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Autoindustrie: Kurzarbeit!

Im Mercedes-Werk Rastatt herrscht derzeit Kurzarbeit wegen Lieferschwierigkeiten! Derweil übt die EU im Kampf gegen klimatische Veränderungen ordentlich Druck aus!

Im Rastatter Werk des Autobauers Mercedes-Benz gibt es derzeit aufgrund von Lieferengpässen bei gewissen Halbleiterkomponenten Produktionseinschränkungen. Die Abläufe im Werk würden laufend korrigiert und zum großen Teil durch Kurzarbeit abgefangen, so ein Sprecher des Unternehmens am vergangenen Montag. Die Werke des Konzerns liefen in dieser Woche international “größtenteils ohne Einschränkung”. In der nächsten Woche wird allerdings die Fertigung in Rastatt wegen des bestehenden Versorgungsengpasses unterbrochen, erklärte der Sprecher.

Die EU erhöht den Druck!

Unterdessen erhöht die Europäische Union bei der Bekämpfung des Klimawandels ihren Druck auf die Autoindustrie. Die Zielsetzung: geringere CO2-Emissionen durch mehr Elektroautos. Der ehemalige Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn bezeichnet dies als schweren Fehler, der die deutsche Wirtschaft massiv beeinträchtigen wird.

“Die deutsche Wirtschaft ist herzkrank geworden”, so der Ökonom in einem Interview. Herzstück ist für Hans-Werner Sinn die Autoindustrie. Diese stehe vor einem grundsätzlichen Umbruch, da die Politiker auf Elektroautos setzten. Darunter leiden wird insbesondere die Zulieferbranche.

Abschaffung von Verbrennungsmotoren spart kein CO2!

Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge bewirkt nach Auffassung von Hans-Werner Sinn keinerlei Vorteile für das weltweite Klima: Das in Europa nicht verbrannte Öl wird anderswo auf der Erde verheizt. Der Verzicht auf Benzin und Diesel wäre lediglich dann effektiv, wenn das Öl durch die EU weiterhin aufgekauft und dann in Tanks gespeichert werden würde. Gleiches würde auch für Gas und Steinkohle gelten. Wenn die Fördermengen nicht abnehmen, entsteht auch kein Klimaeffekt.

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Seit langem ist Hans-Werner Sinn einer der Hauptkritiker der deutschen und europäischen Klimaschutzpolitik. Er bemängelt beispielsweise, dass die Umstellungskosten auf Wind und Sonne nicht gesenkt werden, da ausreichend Reservekapazitäten für Phasen, wo keine Sonne scheint und kein Wind weht, vorrätig gehalten werden müssten.

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Mercedes-Benz-Group Rating vom 26.07.2022: 5 von 9 Punkten!

Immer mehr Elektrofahrzeuge

In anderen EU-Ländern wie beispielsweise in der Schweiz, ist das Elektrofahrzeug weiterhin im Aufwind. Trotz fehlender flächendeckender Fördermaßnahmen ist der Marktanteil im ersten Halbjahr deutlich höher als in den Nachbarländern.

Die Autoindustrie hat weltweit mit Versorgungsengpässen zu kämpfen. Dadurch ist der Absatz im Rückgang begriffen. So sind in der Schweiz im ersten Halbjahr 2022 12 Prozent der Personenwagen weniger zugelassen worden als im Jahr zuvor.

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Das Elektroauto schlägt sich derweil wesentlich besser. Mit einem Plus von 46 Prozent übertrifft es den Markt in der Schweiz und Liechtenstein bei weitem. Immerhin lag der Marktanteil der E-Autos zwischen Januar und Juni bei den verkauften Neuwagen bei mehr als 16 Prozent.

Andere Staaten leisten sich Prämien

Im Vergleich mit den Nachbarstaaten steht die Schweiz somit an der Spitze. Der Marktanteil bei den Neuzulassungen liegt nahezu bei 14 Prozent. Das heißt, dass Elektroautos in einem schrumpfenden Markt auch zulegen konnten, allerdings in geringerem Maße als in der Schweiz und mit Förderung. Hierzulande gibt es zudem derzeit Anschaffungsprämien von bis zu 9.000 Euro.

Im ersten Halbjahr betrug der Marktanteil von E-Autos in Frankreich 12 Prozent der Pkw-Neuzulassungen. Auch hier stiegen die Umsätze trotz eines sinkenden Gesamtmarktes, wobei es auch hier wieder Prämien gibt: Kunden können bis zu 6.000 Euro in Anspruch nehmen.

Der Anteil der Elektroautos am Neuwagenmarkt in Österreich betrug in den ersten sechs Monaten des Jahres 13 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr sind die Absätze gesunken, wenngleich nicht so stark wie am Gesamtmarkt. Hier winken Kaufprämien von bis zu 5.000 Euro.

In Italien ist der Anteil deutlich niedriger. Mit einem Neuwagenmarktanteil von 3,6 Prozent stellt das südeuropäische Land aktuell das Schlusslicht im Wettbewerb dar. Außerdem sind die Verkaufszahlen in den ersten sechs Monaten des Jahres nahezu so deutlich gesunken wie der Markt insgesamt – und dies trotz einer Einkaufsprämie von 3.000 Euro.

Spezialfall Norwegen

Eine ganz anderes Bild zeigt ein Blick in den Norden. Dort machten E-Autos in den ersten sechs Monaten des Jahres 79 Prozent der Neuwagenkäufe aus. Dabei profitieren die Käufer noch von erheblichen Steuervergünstigungen: Sie zahlen beispielsweise keine Mehrwertsteuer und keine Anmeldegebühren. Einige dieser Vorteile will die Regierung allerdings ab dem nächsten Jahr streichen.

Obwohl die Absatzzahlen ständig steigen, sind Elektroautos auf den Straßen immer noch eine Seltenheit. Der Anteil der Elektroautos am gesamten Pkw-Bestand betrug zum Beispiel in der Schweiz Ende 2021 1,5 Prozent. Ähnlich hoch ist der Anteil in Deutschland, Frankreich und Österreich. Der Anteil der Elektrofahrzeuge in Italien beträgt lediglich 0,3 Prozent der Pkw-Flotte.

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