Ausverkauf: Was können Sie im Crash unternehmen?

Liebe Leser,

jetzt sind die Märkte klar im „Crash“-Modus. Der Dax hat seit seinem Höchststand vor knapp einem Monat statte 33 % abgegeben. Allein gestern hat der Dax mit einem Minus von gut 10 % den zweithöchsten Tageskursverlust aller Zeiten erlitten. Definitionsgemäß ist der Dax – und mit ihm auch die anderen Märkten – in einem Ausverkaufs-Status.

Sie kennen vielleicht das alte Börsenparadigma: Greife nie in ein fallendes Messer. Das bedeutet: Auch wenn die Kurse ausgesprochen günstig wirken, sollten Sie noch nicht investieren. Dennoch eröffnen sich wahrscheinlich in wenigen Wochen wieder beste Einstiegsgelegenheiten. Wenn vor allem das Corona-Virus und die Angst vor dem Konjunkturminus der Grund für die kräftigen Verluste sind, dann hilft dabei vielleicht ein Blick nach China:

Dort ist der „Peak“ an Neuerkrankungen und an neuen Sterbefällen überwunden. Die Werte gehen zurück. Damit möchte ich die Gefahr auf keinen Fall verleugnen, jedoch darauf hinweisen, dass es bei entsprechenden Maßnahmen eine relativ zügige Kontrolle der Geschehnisse geben kann. Und dann würde auch die Wirtschaft – langsam – wieder in Gang kommen.

Doch sehen wir uns zunächst die Fakten an…

Noch ist das Corona-Virus in Deutschland eine kommende – und keine überstandene – Gefahr….

Quelle: www.nzz.ch

Dax: Schlimme Werte…

In Asien – Südkorea – stabilisiert sich die Situation indes wieder…

Quelle: www.nzz.ch

Es kommt auf die Maßnahmen an. Deshalb wird auch in Deutschland der „Peak“ aus meiner Einschätzung in einigen Wochen erreicht sein können. Und dies würde den Börsen deutlich helfen – wahrscheinlich steigen die Notierungen sogar deutlich vorher wieder an – die Börse bringt stets einen bestimmten Vorlauf.

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Aktuell jedoch sieht die Situation zweifellos noch nicht so rosig aus, wie wir alle dies gerne schon hätten.

Dax: Verluste

Der Dax etwa hat innerhalb von einer Woche mehr als 6 % verloren. In zwei Wochen ging es nun um mehr als 12 % nach unten. Die Chancen auf eine Erholung schwinden. Denn selbst auf Basis der Entwicklung seit Jahresanfang oder zumindest für ein halbes Jahr sieht es schlecht aus.

Dax und Dow Jones jeweils in den Abwärtstrend gerutscht – 1-Jahres-Analyse

Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Der Dax hat damit nicht nur binnen eines Jahres jetzt sage und schreibe mehr als 20 % verloren. Er hat auch die gleitenden Durchschnittslinien klar durchkreuzt. Er befindet sich eindeutig im langfristigen und mittelfristigen charttechnischen Abwärtstrend.

Sehen wir uns das Ganze allerdings einmal in der Langfristbetrachtung an…

Der Dax seit Gründung 1988 – sehr langfristig noch immer im Aufwärtstrend

Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Selbst die extreme Abwärtsbewegung ändert nichts daran, dass der Dax „sehr langfristig“ noch im Aufwärtstrend ist. Die extreme Abwärtsbewegung dürfte – charttechnisch aller Erfahrung nach betrachtet – relativ schnell wieder überwunden sein. Der Rebound könnte dann zurück in den Aufwärtstrendkanal führen.

Dennoch muss ich auch heute noch einmal daran erinnern, dass der Absturz auf Basis wirtschaftlicher Erwägungen der Richtung nach nicht falsch ist. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Problems sind eminent.

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Erinnerung: Die Wirtschaft bricht zusammen…

Quelle: www.t-online.de

Diese Zahlen habe ich in der vergangenen Woche hier veröffentlicht. Sie sind wahrscheinlich jetzt eher in der „gelben“ als in der blauen Zone anzusiedeln. Denn es reicht ein Blick nach Italien, um das Ausmaß des Stillstands zu erfassen: Alle Räder scheinen still zu stehen, wenn es um den täglichen Bedarf geht. Nur noch Apotheken und Supermärkte haben geöffnet.

Die Produktion ist weltweit bereits massiv gestört. Dennoch lenke ich den Blick auch noch einmal auf die Auswirkungen anderer Epidemien – auf die Börsen…

Die Börsen sind stärker als Epidemien

http://aktienspardose.de/2020/01/27/achtung-gefahr-fuers-depot-das-corona-virus-eine-rationale-analyse/

Die Zahlen hatte ich in der vergangenen Woche schon thematisiert, wiederhole sie aber gerne. Denn sie zeigen, wie stark der Rebound an den Börsen sein kann. „Im Durchschnitt sind die Börsen schon innerhalb eines Monats schon wieder um +0,44 % gestiegen. In drei Monaten ging es dabei um 3,1 % nach oben und nach sechs Monaten hatten die Aktienmärkte einen Aufschlag in Höhe von 8,5 % geschafft. Nur wenige Viren, Erkrankungen oder Epidemien haben überhaupt über Monate den MSCI World beschäftigt.“

Schon heute hat der Dax deutlich mehr verloren.

  • Im Januar ging es um -2 % nach unten
  • Im Februar verlor der Dax -8,4 %
  • Im bisherigen März ging es um gut – 22 % nach unten.

Damit sind wir ggf. in einem der schlechtesten Monate aller Zeiten unterwegs. Deshalb meine ich:

Die Krise ist noch nicht vorbei, aber sie ist endlich.

Dementsprechend sollten Sie aus meiner Sicht derzeit noch keine einzelnen Fonds oder ETFs kaufen. Die Chancen auf einen direkten Wiederanstieg der Märkte sind vergleichsweise schlecht. Denn wann ein solches Börsenszenario, wie wir es aktuell erleben, vorbei ist, weiß kein Mensch. Sie sollten also allenfalls wie schon empfohlen in Sparpläne investieren. Ich nannte Ihnen kürzlich den Sparplan auf den „MSCI World“. Daran hat sich nichts geändert.

Langfristig investieren: Sparplan auch auf den MSCI World

An sich bin ich für Investments in ausgesuchte Märkte. Der Dax oder die US-Indizes S&P 500 bzw. Dow Jones sind interessant. Allerdings dürfte es in diesen Tagen auch lukrativ sein, die Risiken zu streuen. Vor diesem Hintergrund bieten sich Investitionen in den MSCI World an. Der Index bildet mehr als 1.600 Unternehmen aus insgesamt 23 Nationen ab.

Auch hier sind Sie überwiegend in den USA aktiv: 63 % aller Unternehmen kommen aus den USA. Japan stellt 8 % der Unternehmen in diesem Index und Großbritannien immerhin 5 %. Der klassische MSCI World Index bildet zudem auch die Dividenden der Unternehmen ab, in die Sie investieren. Insofern dürfte ein solches Investment zumindest die Risiken relativ gut abfedern.

Dabei empfehle ich vor allem einen Sparplan, da es dann noch nicht einmal darauf ankommt, ein besonders geschicktes Timing zu wählen. Sie „kaufen, wenn die Kurse hoch sind und ebenso dann, wenn die Kurse sinken“, hatte ich in der vergangenen Woche umschrieben. Die Kosten für Sparpläne, die eigens von den Brokern angeboten werden, sind typischerweise gering. Damit reduziert sich auch das Risiko, wegen zu häufigen Handels Geld zu verlieren.

Die Kosten für die Fondsverwaltung selbst sind in der Regle niedrig. So liegt die Gesamtkostenquote der günstigsten ETF auf den MSCI World bei Sparplänen bei ca. 0,2 % p.a. Ich empfehle Ihnen zudem, eine Depotbank zu nutzen, bei der die Gebühren für den betreffenden ETF beim Kauf bei 0,00 % liegen. Ein Beispiel: Wenn Sie den „Xtrackers MSCI World Index ETF 1 C“ erwerben, zahlen Sie bei der „Consorsbank“ keine Gebühren.

Xtrackers MSCI World Index ETF 1 C, ISIN: IE00BJ0KDQ92 über 5 Jahre – investieren Sie in einen Sparplan

Quelle: www.onvista.de

Wenn Sie hierauf einen Sparplan abschließen, sollten Sie zumindest vergleichsweise ruhig schlafen können. Wie der Dax wird auch der MSCI World im Falle des Falles weiter verlieren. Nur sind Sie durch die breite Streuung unter anderem in Asien gut aufgestellt. Die Börsen in China fingen schon wieder an, zu steigen. Deshalb empfiehlt sich in dieser Situation ein Sparplan, der sich möglichst breit aufstellt. Die Rahmenbedingungen sind einfach:

„Sie benötigen ein Depotkonto (wie für alle anderen Anlagen auch) und schließen dann bei der depotführenden Bank für diesen ETF einen Sparplan in fast beliebiger Höhe ab. Sie können die Konditionen stets ändern, Sie können den Sparplan aussetzen oder aber auch das gesamte aufgelaufene Vermögen verkaufen bzw. teilverkaufen. Bei vielen Banken oder für viele ETF können Sie auch einen Auszahlplan einrichten und das Vermögen nach und nach monetarisieren.“

Sparpläne haben den Vorteil, dass Sie durch die regelmäßigen Einzahlungen nicht auf einen „günstigen Einstiegszeitpunkt“ angewiesen sind. Stattdessen kaufen Sie in guten Zeiten für dasselbe Geld relativ wenig Anteile wie in schlechteren Zeiten mehr Anteile. Jetzt haben wir die „schlechten Zeiten“ – und Sie können bedenkenlos jetzt schon anfangen.

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