BASF-Aktie: Dunkle Wolken und es wird noch dunkler!

Dem drittgrößten Industriezweig steht ein Unwetter bevor. Lohnt es sich, jetzt in die BASF-Aktie zu investieren, oder ist es besser, das Unwetter vorbeiziehen zu lassen?

Verschiedenen Aussagen zufolge steht dem drittgrößten Industriezweig, nach der Autobranche und dem Maschinenbau, eine schwere Zeit bevor. Hintergrund sind natürlich die gestiegenen Energiekosten und zudem die Aussicht, von der Regierung abgeschaltet zu werden. Die BASF-Aktie kommt bereits stark unter Druck. Wie soll es weitergehen, brechen hier bald alle Dämme?

Zuletzt äußerte sich UBS mit einem Rezessionsszenario. Die Schweizer Großbank sieht für den europäischen Chemiesektor stark eingetrübte Aussichten. Der Analyst Andrew Stott reduzierte seine Schätzungen für das operative Ergebnis der Branche im kommenden Jahr. Unter anderem wurde die BASF-Aktie in diesem Zuge auf „Verkaufen“ abgestuft. Für das dritte Quartal erwartet Stott bereits erste Lücken. Für das Jahr 2023 wird von einem deutlichen Basisszenario ausgegangen.

Welche Aktionäre sind an Bord?

Der Blick auf die Aktionäre kann oft Aufschluss darüber geben, ob die großen Fische mit an Bord sind. Mit Aktionären wie Vanguard, Blackrock oder auch DWS können sich Anleger bei der BASF-Aktie wohlfühlen. Die Big-Player sind dabei. Dort investiert zu sein, wo das große Geld auch liegt, ist zunächst einmal ein Vorteil. Trotz der namhaften Investoren, bleibt die Aussicht zunächst düster.

NameAktien%
The Vanguard Group, Inc.24 104 0392,62%
Norges Bank Investment Management15 141 4281,65%
Union Investment Privatfonds GmbH12 542 4721,37%
Flossbach von Storch AG11 951 4701,30%
DWS Investments (UK) Ltd.9 196 9691,00%
BlackRock Asset Management Deutschland AG9 127 2650,99%
DWS Investment GmbH8 898 6230,97%
Thornburg Investment Management, Inc.8 552 7820,93%
Franklin Advisers, Inc.8 387 5500,91%
BlackRock Advisors (UK) Ltd.7 728 5140,84%
Quelle: marketscreener.com

Die Preisentwicklung der BASF-Aktie (Chartanalyse)

Die charttechnische Entwicklung der BASF-Aktie ist zuletzt noch mehr eingetrübt. Die Kurse rutschen im Tief auf 39,33 EUR auf dem Börsenplatz Xetra. Damit steht der Preis kurz davor, das im Jahr 2020 markierte Tief von 37,35 EUR anzulaufen. Alte Tiefpunkte ziehen die Kurse oft magisch an, bieten dann allerdings auch halt. Wird es in diesem Fall auch so sein? Im Augenblick ist die mittel- und langfristige Aussicht zumindest als stark bärisch zu bezeichnen.

Es muss den Bullen zwangsläufig gelingen, eine bestätigte Trendwende zu initiieren. Dies geschieht vornehmlich mit höher gelegenen Tiefpunkten und immer wieder neuen Hochs. In diesem Rahmen muss dann auch die gleich noch folgende Trendanalyse von einem Bärenmarkt hin zu einem Bullenmarkt drehen. Erst dann lässt sich ein Einstieg in die BASF-Aktie aus charttechnischer Sicht heraus rechtfertigen. Alles in allem wird wohl noch etwas Zeit benötigt.

Der Linien-Chart von der BASF-Aktie (D1)

Der Linien-Chart von der BASF-Aktie (D1)
BASF-Aktie | Quelle: finanztrends.de

Nun eine Trendanalyse (D1) für die BASF-Aktie

Macd Oszillator: An dieser Stelle wird bei dem Oszillator untersucht, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zusätzlich auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind nur zwei positiv. Insofern muss das leider als sehr bärisch bezeichnet werden.

Gleitende Durchschnitte: Es wird noch analysiert, ob bei der BASF-Aktie die GDs steigend sind. Denn steigende GDs machen einen Aufwärtstrend aus. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten ist nicht ein einziger steigend. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen. So geht es nicht weiter!

Parabolic SAR Indikator: Als Letztes muss geprüft werden, ob sich der Schlusskurs oberhalb vom Indikator befindet. Falls ja, so ist ein valider Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen sind nur 3 positiv. Bullisch ist bei Weitem etwas anderes.

Die Auswertung der Trendanalyse

15.07.2022: Jetzt widmen wir uns der Gesamtauswertung. Alles zusammen sind es 30 Kriterien, davon sind 5 als positiv zu bezeichnen. Das sind lediglich 16.67 %. Deswegen wird der Status hier auf „Sehr Bärisch“ gesetzt. Aus diesem Blickwinkel ist es klug, mit dem Einstieg in die BASF-Aktie zu warten, bis die Analyse ein besseres Ergebnis bringt.

Welche Ansicht vertreten die Analysten der BASF-Aktie?

  • Die Summe der Experten, die sich mit dem Unternehmen beschäftigen, ist 23.
  • Die mittlere Empfehlung lautet „Aufstocken“.
  • Das durchschnittliche Kursziel ist bei fast 60 EUR zu finden. (Eine Chance von etwa 47,5 %.)
  • Das höchste Kursziel ist sogar bei 82,00 EUR gesetzt.
  • Während der letzten Wochen und Monate setzen die Experten das Kursziel für die BASF-Aktie sukzessive weiter zur Unterseite.

Die letzte Analyse ist von Jefferies. Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für die BASF-Aktie auf „Buy“ mit einem Kursziel von 60 Euro belassen. Durch den wieder einmal stark gesunkenen Pegelstand am Rhein, von dem der Chemiekonzern als Transportweg stark abhängig sei, gebe es einen weiteren Flaschenhals für das dritte Quartal, schrieb Analyst Chris Counihan.

Fazit: die Gemengelagen trübt mehr und mehr ein. Die Aussicht sieht für Europas Industrie nicht sonderlich gut aus. Wenn kein Gas fließt, dann ist es so, als würde in einem Lebewesen kein Blut fließen. Insofern ist es derzeit schwierig, eine Prognose zu treffen, wie sich das Unternehmen entwickeln wird. Schlussendlich ist es von den politischen Entscheidungen abhängig. Um in die BASF-Aktie zu investieren, bietet es sich allerdings immer an, eine validierte Bodenbildung zu oder einen intakten Aufwärtstrend zu haben.

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BASF
DE000BASF111
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