Autobranche: Plug-in-Hybride ade?

Fahrzeuge mit Plug-In-Hybrid-Antriebssystemen werden immer stärker ausgegrenzt.

Sie wurden gerade erst auf dem Markt vorgestellt, doch nun droht bereits das Aussterben. Vor Kurzem enthüllte Mercedes gleich 3 weitere Plug-in-Hybrid-Modelle (PHEV) für seinen Bestseller GLC. Neben der C-Klasse zählen die Modelle GLC und GLK zu den bestverkauften Modellen von Mercedes. Bei der jüngst vorgelegten Neufassung punkten sie nun mit modernem Hybrid-Antrieb. Zusätzlich zum Verbrennungsmotor besitzen die GLC-Modelle 2022 einen E-Motor. Dieser ermöglicht eine Reichweite bis zu 120 Kilometer nach WLTP.

Das klingt ein wenig so, als ob PHEV-Antriebe einen großen Stellenwert bei Mercedes-Benz besitzen. Schließlich betrug die Reichweite von Plug-in-Hybridfahrzeugen vor gar nicht langer Zeit erst rund 50 Kilometer. Entsprechend sprunghaft verläuft die Weiterentwicklung. Nach Informationen des Handelsblatts stehen die Plug-in-Hybride in Deutschland jedoch früher als gedacht vor dem Aussterben.

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Mercedes reduziert bereits seinen Bestand an Plug-in-Hybriden

Mercedes soll nach eigenen Angaben schon begonnen haben, das Angebot an teilelektrischen Fahrzeugen drastisch zu reduzieren. So sollen im nächsten Jahr neben den neuen GLC-Modellen lediglich die E-Klasse und vereinzelte Coupé-Derivate einen dualen Antrieb bekommen. Anschließend, so heißt es, ist Schluss. Wie das Handelsblatt aus Firmenkreisen erfuhr, werden ab der kommenden Kompaktwagen-Generation, die im Jahr 2024 auf dem Markt erscheinen soll, ausschließlich rein elektrische Versionen und Benzinmotoren mit 48-Volt-Technologie zum Einsatz kommen.

Mit ein Grund hierfür könnte sein, dass bei Mercedes zunehmend die Sorge vor einem Verlustgeschäft aufkommt. Hintergrund ist, dass der Bedarf an Plug-in-Hybriden in den nächsten Jahren kräftig einbrechen könnte – bedingt durch die Politik. Während die Besitzer von Elektroautos in Deutschland auch künftig mit Zuschüssen vom Staat planen können, will Wirtschaftsminister Robert Habeck PHEV-Autos bereits ab dem Jahr 2023 nicht mehr unterstützen.

Falls Habeck dieses Vorhaben wirklich umsetzt, dürften die teilelektrischen Autos für potentielle Kunden rasch uninteressant werden. Jedenfalls dann, wenn Plug-in-Hybride auch zukünftig spürbar teurer sind als Verbrennungsmotoren. Allerdings ist anzunehmen, dass viele Automobilhersteller ihre Preise für PHEV-Modelle verringern werden, falls die Nachfrage nach den Autos mangels Fördermitteln zusammenbricht.

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Fachleute bezweifeln die Zukunft von Plug-in-Hybriden

Automobilexperte Matthias von Alten von der Unternehmensberatung Publicis Sapient erklärte, dass die Zukunft von Plug-in-Hybriden „mehr als fraglich“ sei.“ „Sie verfügen lediglich über eine kurze elektrische Reichweite, benötigen durch ihr hohes Gewicht eine Menge Benzin und haben durch die Batterie einen geringeren Speicherplatz als Verbrennungsmotoren.“

Außerdem belegen die Zahlen, dass Plug-in-Hybriden ein rascheres Ende bevorsteht als bislang vermutet. Denken Sie zum Beispiel an Mercedes: Während der Absatz von Plug-in-Hybriden im ersten Quartal 2022 lediglich um 8 Prozent stieg, lag das Wachstum bei E-Autos bei stolzen 210 Prozent. Schon bald könnten mehr rein elektrische Autos die Produktionsstätten von Mercedes verlassen als solche mit Plug-in-Hybridantrieb.

Nach Angaben der Wirtschaftszeitung haben Volkswagen und Audi dieses Stadium schon erreicht. Ein ähnliches Bild wie bei Mercedes zeigt sich bei BMW. Dort ging der Absatz von PHEV-Modellen im Vergleich zum Vorjahr jüngst sogar zurück. Bundeswirtschaftsminister Habeck hat es daher quasi selbst in der Hand, inwieweit Pkw mit Plug-in-Hybridtechnik in Deutschland weiterhin eine Zukunft haben. Sollte er wie vorgesehen ab dem Jahr 2023 den Förderungsstopp vollziehen, könnte die Industrie dementsprechend schneller auf die volle Elektromobilität umstellen.

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