Autobranche: Misstrauen und Rettung!

VW-Konzernchef Diess steht E-Treibstoffen sehr misstrauisch gegenüber. Unterdessen kann das Unternehmen Leoni aufatmen!

Von synthetischen Treibstoffen, den sogenannten E-Fuels, hält VW-Chef Herbert Diess nicht viel. Die Effizienz dieser Kraftstoffe ist laut Diess „extrem schlecht“. Im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ unterstrich Diess: „Zur Herstellung benötigt man eine Menge Strom. Das Verfahren lässt sich vielleicht um ein paar Prozent verbessern, doch die Größenordnungen bleiben: Wenn jemand im Jahr 2030 für 10 Euro Strom tankt, um damit 500 Kilometer zurückzulegen, wird der E-Auto-Fahrer 60 Euro bezahlen müssen.“ Die Bundesregierung will auf Antrag des Ampelfraktionspartners FDP sicherstellen, dass in der Europäischen Union auch nach dem Jahr 2035 weiterhin Fahrzeuge mit E-Kraftstoff fahren und somit auch mit Verbrennungsmotoren zugelassen werden können.

Dass die Umstellung auf E-Autos an fehlenden Ladestationen zu scheitern droht, meint Diess nicht. „Die Infrastruktur wird in Europa kein Problem sein, hier fließen derzeit viele Investitionsgelder, unter anderem von den Mineralölunternehmen, die beispielsweise ihre Tankstellen weiterhin nutzen wollen.“ Die Probleme erkennt der Vorstandsvorsitzende anderswo: „Der Engpass in Europa und andernorts dürfte ab Mitte des Jahrzehnts bei den Batterien und Batteriezellenfabriken entstehen, diese werden knapp bleiben“, erklärte er. Unterdessen herrscht beim Unternehmen Leoni Erleichterung!

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Autozulieferer Leoni ist bis Ende 2025 abgesichert!

Der kriselnde Nürnberger Autozulieferer Leoni kann wieder etwas aufatmen. Die Mehrzahl der insgesamt 9 Gläubiger-Banken haben ihre Kredite jeweils um eine Laufzeit von fast 3 Jahren bis Dezember 2025 erweitert. Darauf habe man sich mit dem Konsortium prinzipiell verständigt, gab Leoni am vergangenen Mittwoch bekannt. Die Kreditlinien, die kurz vor dem Auftreten der Corona-Pandemie beschlossen wurden, wären zum Jahresende verfallen.

Als Gegenleistung stellt Leoni den Banken die Einnahmen des im Mai beschlossenen Verkaufs des Kabelgeschäfts mit der Automobilindustrie an das thailändische Unternehmen Stark Corporation in Aussicht – insgesamt bis zu 442 Millionen Euro. Hinzu kommen 132 Millionen Euro aus einer Eigenkapitalerhöhung und einer Pflichtwandelanleihe, welche Leoni Ende dieses Jahres oder zu Beginn des kommenden Jahres emittieren möchte. Die Mittel fließen an vier Banken, die sich aus ihrem Leoni-Engagement vollständig verabschieden wollen.

Ukraine-Krieg und Corona-Krise verschlimmerte die Situation!

Mit diesem Geld kann Leoni seine Gesamtschuldenlast von 1,3 Milliarden Euro um knapp 600 Millionen reduzieren. Vor Kurzem hatten die Corona-Krise und der Krieg in der Ukraine die Schwierigkeiten von Leoni verschlimmert. Der Konzern produziert einen Teil seiner Kabelbäume für die Automobilbranche in der Westukraine und musste daher einen Teil der Produktion verlegen.

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Durch die Refinanzierung erhöhten sich die Zinssätze für die restlichen Kredite „moderat“, kündigte Leoni an. Gemäß der Grundsatzvereinbarung kann der Konzern bis zum Jahr 2025 keine Dividenden zahlen. Gleichzeitig gewährleisten die vier zum Ausstieg bereiten Banken die vorgesehenen Investitionsmaßnahmen.

Falls Leoni seine Aktien nicht anderswo absetzen kann, sind die Banken bereit, ihre Darlehen in Aktien oder Wandelanleihen umzuwandeln. Inwiefern sich Großaktionär Stefan Pierer an der Kapitalaufstockung von bis zu 50 Prozent beteiligt, ließ Leoni offen. Beim derzeitigen Aktienkurs könnte der Konzern damit etwa 110 Millionen Euro einsammeln, wobei die neuen Aktien üblicherweise mit einem Preisabschlag gehandelt werden. Die Verhandlungen mit den Wechselgläubigern laufen noch, so Leoni.

Vorstandschef Aldo Kamper bemüht sich seit Jahren, den Konzern zu stabilisieren – und das mit einem Sparkurs. Dabei soll sich Leoni auf Bordnetz-Systeme – also ganze Kabelbäume – für Automobile spezialisieren. Das Geschäft mit Industriekabeln wurde bereits im Jahr 2021 veräußert. Ebenso hatte er im Mai einen Käufer für die Automobilkabel finden können, bei denen Leoni zuletzt 1,3 Milliarden Euro Umsatz erzielte. Übrig bleiben noch kleinere Teile der Draht- und Kabelsparte.

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