Aus und Vorbei: Top-Aktie ist weg!

Das einst große Unternehmen Wirecard verschwindet von den Kurslisten

Liebe Leser,

Aus und Vorbei heißt es für einen wohl vertrauten Wert: Wirecard. Das Unternehmen ist an den Börsen nun verschwunden. Vorgestern ist der Titel entfernt worden. Kaum jemand weint der Aktie eine Träne nach. Es gibt allerdings Investoren, die auf die Schutzwirkung einer Klage hoffen. Dies ist vergeblich – so die naive Einschätzung für Sie.

Zocken – nicht mehr und nicht weniger

Wirecard war schon immer ein reiner Zocker-Wert. Die hohen Kursgewinne kamen vor allem dadurch zustande, dass das Unternehmen wie zahlreiche Nebenwerte permanent Erfolgsmeldungen an den Markt brachte. Dabei ging es um neue Aussichten oder gar Kooperationen, die bei einem Zahlungsdienstleister nun nicht untypisch sind.

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Die Einordnung in das Geschehen fehlte den Meldungen naheliegenderweise stets. Internet-Analysten verwenden solche Meldungen gerne, um damit einen Beitrag zu bestücken. Oft genug wird damit einfach das Geschehen gleichfalls nicht eingeordnet in eine übergeordnete wirtschaftliche – also bilanzorientierte -, oder aber charttechnische bzw. technische Bewertung. Die beiden letztgenannten Verfahren sind durchaus und zu Recht umstritten.

Sie verdeutlichen aber, wie die entsprechenden Analysten und Investoren den Trend einschätzen und erlauben zumindest eine Bewertung des Impulses, der gerade an den Börsen überwiegt.

Die reinen Pressemeldungen von Wirecard jedoch mischten sich wiederum mit Meldungen aus Redaktionen, die tatsächlich Misstrauen entwickelt hatten. Eine Mehrheit von Analysten und zudem auch noch die politische Unterstützung u.a. durch Kanzlerin Angela Merkel deckten jedoch lange den Mantel des Schweigens über die Geschehnisse.

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Wirecard hätte die Bedenken schnell zur Seite wischen können, wenn die Umsätze, an deren Existenz die Minderheit also zweifelte, zweifellos nachgewiesen worden. Stattdessen hat das Unternehmen seine Bilanzpräsentationen teils verschoben. Dies musste stutzig machen, deuten sich doch in der Regel spätestens dann Probleme an.

Stattdessen wurden munter weiter Bankanalysen mit horrenden Kurszielen erstellt und im Internet in anderen Analysen weiter gereicht.

Vor diesem Hintergrund gibt es allerdings zahlreiche Quellen, die den Kurs auf die eine oder andere Weise willentlich und unwillentlich nach oben gepusht haben. Es wird schwierig nachzuweisen, dass ausgerechnet der Wirtschaftsprüfer EY, um den es aktuell in Klagen geht, hier Auslöser für individuelle Kursverluste gewesen sein soll.

Am Ende hat der Markt sich hier blenden lassen, EY hat sich wiederum offenbar vom Unternehmen blenden lassen – und das war es. Schadenersatz hängt in diesem Fall daran, dass Absicht bei EY nachgewiesen werden müsste, Juristen nennen es Vorsatz. Das wird kaum möglich sein.

Vielmehr zeigt die Geschichte von Wirecard, dass die Börsen allen erdenklichen Quellen oder Herangehensweisen zum Trotz immer misstrauisch bleiben sollten. Dies gilt aber vor allem auch den Presseabteilungen verschiedener Unternehmen, deren Erfolgsmeldungen im Idealfall wo möglich kritisch eingeordnet werden müssten.

Spätestens wenn sich Misstrauen einstellt und die Märkte signalisieren, dass ein Trend vorbei zu sein scheint, ist diese Kombination ein deutliches Warnsignal, dass es keinen Turnaround nach oben mehr geben wird.

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