Automobilbranche: Bröckelnde Zukunft?

In der deutschen Automobilbranche steigt die Endzeitstimmung!

Der monatsbasierte Indikator des Münchner Ifo-Instituts für die Geschäftsprognosen von Autobauern ist im vergangenen Monat auf ein Minus von 30,4 Punkten gesunken. Dies liegt daran, weil die Autohersteller derzeit wegen des Krieges in der Ukraine verunsichert sind. Unterdessen ist die Laune bei den Zulieferern noch mieser. Hier sank der Wert von Minus 39,8 Punkte auf Minus 44,3 Punkte. Solche Indikatorzahlen sind saldierte Werte von positiven und negativen Geschäftsprognosen. Ähnlich schlecht sehen die Geschäftserwartungen für die folgenden Monate aus wie schon im Frühjahr 2020. Dies war die erste Phase der Corona-Pandemie, als die Industrie durch den Lockdown stillgestanden hat.

Momentan existieren keine flächendeckenden Produktionsstopps, auch wenn Fabriken unter den derzeitigen Lieferengpässen in die Röhre gucken. Die aktuelle Lage bewerten die Autobauer nach Angaben der Ifo deutlich besser als noch vor zwei Jahren. Die Hersteller seien in der Lage, höhere Preise im Verkauf durchzuboxen und so trotz niedrigerer Stückzahlen ihre Gewinne zu verbessern. In den nächsten Monaten planen außerdem einige Hersteller weitere Erhöhungen der Preise.

Volkswagen zeigt sich zuversichtlich!

Unterdessen strahlt der VW-Konzern Zuversicht aus und hofft, die katastrophalen Folgen durch den Ukraine-Krieg und die andauernde Chipknappheit abwehren zu können. Volkswagen bestätigte deswegen seine aktuelle Jahresprognose für den Umsatz und die operative Rendite. Der Autobauer aus Wolfsburg erwartet, dass die Erlöse aus dem Umsatz für dieses Jahr zwischen 8 und 13 Prozent über dem Wert aus dem vorigen Jahr liegen werden.

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Ferner rechnet VW im operativen Geschäft mit einer Rendite zwischen 7 und 8,5 Prozent. Sollte sich allerdings die Corona-Pandemie nochmals verschlimmern, dann rechnet VW mit schlechteren Zahlen. Obendrein könnten neue Einschränkungen bei der Chipversorgung und Rohstoffen zu weiteren Problemen führen, die sich negativ auf die Zahlen von VW auswirken könnten. Weitere Konsequenzen durch den Krieg in der Ukraine können ebenfalls nicht abgeschätzt werden.

VW hat das Potenzial!

Volkswagen konnte seinen Umsatz trotz des permanenten Chipmangels und der knapp 20 Prozent weniger ausgelieferten Fahrzeuge an seine Kunden erhöhen. Der Umsatz stieg um 0,6 Prozent auf 62,7 Milliarden Euro. Darüber hinaus hat VW aktuell Schwierigkeiten in China. Der Autobauer leidet dort an der Verschärfung der Corona-Krise. Schon seit einigen Wochen steht die Produktion wegen der Covid-19-Beschränkungen still. Das es VW trotz sinkender Absatzzahlen gelingt, Gewinne beim Umsatz und Ertrag zu erzielen, geht auf die allgemeine Entwicklung in der kompletten Automobilbranche zurück.

So gut wie jeder Hersteller streicht seine kleineren Autos aus dem Sortiment und konzentriert sich auf margenstärkere Vehikel. Volkswagen nährt seine besonderen Marken Porsche und Audi erstrangig mit Halbleitern. Ebenso spricht die positive Entwicklung von Porsche dafür, weiterhin mit einem Gang an die Börse zu planen. Die Volkswagen-Tochter konnte im ersten Quartal eine operative Rendite von 18,6 Prozent erzielen. Für die Zukunft sollte Volkswagen trotz des Krieges in der Ukraine und der anhaltenden Chipknappheit an seinen Zielen festhalten. Ein gutes erstes Quartal ist ein Beleg dafür, dass VW über das Potenzial verfügt, Krisen zu trotzen und Gewinne zu erwirtschaften.

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