Macht einsetzen wird, um die Kosten am Ende dem Steuerzahler zu übergeben.

Anteilseigner Michail Fridman (LetterOne) auf EU-Sanktionsliste

Für die BASF-Beteiligung ist der Ukraine-Krieg aber nicht nur mit Blick auf Nord Stream 2 ein Desaster. Wintershall Dea bzw. dessen Vorgängerunternehmen Wintershall ist seit Jahrzehnten in Russland aktiv und unterhält dort Gas-Produktionsstätten. Viele Mitarbeiter der Firma sind Russen oder Ukrainer.

Hinzu kommt, dass 33 Prozent der Anteile des Unternehmens in der Hand von LetterOne sind. Dabei handelt es sich um eine Holding, die vom russischen Oligarchen Michail Fridman geführt wird. Dieser steht neben vielen anderen einflussreichen russischen Wirtschaftsfunktionären auf der Sanktionsliste der EU.

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BASF und LetterOne: Zwiespalt bei geplantem Börsengang

Nun stellt sich auch die Frage, ob und wann der Börsengang von Wintershall Dea erfolgen könnte. Dieser war in den letzten Jahren bereits mehrfach verschoben worden. BASF jedenfalls will weiterhin an dem IPO festhalten.

Der russische Partner LetterOne allerdings sieht derzeit keinen passenden Zeitpunkt – wohl wegen der derzeit unklaren politischen Lage in Osteuropa. Und so dürfte die Hängepartie bei Wintershall Dea munter weitergehen.

Update (19:30 Uhr): Am Mittwochnachmittag hat Wintershall Dea kurzfristig angekündigt, sein komplettes Russland-Geschäft auf Eis zu legen. Gleichzeitig will der Öl- und Gaskonzern seine Beteiligung an Nord Stream 2 abschreiben. Damit gibt der Konzern die für die Pipeline bereitgestellten Finanzmittel entgegen der ursprünglichen Äußerungen verloren.

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